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Rostock Für Masterarbeit: Studentin „verhört“ spendable Touristen
Mecklenburg Rostock Für Masterarbeit: Studentin „verhört“ spendable Touristen
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00:00 12.07.2013
Warnemünde

Welchen wirtschaftlichen Einfluss hat das Sportevent Warnemünder Woche auf die Re- gion? Dieser Frage geht Studentin Madlen Diedering bei einer Umfrage während der Segelwoche nach. Die 26-Jährige studiert Sport und Eventmanagement an der University of Southern Denmark im dänischen Esbjerg und schreibt ihre Masterarbeit über das Sportereignis Warnemünder Woche.

„Ich untersuche den ökonomischen Effekt für die Region“, erläutert die gebürtige Greifswalderin. Das heißt: Wie viel frisches Geld kommt in die Region? „Wir suchen Urlauber, die gezielt herkommen und Geld hier lassen“, sagt Diedering.

Hintergrund ihrer Umfrage: Bei Großveranstaltungen wie Weltmeisterschaften werden Steuergelder in Infrastruktur und Stadien gesteckt. „Der Protest in Brasilien aber zeigt, dass das Geld eher für andere Dinge benötigt wird“, sagt Diedering. „Meist stehen die Stadien nach der WM leer, für die Stadt ist das negativ.“

Die Studentin möchte gern wissen, wie das bei kleinen Sporthöhepunkten aussieht. „Klar gibt es für die Region eine Image-Aufwertung, aber das kann man mit Geld nicht vergleichen“, sagt Diedering.

Zusammen mit ihren Freunden befragt sie täglich von 11 bis 17 Uhr Gäste auf dem Veranstaltungsgelände zwischen Altem Strom, Leuchtturm und Promenade. Im Schnitt schaffen die Frauen 100 Fragebögen am Tag. „Es ist Überzeugungsarbeit, aber ich kann mich nicht beschweren“, sagt Diedering. Bis November hat die Studentin Zeit, ihre Masterarbeit zu schreiben.

al