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Extremwettkampf: Athleten testen ihre Grenzen

Mehrkampf Extremwettkampf: Athleten testen ihre Grenzen

Bei der Premiere des „Xtreme Coast Race“ hatte der Gewinner nur sieben Sekunden Vorsprung. Veranstalter Roman Klawun erhielt für diese Eventidee viel Lob.

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Thomas Reppich paddelte im Outrigger die schnellste Zeit. Mit seinem Team landete er auf dem zweiten Rang.

Mehrkampf. „Ich hätte keine Schokolade darauf verwettet, dass es am Ende so eng wird“, zeigte sich Roman Klawun mitgerissen von der ersten Auflage des „Xtreme Coast Race“. Mit gerade einmal sieben Sekunden Vorsprung paddelte Maik Lojak mit seinem Surfski als Erster ins Ziel am Warnemünder Strand. Der Wassersportler sowie Karl Westphal, Lars Lindstädt und Thomas Winkelmann bildeten das Siegerquartett.

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Thomas Reppich paddelte im Outrigger die schnellste Zeit. Mit seinem Team landete er auf dem zweiten Rang.

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Organisator Klawun und das Pro-Event-Team veranstalteten die Premiere des Wettkampfes mit vier Disziplinen. Über eine Strecke von 88 Kilometern kämpften sich sechs Teams mit je vier Athleten von Wismar bis nach Warnemünde. Vor 18 Monaten kam Klawun die Idee, mal etwas Verrücktes an der Küste zu veranstalten. „Ich wollte die Sportarten an Land mit denen auf dem Wasser verbinden. Da ich Leute aus dem Outrigger-Bereich kennenlernte, reifte die Idee immer mehr“, erklärt Klawun. Der Startschuss für das „Xtreme Coast Race“ erfolgte am Sonntagmorgen um 10 Uhr in Wismar mit dem 20-Kilometer-Lauf auf die Insel Poel.

Karl Westphal von der TG Trizack Rostock absolvierte diese Distanz als Schnellster. Damit schickte er seinen Teamkollegen Lars Lindstädt vom SV Breitling als Erster in die zweite Etappe. Diese mussten die Sportler mit einer Art Kanu, dem „Outrigger“, meistern. Es war vielleicht der anspruchsvollste Teil der gesamten Renndistanz. Die Strecke von der Insel Poel bis zum Salzhaff nach Rerik betrug 22 Kilometer und hatte es besonders in sich. „Der Wind kam extrem von der Seite und von vorne. Dazu verringerte Seegras auf dem Wasser manchmal unsere Geschwindigkeit“, beschreibt Thomas Reppich die Verhältnisse unterwegs. Er überholte Lindstädt, womit er seinen Mannschaftskameraden Dennis Weu als Erstes auf die Strecke für das Radfahren schickte.

Hier setzte sich das Kopf-an-Kopf-Rennen fort. Weu behauptete seine Führung auf der 29 Kilometer langen Distanz von Rerik nach Klein Bollhagen. Der Vorsprung schrumpfte allerdings auf knapp drei Minuten. Dass die Abstände immer enger wurden, lag auch an Thomas Winkelmann.

Der Radfahrer von der TG Trizack machte ein ordentliches Tempo auf der Strecke. Er war begeistert: „Es ist wirklich sehr reizvoll, dass in dieser Region solch ein Event stattfindet. Ich finde, es ist sehr gut organisiert.“

Auch Wechselposten Michael Peez war voll des Lobes: „Es ist mal etwas ganz Neues und man sieht den Athleten an, dass es ihnen Spaß macht.“

Auf der letzten Etappe mussten die Athleten 18 Kilometer im Surfski absolvieren. Dabei trieben die Sportler ein leichtgewichtiges Kajak durch Muskelkraft mit einem Doppelpaddel an. Die Spannung im Ziel am Warnemünder Strand (Höhe Hotel Neptun) stieg.

Maik Lojak und Simon Petereit lieferten sich einen offenen Schlagabtausch. Lojak hatte kurz vor der Ziellinie mehr Kraftreserven. Bei der Zeit von 5:35:29 Stunden riss er erschöpft als Sieger die Arme in die Höhe. Nur sieben Sekunden später — auf der Strecke von 88 Kilometern ein Wimpernschlag — kam Petereit rein. Seine Teamkollegen Matthias Ahrensburg, Reppich und Weu freuten sich trotz des mehr als knapp verpassten Sieges über den zweiten Rang.

Auf der Siegerehrung war Organisator Klawun eine große Erleichterung anzumerken:„Mir fällt ein riesiger Stein vom Herzen, dass alles so gut geklappt hat. Die Idee, die wir vor ein paar Jahren hatten, funktioniert.“

Es macht mich sehr glücklich, dass diese Idee funktioniert.“Roman Klawun, Organisator

 

Johannes Weber

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