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Bentwisch verpennt Anfangsphase

Bentwisch verpennt Anfangsphase

Im Nachbarschaftsduell gegen Pastow unterliegt der FSV mit 1:4. Gegner des Rostocker FC sagt Spiel ab.

BentwischVerbandsliga: FSV Bentwisch — SV Pastow 1:4 (1:3). Die Heimspiele gewinnen — das war die Ansage von Bentwisch-Trainer Enrico Neitzel an seine Mannschaft im Abstiegskampf. Doch am Samstag war diese Vorgabe schnell über den Haufen geworfen. Im Derby gegen den SV Pastow lagen seine Schützlinge bereits nach 14 Minuten mit 0:3 hinten — die Basis für die vierte Schlappe im fünften Rückrundenspiel.

„Wir haben das Spiel in den ersten 15 Minuten abgegeben“, schüttelte Neitzel mit dem Kopf. Zwar hatte sein Team die erste Chance des Spiels, doch die Gäste — als Tabellenfünfter angereist — schlugen in der Anfangsphase eiskalt zu. Den Führungstreffer erzielte Hendrik Sievert schon nach fünf Minuten. Weitere fünf Minuten später legte Felix Ernst zum 2:0 nach. Winter-Neuzugang Eric Waterstraat stellte in der 14. Minute per Foulstrafstoß auf 3:0 und sorgte für Entsetzen auf der Bentwischer Bank. Dort sackte Enrico Neitzel erst einmal zusammen.

Wenige Minuten später trieb er seine angeschlagene Mannschaft wieder an. „Wir haben uns danach zurückgekämpft“, merkte Neitzel an. Nach einem seltenen spielerischen Moment in der FSV-Darbietung schickte David Johl das Leder gezielt mit dem linken Fuß flach in die lange Ecke — unerreichbar für Pastows Keeper Danny Zimmermann: 1:3, der Pausenstand.

„In der zweiten Halbzeit haben wir das Spiel dann gemacht, waren aber nach vorn einfach nicht zwingend genug“, sagte Neitzel. Das Bemühen war seiner Elf nicht abzusprechen. Doch auch gegen in Halbzeit zwei schwache Pastower fehlte der aktuellen Bentwischer Besetzung die Qualität, wirklich druckvoll zu werden und das Spiel zu drehen. Die gefährlichsten Szenen resultierten aus Fernschüssen:

Zimmermann parierte einen Abschluss von FSV-Kapitän Christopher Kaminski stark (69.). Zudem traf Christoph Lüth aus der Distanz die Oberlatte (80.). Selbst die völlig überflüssige gelb-rote Karte für Pastows Jan-Erik Weinkauf (75./wegen eines zu schnell ausgeführten Freistoßes) änderte am Ausgang des Spiels nichts mehr. Maik Bormann setzte in der Nachspielzeit den Schlusspunkt für die Gäste.

„Mich ärgert, dass hier während der Woche ständig davon die Rede war, dass man gegen die Teams von oben nicht gewinnen muss. Aber in so einem Derby müssen wir wenigstens auch mal einen Punkt holen“, kritisierte Neitzel. Da die Konkurrenten im Abstiegskampf auch nicht punkten konnten, bleibt Bentwisch Tabellenzwölfter mit fünf Punkten Vorsprung auf die Abstiegszone.

Pastows Trainer Andreas Seering war nach zuletzt drei Niederlagen in Serie erleichtert: „Ein Erfolg zur richtigen Zeit. Man hat uns die Verunsicherung angesehen. Daher ist der Sieg doppelt wichtig.“

FC Anker Wismar — Sievershäger SV 4:1 (3:0). Drei Tage nach dem 1:0-Triumph im Landespokal-Halbfinale trafen die Sievershäger am Sonnabend erneut auf Anker. In der Liga nahmen die Wismarer erfolgreich Revanche. „Wir waren die ersten 15 Minuten gar nicht auf dem Platz. Das war blutleer“, haderte SSV-Trainer Jens Hillringhaus. Wismars Sebastian Schiewe hatte schon nach vier Minuten einen Doppelpack geschnürt. Vor der Pause (34.) machte er daraus sogar einen lupenreinen Hattrick.

„In der Halbzeit musste den Jungs der Kopf gewaschen werden. Nach der Pause ist es uns dann gelungen, an die Leistung von Mittwochabend anzuknüpfen“, sagte Hillringhaus. Tom Wilke erzielte schnell den Anschlusstreffer (49.). Den Sievershägern boten sich danach weitere Chancen, die ungenutzt blieben. In der Nachspielzeit stellte Wismar den alten Abstand wieder her. „Aufgrund der desolaten Leistung in der ersten Hälfte geht die Niederlage in Ordnung“, so Hillringhaus.

Rostocker FC — 1. FC Neubrandenburg II 3:0. Einen kampflosen 3:0-Sieg gab es gestern für den RFC. Die Neubrandenburger Reserve reiste nicht an. „Neubrandenburg hat uns am Vormittag per Mail Bescheid gegeben, dass sie nicht genügend Spieler zusammenbekommen. Schade, wir hätten gern gespielt“, sagte RFC-Coach Jan Kistenmacher.

 



Daniel Heidmann

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