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Rostock Hochspannung zum Auftakt der MV-Liga
Mecklenburg Rostock Hochspannung zum Auftakt der MV-Liga
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00:00 10.09.2013

Handball — Was für ein Auftakt in die neue Saison in der Mecklenburg-Vorpommern-Liga der Männer: Am ersten Spieltag schenkten sich die Mannschaften am Sonnabend nichts. Sowohl in Marienehe, wo die zweite Mannschaft des HC Empor Rostock auf den Ribnitzer HV traf, als auch in Schwaan (gegen den TSV Bützow) und in Grimmen, wo der SV Warnemünde Farbe bekennen musste, ging es hoch her. Am Ende mussten sich die Mannschaften aus der Region allesamt knapp geschlagen geben.

Besonders schlimm erwischte es den HC Empor II. Die Rostocker mussten nicht nur eine 26:29 (13:13)-Niederlage einstecken. Zu allem Übel verletzte sich auch noch Spielmacher Maximilian Lendner schwer an der Schulter. Lendner hatte bis dahin ein gutes Spiel gemacht, stieß in der 42. Spielminute aber unglücklich mit dem Ribnitzer Michael Jacobsen zusammen und musste nach längerer Behandlung mit dem Krankenwagen abtransportiert werden. „Es ging alles recht schnell. Aber das passiert. Jetzt gilt es, nach vorne zu gucken. Erst mal heißt es Ruhe und dann arbeiten, um wieder spielen zu können“, sagte Lendner gestern: „Die Mannschaft hat trotz der Niederlage ein gutes Spiel gemacht, auf das man aufbauen kann.“

Kurz nach der Verletzungsunterbrechung brachte der starke Sebastian Voigt die Rostocker ein letztes Mal in Führung, 19:18 (45.). Beide Seiten lieferten sich einen offenen Schlagabtausch. Es ging lange hin und her. Erst in der Schlussviertelstunde übernahmen die Ribnitzer das Zepter, legten fortan vor und setzten Empor damit unter Druck. Peter Wilfert brachte Rostock ein letztes Mal ran, 25:26 (58.). Doch dann verloren die Gastgeber den Ball mehrfach leichtfertig und liefen in Konter. Innerhalb weniger Sekunden zog Ribnitz vorentscheidend davon. Die ehemaligen Warnemünder Peter Wüstemann und Christoph Rasch sowie der Ex-Rostocker Steffen Wiegratz trafen zum 25:29 (59.).

„Kein Vorwurf an die Jungs. Sie haben super gekämpft. Nach der Verletzung gab es einen kleinen Bruch. Ich hoffe, es ist nicht so schlimm“, konstatierte Empor-Trainer Klaus-Dieter Wiegratz, der die Mannschaft gemeinsam mit Rückkehrer Rüdiger Klein betreut. Klarheit sollte ein MRT-Untersuchung gestern Nachmittag bringen.

Bitter war auch das 27:28 (14:14) des SV Warnemünde beim HSV Grimmen. Die Gäste führten in der 55. Minute mit 25:22. Dann versagten die Nerven. Sechs Sekunden vor Schluss traf Steve Salbrecht zum umjubelten Heimerfolg. „Morgen fragt keiner mehr danach, wie der Sieg zustande kam“, freute sich HSV-Trainer Christoph Pohle. Sein Gegenüber Mathias Schwarz haderte: „Diese Führung hätten wir nach Hause bringen müssen.“ Vielleicht entscheidend: Warnemündes Torhüter hielten kaum einen Ball. „Das Spiel stimmte, die Leistung stimmte, das Ergebnis nicht. Aber es werden noch andere Mannschaften in Grimmen verlieren“, versuchte Schwarz seine Schützlinge wieder aufzubauen.

Aufbauarbeit musste auch Trainer Detlef Lankowski vom Schwaaner SV leisten. Die Bekestädter unterlagen im Derby dem TSV Bützow mit 19:20 (10:8). Zwei Minuten vor Schluss traf Thomas Dahlmann zur 19:18-Führung. Danach vergab der SSV seine Angriffe leichtfertig.

Tommy Bastian

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