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Nasenbären vor Abstiegsendspiel

Rostock Nasenbären vor Abstiegsendspiel

Rostocker Inlinehockey-Cracks reisen ersatzgeschwächt nach Krefeld. Unentschieden reicht zum Klassenerhalt.

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Piranhas Paul Stratmann (r.) ist in Krefeld definitiv nicht dabei, Jürgen Brümmer fraglich.

Quelle: Tommy Bastian

Rostock. Für die Rostocker Nasenbären heißt es am Sonnabend (18 Uhr, Horkesgath-Arena): alles oder nichts. Am letzten Spieltag der 1. Inline-Skaterhockey-Bundesliga gastiert das Team von Trainer Mario Breneizeris beim Tabellenvorletzten Crefelder SC (11. Platz, 104:203 Tore, 9 Punkte). Den Rostockern (10. Platz, 108:213 Tore, 10 Punkte) droht nach nur einem Jahr wieder der Absturz in die Zweitklassigkeit. Die Krefelder stehen auf dem ersten Abstiegsplatz. Aber ein Remis nach 60 Minuten reicht Rostock schon zum Klassenerhalt. Die Gäste könnten sich sogar eine Niederlage in der Verlängerung erlauben, weil sie das Hinspiel nach regulärer Spielzeit mit 11:6 gewonnen haben. „Taktisch haben wir eine gute Ausgangslage. Der direkte Vergleich zählt bei Punktgleichheit, nicht das Torverhältnis“, betont Nasenbären-Chef Christian Ciupka deshalb hoffnungsvoll.

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Piranhas Paul Stratmann (r.) ist in Krefeld definitiv nicht dabei, Jürgen Brümmer fraglich.

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Das Problem: Zuletzt reisten die Rostocker mit gerade einmal sieben Feldspielern nach Iserlohn und kassierten prompt eine 3:18-Klatsche. „Das war schon enttäuschend. Aber den Jungs, die dabei waren, konnte ich keinen Vorwurf machen“, betonte anschließend Nasenbären-Trainer Mario Breneizeris, dessen Zukunft über das Saisonende hinaus noch ungewiss ist. Breneizeris geht davon aus, dass diesmal „mehr Spieler zur Verfügung stehen werden“. Doch danach sieht es nicht aus. „Acht schlagkräftige Leute sollten wir zusammenbekommen und auch die Mindestspieleranzahl erfüllen, die vom Verband vorgegeben ist“, sagt aber Christian Ciupka, um dann zu ergänzen: „Allerdings sind Jürgen Brümmer und Christian Herrmann noch fraglich.“ Diese beiden und Ciupka selbst gehören jedoch zu den acht Stammspielern, die dabei sein sollen. Chris Otten und die dänischen Brüder Kristian sowie Søren Damgaard kehren ins Aufgebot zurück. Landsmann Mads Tolstrup Nielsen soll wieder das Tor hüten, zuletzt half er noch als Feldspieler aus. Dafür werden die Ersatzmänner Felix Thomas (Arbeit) und Henry Thode (verletzt) fehlen. Nicht dabei sein können auch die Eishockeyspieler des Rostocker EC (REC), die in diesem Jahr schon für die Nasenbären aufgelaufen waren. Die Piranhas sind am Wochenende selbst zweimal aktiv, bestreiten ihre ersten beiden Vorbereitungsspiele gegen Berlin.

„Die Situation ist nicht optimal, das ist klar. Aber wir spielen eben alle nur zum Spaß. Für uns war die 1. Bundesliga vom ersten Tag an eine große Herausforderung. Das darf man nicht vergessen“, betont Christian Ciupka: „Wir haben beinahe das Optimum herausgeholt, könnten bei etwas mehr Glück schon durch sein. Aber auch ein Abstieg wäre kein Beinbruch.“ In der 2. Bundesliga gäbe es weniger Pflichten von Verbandsseite und auch die Fahrtkilometer würden sich verringern. In dieser Saison legten die Rostocker pro Auswärtsspiel etwa 1200 Kilometer zurück. Vielleicht noch prekärer: Selbst zu Heimspielen reisten viele Spieler und der Trainer stundenlang an. Sie kommen aus Hamburg, Berlin, Dänemark, Lübeck und Braunschweig. Gemeinsame Trainingseinheiten wurden kaum durchgeführt. „Auf Dauer kann man so in der 1. und 2. Bundesliga nicht bestehen“, gibt Christian Ciupka offen zu. Deshalb möchte der Nasenbären-Präsident in Zukunft die Zusammenarbeit mit den Piranhas ausbauen. Da wirkt es wie ein Geschenk, dass Ciupka seit dieser Saison auch seine Schlittschuhe wieder für den REC schnürt.

„Der REC ist uns entgegengekommen. Nach dem Ende der Inline-Hockeysaison wollen wir den Piranhas helfen“, sagt Ciupka: „Vielleicht können wir Rostock für Hockeyspieler interessanter machen, indem wir den Aktiven ein Ganzjahressportangebot schaffen.“ Auch REC-Präsident Peter Dickmanns hatte bereits vor Wochen angekündigt: „Wir streben eine Zusammenarbeit an, von der Nasenbären und Piranhas profitieren.“ Fortsetzung folgt . . .

Ausgangslage
Tabellenende 1. Bundesliga

10. Rostocker Nasenbären   108:213 10

11. Crefelder SC   104:203 9

12. Bremerhaven Whales   97:247 4

Modus: Sieg nach 60 Minuten: 3 Punkte; Sieg nach Verlängerung/Penalty: 2 Punkte, Verlierer 1 Punkt.

Bei Punktgleichheit zählt der direkte Vergleich. Hinspiel: 11:6 für Rostock.

 

Tommy Bastian

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