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Nasenbären sind heiß auf die neue Saison

Rostock Nasenbären sind heiß auf die neue Saison

Mit fünf Teams startet der Inline-Skaterhockeyclub in die Spielzeit. Höhepunkt wird der Europapokal in Rostock.

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Nasenbären-Stürmer Jürgen Brümmer (l.) scheitert am gegnerischen Torwart.

Quelle: Tommy Bastian

Rostock. Ein fettes Ausrufezeichen konnte der 1. Inlinehockey Club (IHC) Rostock in Hannover setzen. Nach einem 4:8-Rückstand drehten die Nasenbären die Partie gegen die Hannover Hurricanez und gewannen noch mit 9:8 (2:3, 1:4, 6:1). „Was die Mannschaft ablieferte, war nicht nur Kampf, das war auch Wille und Einsatzbereitschaft in höchster Perfektion“, freute sich Spieler Felix Birkholz. Besser konnte der Absteiger aus der 1. Bundesliga kaum starten. Auch wenn die Saison erst am 3. Mai zu Hause gegen die Berlin Buffalos fortgesetzt wird, ist die Euphorie riesengroß.

Dass liegt jedoch nicht nur an dem Start nach Maß. Die Nasenbären erfahren derzeit einen Hockeyboom. Der Zulauf ist so groß, dass die Nasenbären gleich fünf Mannschaften für den Spielbetrieb melden konnten, allein drei davon zählen zum Nachwuchs. Mit einer U 10, einer U 13 und einer U 16 ist die Jugend vertreten. „Die spielerische und mentale Entwicklung steht dabei im Vordergrund.

Teilnehmen ist alles“, sagt Vereinschef Christian Ciupka. „Die Jugend ist als Basis das allerwichtigste im Vereinssport“, betont Ciupka. Für die Zukunft sieht er den IHC bestens aufgestellt. Ein Grund dafür ist auch die seit dem vergangenen Jahr bestehende Kooperation mit dem Rostocker Eishockeyclub. „Durch den Austausch von Spielern ist eine dauerhafte Konstanz im Spielbetrieb gewährleistet. Jetzt kann man sehen, dass diese Zusammenarbeit Früchte trägt“, freut sich der Obernasenbär.

Während im Nachwuchs die Entwicklung im Mittelpunkt steht, spielen bei der zweiten Herrenmannschaft die Ergebnisse eine größere Bedeutung. Nach dem Aufstieg in die Regionalliga Nord gibt es vorerst nur ein Ziel: „Der Klassenerhalt hat Priorität“, meint Ciupka. Viele neue, besonders junge Spieler sind dazu gekommen. Allein fünf von ihnen sind noch keine 19 Jahre alt. Daher gilt es zunächst, ein Gerüst zu formen, damit die Mannschaft diesem Anspruch gerecht werden kann.

Entscheidende Veränderungen gab es auch in der ersten Mannschaft. Trainer Mario Breneizeris hat dem Klub nach einem Jahr wieder verlassen, aus Kostengründen. Ciupka fungiert seit Saisonbeginn wieder als Spielertrainer. Außerdem müssen die Abgänge der drei dänischen Nationalspieler Mads Tolstrup Nielsen sowie Kristian und Soeren Damgaard kompensiert werden. Ob dies ohne weiteres möglich ist, wird die Saison zeigen. Der Sieg gegen Hannover war ein Anfang. Jetzt sollen weitere Triumphe folgen. Selbst der Wiederaufstieg ist möglich, glaubt Ciupka. „Wir haben hoffnungsvolle Neuzugänge und eine schlagfertige Truppe. Ich sehe uns auf Augenhöhe mit den besten Teams“, gibt sich der 33-Jährige optimistisch. „Trotzdem müssen wir nicht auf Biegen und Brechen aufsteigen. Der Spaß und die Entwicklung sollen im Vordergrund stehen.“

Auch in dieser Spielzeit wird die Ospa-Arena Austragungsort für die Heimspiele der Nasenbären sein. Darüber hinaus ist sie vom 1. bis zum 3. August Austragungsort für ein bedeutendes Spektakel im Hockeysport: den Europapokal. Als Höhepunkt des Jahres blickt man diesem erwartungsvoll entgegen. „Das ist eine große Sache für uns. Es ehrt uns, als Zweitligist Veranstalter für dieses Ereignis sein zu dürfen. Rostock verfügt offensichtlich über überzeugende Argumente“, meint Ciupka stolz. Die Vorbereitungen darauf laufen. Zehn europäische Top-Teams werden an dem Turnier teilnehmen. „Unsere Mannschaft hat eine Wildcard vom Verband als Anerkennung für die gute Arbeit in den vergangenen Jahren erhalten“, erzählt Nasenbären-Sprecher Jens Hagen. Unabhängig vom Abschneiden blicken die Rostocker schon jetzt mit breiter Brust auf die erbrachten Leistungen der vergangenen Jahre, in denen sie auch ihre Spielfeldbegrenzung in Eigenregie bauten.

Erstes Heimspiel wird am 3. Mai ausgetragen
03.05., 19 Uhr Berlin Buffalos
10.05., 19 Uhr SaltCityBoars Lüneburg
17.05., 19 Uhr Engelbostel Devils
07.06., 19 Uhr DW Kassel Wizards
14.06., 19 Uhr Hannover Hurricanez
09.08., 19 Uhr Commanders Velbert
10.08., 16 Uhr Sauerland Steel Bulls
16.08., 19 Uhr Bremerhaven Whales
31.08., 17 Uhr Duisburg Ducks
Alle Spiele werden in der Ospa-Arena ausgetragen.

Dort sind die Nasenbären vom 1. bis 3. August erstmals in der Vereinsgeschichte auch Ausrichter für den Europapokal mit zehn europäischen Top-Teams. Rostock darf mit einer Wildcard starten.

• Internet:
rostocker-nasenbaeren.de
Der Europa- pokal wird der Höhepunkt.“Nasenbären-Chef Christian Ciupka (33)

 



Flemming Goldbecher

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