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Sport Rostock Doberaner Handballer verlieren Landesderby
Mecklenburg Rostock Sport Rostock Doberaner Handballer verlieren Landesderby
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15:09 28.10.2018
Er zeigte einmal mehr, wie wertvoll er für den DSV ist: Yan Vizhbovskyy (am Ball). Der Ukrainer erzielte sechs Tore. Quelle: Anja Ott
Bad Doberan

Sie ließen die Köpfe hängen und nach Reden war ihnen auch nicht zumute: Die Oberliga-Handballer das Bad Doberaner SV haben das MV-Derby gegen den hohen Favoriten HSV Insel Usedom unglücklich verloren. Vor über 300 Zuschauern in der heimischen Stadthalle standen sie am Sonnabend vor einer faustdicken Überraschung, mussten sich dem Tabellenzweiten jedoch durch einen Treffer 22 Sekunden vor der Schlusssirene mit 30:31 (14:13) geschlagen geben.

Mit ein wenig Abstand begaben sich die DSV-Akteure dann aber doch auf die Suche nach den Ursachen für die neuerliche Pleite. Einige haderten zwar mit den mit den Schweriner Unparteiischen Philipp Fiehn und Daniel Sarakewitz, die in der dramatischen Endphase tatsächlich eine krasse Fehlentscheidung zuungunsten der Hausherren trafen, doch letztlich herrschte Einigkeit: Die knappe Niederlage nach zwischenzeitlicher 18:13- Führung war vor allem auf eigene Fehler zurückzuführen.

So monierte Trainer Lars Rabenhorst „dumme Zweiminutenstrafen“. In der Tat waren sie eine der Ursachen dafür, dass aus dem 18:13 (35.) viel zu schnell ein 20:20 (43.) wurde. Innerhalb von gut drei Minuten dezimierten sich die Einheimischen dreimal selbst, mussten über 100 Sekunden sogar in doppelter Unterzahl agieren. Diese Einladung ließen sich die cleveren Gäste, die allerdings zeitweilig recht ratlos gegen stark kämpfende Münsterstädter agierten, nicht entgehen.

DSV-Kapitän Sebastian Prothmann legte den Finger in die Wunde. „Wir standen in der zweiten Halbzeit in der Abwehr nicht mehr so kompakt und haben viel zu viele Konter verworfen“, analysierte der Schlussmann, der den zuletzt hochgelobten HSV-Keeper Lech Krynski lange Zeit klar ausstach. Der junge Jan-Eric Traub verstand die (Handball-)Welt nicht mehr. „Wir haben viel besser gespielt als zuletzt, aber wieder verloren. Usedom war halt einen Tick cleverer als wie“, befand der 19-Jährige, der erneut Kostproben seines Könnens gab.

Für die optischen Höhepunkte des DSV-Spiels sorgte aber einmal mehr Yan Vizhbovskyy (6 Tore), dessen Würfe aus dem Handgelenk selbst bei den Gästen für ungläubiges Staunen sorgten. Der 41-Jährige war es auch, der mit dem 26:25 (52.) eine Schlussphase einläutete, in der die Einheimischen bis zum 30:29 (58.) stets einen Treffer vorlegten. Dass die Usedomer im Rennen blieben, verdankten sie Marcus Deutsch, der fünf seiner sechs Treffer in den letzten zwölf Minuten erzielte, wobei es die DSV-Abwehr dem 25-Jährigen allerdings viel zu einfach machte.

Der DSV (4:10 Punkte), der nach der Niederlage wieder auf den letzten Tabellenplatz zurückgefallen ist, sollte aus dieser Partie bei allem Frust Hoffnung zehren. „In dieser Form können die Doberaner gar nicht absteigen“, sagte HSV-Trainer Nico Heidenreich nach der Partie. Am kommenden Sonnabend tritt der DSV erneut in eigener Halle an – bereits um 17.30 Uhr gegen den VFV Spandau (6:12/Rang 12). Dann ist ein Sieg Pflicht.

Statistik

Bad Doberaner SV: Prothmann, F. Voigt – S. Voigt 5/3, Rasch 2, Traub 2, Jahn 1, Stöwsand 1, Sachse, Glaser 2, Meyer 3, Schulz 5, Holst, Lehwald 3, Vizhbovskyy 6.

HSV Insel Usedom: Krynski, Küster – Schmidt 5, Glende 5, Loof 9/3, Nowomiejski 2, Wicht 2/2, Deutsch 6, Gürgens, Dübner, Neidel 2.

Siebenmeter: DSV 4/3, HSV 7/5.

Strafminuten: DSV 14, HSV 4.

Burkhard Ehlers

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