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Südstadt Spitzensport nach Schönheitskur

Bei der „Ostsee Rad Klassik“ auf der Radrennbahn ging es um Hilfe für Afrika.

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Bei einem Steher-Rennen auf der Radrennbahn am Damerower Weg traten nationale und internationale Spitzenfahrer an.

Quelle: Thomas Niebuhr

Südstadt. Vor gut 30 Jahren hatte Landschaftsarchitekt Kurt Welke (74) maßgeblichen Anteil am Bau der Radrennbahn am Damerower Weg. Heute wünscht er sich, dass die Rostocker das Oval, auf dem heute noch Stars, wie der Schweriner Olympiasieger Stefan Nimke, trainieren und auf dem Stars, wie André Greipel gemacht wurden, wiederentdecken. Nach einer Sanierung in den vergangenen Monaten wurde am Sonnabend mit der „Ostsee-Rad-Klassik“ nicht nur Spitzensport geboten, sondern auch Geld für die Afrika-Hilfe des Vereins Nachami gesammelt.

In die Jahre war die Bahn am Damerower Weg gekommen und bei vielen Rostockern in Vergessenheit geraten. Dabei, sagt Kurt Welke, biete sie beste Bedingungen für die Sportler. Etwa 75 000 Euro haben vor allem Bund und Land in den vergangenen Monaten investiert, um die Radrennbahn wieder herzurichten. Ein neuer Umlauf aus Asphalt wurde gebaut, den nicht nur Radfahrer, sondern auch die Shorttracker fürs Inline-Training nutzen können. Dazu wurden Fehler im Beton auf der 250 Meter langen Bahn beseitigt. In einem zweiten Bauabschnitt sollen im kommenden Jahr mit einer Containeranlage Umkleidekabinen mit Duschmöglichkeiten und ein Fahrerlager entstehen. Dazu wird das Gelände aus Sicherheitsgründen eingezäunt. Eigentümer des Areals ist das Wohnungsunternehmen Wiro, der Betrieb liegt in den Händen des Landesradsportverbands.

Die Organisation der „Ostsee-Rad-Klassik“, die gestern auf der Straße von Rostock nach Stralsund und zurück führte, teilen sich Kurte Welke und Tierarzt Olaf Bellmann vom Verein Nachami. Für den sportlichen Part ist der ehemalige Landesradsportpräsident Welke verantwortlich. Neben Nachwuchssportlern aus der Region und aus Dänemark, gab es vor allem Spitzenfahrer beim spektakulären Steher-Rennen zu bewundern. In einem packenden ersten Lauf über 120 Runden kam der Schweizer Mario Birrer vor und dem deutschen Meister Florian Fernow durch, die in dieser Reihefolge erst kürzlich bei den Europameisterschaften durchs Ziel fuhren.

Der Erlös der Radsportveranstaltung, für das der ehemalige Radsportler Feliks Büttner, Erfinder des Aida-Kussmunds, ein Logo entwarf, geht nach Uganda. „Auf dem Land ist dort das Rad das wichtigste Verkehrsmittel“, sagt er. Mit dem Geld aus Rostock soll beim Aufbau einer Fahrradwerkstatt geholfen werden, die auch junge Leute ausbildet.

Stars auf dem Beton
Zwischen 1983 und 1986 wurde die Radrennbahn unter anderem von Landschaftsbauer Kurt Welke und Baumeister Ulrich Müther (Teepott Warnemünde) errichtet. Die Beton-Strecke ist 250 Meter lang, sechs Meter breit. Die Kurvenüberhöhung beträgt in den Kurven 38,18 Grad. Eigentümer ist heute die Wiro, die die Bahn an den Landesradsportverband vermietet hat. Der Olympiasieger und Weltmeister im Bahnradsport Stefan Nimke kommt zum Training nach Rostock, Sprintstar André Greipel und Jan Ullrich haben hier ihre Karrieren gestartet.

 

 

Thomas Niebuhr

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