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Bornholm-Rennen: Rostocker Crew war am schnellsten

Warnemünder Woche: Segler der Regatta „Rund um Bornholm“ ausgezeichnet Bornholm-Rennen: Rostocker Crew war am schnellsten

Das Schiff „SEB“ kam bei der Seebahn-Regatta „Rund um Bornholm“ als erstes wieder im Warnemünder Hafen an. Für die Mannschaft war es eine gemütliche Tour auf der Ostsee.

Warnemünde. Sie erreichten am frühen Mittwochmorgen um 3.08 Uhr als erstes der über 60 Schiffe der Regatta „Rund um Bornholm“ wieder den Warnemünder Hafen. „Es war relativ unspektakulär. Es war stockfinster“, sagt Matthias Marx von der Crew der „SEB“. Doch wenn man sie als Sieger anspricht, bremsen alle sofort. „Also das sind wir nicht“, betont Oliver Schmidt-Rybandt.

„Wir sind das sogenannte ‘first ship home‘. Das bedeutet nicht, dass wir Gesamtsieger sind“, erklärt er weiter.

So einfach ist es bei dieser Traditionswettfahrt nicht. Um die verschiedenen gestarteten Bootstypen unter gleichen Bedingungen bewerten zu können, wird die gesegelte Zeit mit einem Koeffizienten multipliziert. Nach dieser Berechnung belegte die „SEB“ Platz vier. „So wird die seglerische Leistung der Crew deutlich. Man gewinnt nicht, bloß weil man das beste Boot hat“, erklärt Matthias Marx.

Und die „SEB“ gehörte zu den besten Schiffen im Starterfeld.

Schmidt-Rybandt, Marx und Co. gingen am Montagnachmittag mit einer VO 60-Yacht an den Start. „Das sind die Original-Renn-Yachten, die im Jahr 2002 beim Volvo Ocean Race im Einsatz waren“, sagt Schmidt-Rybandt. Die Firma Speedsailing im Rostocker Stadthafen erwarb drei dieser Boote. Heute dienen sie als Übungsschiffe für Gäste. Aber einmal im Jahr erfüllen die Hightech-Renn-Yachten ihren eigentlichen Zweck. „Dann fordern wir die Boote im Rennen und uns selbst“, so Schmidt-Rybandt.

Das Team um Steuermann Martin Buck galt im Vorfeld als Favorit. Nicht zuletzt, weil die Crew auch in den drei vorangegangen Jahren stets die erste im Warnemünder Hafen war. „Wir melden uns jedes Jahr an, um den Rekord für dieses Rennen zu brechen“, schmunzelt Marx. Der liegt bei 28,5 Stunden. „Wir hätten diese Zeit pulverisiert, wenn der Start 20 Stunden später stattgefunden hätte. Zum Ende des Rennens wurde es erst richtig nett“, meint Schmidt-Rybandt. Stattdessen war es für das Rostocker Schiff unter schwedischer Flagge eine lockere Tour. „Ich bin zum achten Mal dabei gewesen. So gemütlich war es noch nie. Wir mussten nur sechs Segelwechsel durchführen. Dennoch war es wunderschön“, sagt Schmidt-Rybandt.

Ehre wem Ehre gebührt: Für die schnellste gesegelte Zeit wurde die Crew am Warnemünder Leuchtturm dennoch ausgezeichnet.

 

Daniel Heidmann

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