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Beim „fliegenden Yoga“ seine Mitte finden

Lütten Klein Beim „fliegenden Yoga“ seine Mitte finden

Der Verein für ganzheitliche Körperkunst Bagua bietet zweimal wöchentlich Flying Yoga an. Bei der spielerischen und akrobatischen Form des Yoga kommt es auf Vertrauen an.

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Anja Hamann (11) macht den „Bogen“ auf den Füßen von Übungsleiter Edgar Klenzendorf (51).

Quelle: Fotos: Mareike Timm

Lütten Klein. Es sieht gewagt aus, was Anja Hamann auf den Füßen von Edgar Klenzendorf macht. Einmal richtet die Elfjährige ihren Oberkörper auf und fasst sich mit den Händen an den Füßen: der Bogen. Eine andere Yoga-Position ist der Schulterstand. Dabei liegt die Fünftklässlerin nur mit ihren Schultern auf den Füßen des Lehrers. Den restlichen Körper richtet sie senkrecht nach oben auf. Zweimal pro Woche kommt Anja in den Kurs „Flying Yoga“, den der Verein Bagua seit zwei Jahren immer mittwochs und freitags in der Turnhalle Danziger Straße 45c anbietet. „Ich bin durch Zufall im Internet darauf gekommen. Mir gefällt Yoga schon länger. Seit ich regelmäßig Flying Yoga übe, kann ich besser einschlafen“, sagt das zierliche Mädchen. Und wie finden das ihre Freunde, wenn sie solche akrobatischen Übungen macht? „Sarah, Leonie und Luise waren schon mal mit hier. Es macht ihnen Spaß. Luise hat mich auch schon mal mit ihren Füßen hochgehoben“, berichtet Anja.

Übungsleiter Edgar Klenzendorf widmet sich seit 1990 der chinesischen Kampfkunst Win Tsun. Später entdeckte der 51-Jährige Selbstverteidigung, Qigong, Meditation und Yoga für sich. 2007 gründete er gemeinsam mit Freunden den Verein „Bagua — ganzheitliche Körperkünste e.V.“. Zum Angebot gehören Kurse in den genannten Sport- und Entspannungstechniken, aber auch Seminare und Schulprojekte zum Thema „Gewaltprävention“. In Vorträgen und Rollenspielen vermittelt der gebürtige Rostocker Elemente, auf die es auch beim Flying Yoga ankommt: Kommunikation, Vertrauen, Mit-sich-im Reinen-Sein.

Letzteres sei das Wichtigste überhaupt. Aus dem Grund wurde der Verein „Bagua“ genannt, was übersetzt so viel bedeutet wie „Acht Wege zu dir selbst“. Beim Flying Yoga sei es wichtig, sich zu zentrieren und seine Mitte zu finden.

Frauke Gehrau ist seit Anfang des Jahres dabei. Die 19-Jährige aus Teltow bei Potsdam absolviert gerade ein Freiwilliges Soziales Jahr in Wissenschaft, Technik und Nachhaltigkeit im Leibniz- Institut für Ostseeforschung Warnemünde. Sie mag die regelmäßige Abwechslung zwischen Muskelarbeit und Entspannung. Sie macht nicht nur Übungen als „Flieger“, oben auf den Füßen, sondern legt sich auch schon als „Basis“ auf die Yogamatte. Dabei streckt sie ihre Beine durch, während Anja verschiedene Positionen auf ihren Füßen macht. „Es hat eine Weile gedauert, bis ich mich getraut habe, auch Basis zu sein. Am Anfang standen zur Sicherheit noch Leute daneben, die uns gehalten haben“, erinnert sie sich. Gerade eine mit rund 35 Kilo relativ leichte Person wie Anja eigne sich gut für Einsteiger. Wer als „Basis“

aktiv wird, sollte darauf achten, seine Füße richtig auf den Beckenknochen des Fliegers zu positionieren. Schon kleine Nuancen würden hier den Unterschied machen. „Dazu gehört viel Gefühl und Vertrauen. Das lernt man mit der Zeit“, sagt Frauke.

Trainingszeiten
Mittwochs und freitags: jeweils von 18.30 Uhr bis 20 Uhr im Sportcenter Lütten Klein, Danziger Str. 45c, rechte Turnhalle, Rostock


Preis: 5 Euro/ Probestunde
verein@bagua-online.de, ☎ 01 76 / 61 25 87 20, www.bagua-online.de

 



Grit Schreiter

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