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Rostock 3000 Speedway-Fans bejubeln den neuen Europameister
Mecklenburg Rostock 3000 Speedway-Fans bejubeln den neuen Europameister
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00:00 26.08.2013
Thomas Koch (l.) und Torsten Jürn vom Vereinsvorstand waren zufrieden mit der ersten EM-Finalrunde in Güstrow. Quelle: Fotos: Mathias Otto
Güstrow

Knatternde Motorräder, packende Rennen und begeisterte Zuschauer: Die Veranstaltung des MC Güstrow zum 50. Vereinsjubiläum hielt, was sie versprochen hat. Fast 3000 Zuschauer verfolgten das EM-Finale der U21-Fahrer auf der Speedwaybahn in Güstrow. Vereinsvorsitzender Torsten Jürn war rundum zufrieden. „Ein tolles Event. Die Fahrer haben mit ihrer Leistung das Publikum in ihren Bann gezogen.“

Nach 21 Läufen stand der Sieger fest. Der Däne Mikkel Michelsen ist in seiner Altersklasse der neue Champion in Europa. Nach Punkten gewann er vor dem lettischen Fahrer Andrzej Lebedevs und David Bellego aus Frankreich.

Schon Stunden vor dem großen Finale — erstmalig ist Güstrow Austragungsort eines wichtigen Finales — füllte sich die Arena. Die Plätze mit der besten Sicht auf das Oval waren schnell vergeben. Auch das Zelt der OSTSEE-ZEITUNG war gefüllt mit Speedway-Begeisterten. Der Motorsport war hier Gesprächsthema Nummer Eins.

Egon Finck (71) aus Rostock ist dieser Sportart schon seit DDR-Zeiten verbunden. „Es ist für mich ein Muss, zum EM-Finale zu kommen.“ Tobias Wockenfuß (36) und Matthias Sagawe (37) aus Rostock hingegen sind neue und vielleicht zukünftige Speedway-Fans. „Jetzt weiß ich, warum der Sport so beliebt ist. Das ganze Feeling drumherum ist einfach herrlich. Ich war nicht das letzte Mal hier“, sagt Sagawe.

Um sich einzustimmen auf das Finale, kamen sie mit Fachleuten der Szene ins Gespräch. Die wichtigsten Informationen erhielten sie vom 28-jährigen Christian Hefenbrock. Der Fahrer vom MC Güstrow ist amtierender Vizemeister in Deutschland und holte zudem Bronzemedaillen bei WM- und EM-Läufen. Er brachte seine 500-Kubik-Maschine mit und erklärte ihre Besonderheiten. „Bremsen sind nicht vorhanden, ich nehme das Gas weg und bremse mit dem Motor. Da muss man schon ordentlich die Hacken in den Teer hauen, um die Maschine zu kontrollieren“, sagt er.

Das taten auch die Fahrer um die EM-Krone. Nach 21 Rennen war alles vorbei. Aber nicht für das Güstrower Frauenschutzhaus. Die Einrichtung kann sich über eine Spende freuen. Wie hoch sie ausfällt, steht noch nicht fest. Die Umhänge der Fahrer mit Name und Nummer stehen demnächst im Internet zur Versteigerung. „Sie werden für jedes Rennen neu angefertigt und haben nach der Veranstaltung keinen Gebrauch mehr“, sagt Thomas Koch. Im letzten Jahr gab es schon einmal eine Versteigerung. Damals konnte sich das Frauenschutzhaus über 1000 Euro freuen.

Ergebnisse der U 21-EM in Güstrow
Nach 20 Rennen gab es nach Punktegleichheit zwischen den beiden Erstplatzierten ein Entscheidungsrennen.


Ergebnisse:

1. Mikkel Michelsen/Dänemark (Punkte: 13+3), 2. Andrzej Lebedevs/Lettland (Punkte: 13+2), 3. David Bellego/Frankreich (12), 4. Oliver Berntzon/Schweden (11), 5. Pawel Przedpelski/Polen (11), 6. Artur Czaja/Polen (8), 7. Rasmus Jensen/Dänemark (8), 8. Dimitri Berge/Frankreich (8), 9. Valentin Grobauer/Deutschland (7), 10. Hubert Legowik/Polen (6), 11. Mathias Thoernblom/Schweden (6), 12. Fredrik Engman/Schweden (5), 13. Rene Deddens/Deutschland (5), 14. Nicolas Vicentin/Italien (2), 15. Joel Larsson/Schweden (2), 16. Stanislaw Melnychuk/Ukraine (1), 17. Zdenek Holub/Tschechien (1).

Mathias Otto

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