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Sport Rostock 26:23 – Empor bleibt Spitzenreiter
Mecklenburg Rostock Sport Rostock 26:23 – Empor bleibt Spitzenreiter
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20:15 28.10.2018
Empor-Spieler Robin Breitenfeldt (2.v.r.) tankt sich gegen zwei Potsdamer durch. Links: Stefan Wilhelm. Quelle: Foto: Sebastian Heger
Rostock

Als Nick Witte den Ball in den Händen hält, gibt es kein Halten mehr. Der Linksaußen des HC Empor sprintet über das gesamte Spielfeld und trifft 124 Sekunden vor dem Abpfiff zum 25:22 ins verwaiste Tor. Die Entscheidung. Witte jubelt – und die Zuschauer feiern auf den Rängen. Zwei Minuten später ist Schluss. Empor gewinnt 26:23 (14:12) gegen den VfL Potsdam.

„Der Gegenstoß war wie ein Befreiungsschlag“, freute sich Nick Witte. Der 23-Jährige genoss die ausgelassene Stimmung in der ausverkauften Ospa-Arena: „Es ist Gänsehaut pur wie jeder in der Halle für uns brennt und uns anfeuert.“

Die Rostocker Handballer verbuchten den sechsten Heimsieg, sind seit neun Runden ungeschlagen und fahren am Mittwoch als Spitzenreiter zum Landesderby nach Schwerin. „Vielleicht gibt das noch einen Extra-Kick“, ­fiebert Witte dem MV-Duell entgegen. Über 3000 Fans werden erwartet.

Am Sonntag waren es 750. Sie sahen eine schnelle, kurzweilige, gutklassige und lange Zeit spannende Drittliga-Partie. Empor erwischte den besseren Start (5:2/8. Minute). Doch danach wurde schnell deutlich, dass Unkonzentriertheiten in dieser Liga bestraft werden. Die Gastgeber leisteten sich ein paar Unkonzentriertheiten im Angriff – und schon führten die Gäste 7:6.

Der HCE berappelte sich wieder. Robin Breitenfeldt riss mit seiner Dynamik Lücken in die gegnerische Deckung. André Meuser knüpfte in der ersten Halbzeit an seine im Topspiel gegen Altenholz gezeigte Leistung an. Janos Steidtmann erzielte wichtige Treffer und Nick Witte präsentierte sich einmal mehr nervenstark vom Siebenmeterpunkt. Auf die Torhüter – diesmal erhielt Robert Wetzel den Vorzug – ist in dieser Saison ohnehin Verlass.

Doch im Team von Trainer Till Wiechers passt nicht nur der erste Anzug, auch die Einwechsler waren sofort im Spiel. Felix Mehrkens und Philipp Asmussen setzten Akzente. Maximilian Schütze erzielte ein wunderschönes Tor vom Kreis. Hinzu kommen Empors taktische Varianten. Als es im Spiel sechs gegen sechs nicht mehr lief, stellte Trainer Till Wiechers im Angriff auf das System mit dem siebten Mann um – mit Erfolg.

Auf Seiten des VfL war Yannik Münchberger der überragende Akteur – solange seine Kräfte reichten. Dagegen kamen die Spanier Vicente Manuel Poveda sowie Rolando Urios Gonzales gegen die Rostocker Abwehr kaum zum Zuge.

Nach dem 17:16 (41.) bauten Nick Witte und Philipp Asmussen den Vorsprung in Überzahl auf 19:16 aus. Es folgte die nächste ­Herausstellung für die Gäste – und weitere gelungene Aktionen der Gastgeber. Wetzel entschärfte einen Siebenmeter von Münchberger, Breitenfeldt traf per Hüftwurf zum 21:17 (49.), Steidtmann setzte noch einen drauf – 22:17 (51.).

Wer gedacht hatte, das war die Entscheidung, wurde eines Besseren belehrt. Zwei, drei Fehler – und schon war Potsdam wieder dran (21:23/55.). Bis sich Nick Witte zunächst den Ball und dann ein Herz fasste und mit einem unwiderstehlichen Solo alles klar machte.

Stefan Ehlers

Der Einsatz stimmte, das Ergebnis nicht: Die Doberaner Handballer verspielen gegen den HSV Insel Usedom eine Fünf-Tore-Führung und sind nach der 30:31-Niederlage Schlusslicht der Oberliga. Im Bild: Der sechsfache Torschütze Yan Vizhbovskyy beim Torwurf.

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