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Pastow unterliegt im Spitzenspiel

Pastow Pastow unterliegt im Spitzenspiel

Landesligist muss sich Ribnitz-Damgarten 0:2 geschlagen geben. Hansas Oberliga-Reserve punktet in Unterzahl.

FußballLandesliga: SV Pastow — PSV Ribnitz-Damgarten 0:2 (0:1). Die Pastower Spielerköpfe hingen am Sonnabend, als würde der Verbandsliga-Aufstieg verspielt worden sein. Ein gewisser Endspielcharakter schwebte über dem Landesliga-Spitzenspiel. Dementsprechend war das 0:2 gegen Ribnitz-Damgarten ohne Frage ein herber Dämpfer für die Pastower Aufstiegsambitionen. Doch: „Es ist ja nichts weiter passiert. Die Nachholspiele muss Ribnitz erst einmal gewinnen“, relativierte Pastows Coach Andreas Seering gleich nach Abpfiff.

In der Tat, der aktuelle Blick auf die Landesliga-Tabelle ist trügerisch. Die Bernsteinstädter haben weiterhin vier Zähler Rückstand auf Pastow, allerdings auch noch vier Nachholspiele zu bestreiten.

Im optimalen Fall stünde der PSV satte acht Punkte vor den Randrostockern. Gewiss ist bislang aber nur, dass Pastow es nicht mehr selbst in der Hand hat. „Ribnitz ist jetzt im Vorteil. Wir müssen auf Ausrutscher hoffen und weiter Druck machen“, zuckte Mittelfeldakteur Sören Hickstein die Schultern.

Druck machen — das gelang Pastow am Sonnabend nicht wirklich. Die Gäste verstanden es, den engen Kunstrasenplatz für sich zu nutzen, machten die Räume extrem eng und schalteten blitzschnell um. Der frühe Führungstreffer durch Lars Bastian (14.), der mit Tempo in das Zuspiel von Marc Kuster ging und an Pastows Keeper Martin Ahrens vorbei ins Tor schob, spielte dem Ribnitzer Konterfußball in die Karten.

Pastow war gefordert. Lediglich ein Torschuss von Hickstein (13.) und eine sehr gute Möglichkeit durch Tobias Knechtel (38.), die PSV-Keeper Marco Kracht gut parierte, sprangen in den ersten 45 Minuten heraus. Nach dem Seitenwechsel verloren die Hausherren dann früh die Geduld und suchten ihr Heil in langen Bällen. „Spielerisch war das insgesamt zu schwach. Wir haben probiert über hohe, lange Bälle Druck aufzubauen“, erklärte Andreas Seering. Allerdings blieb das ohne Erfolg. Selbst das Vorziehen vom 1,98 Meter-Hünen Steffen Seering brachte keine Besserung. In den Kopfballduellen waren die Pastower allzu oft nur zweiter Sieger. Ein Linksschuss von Sören Hickstein, der am Außenpfosten landete (77.), war das Gefährlichste des (noch) Spitzenreiters. „Man hat schon gemerkt, dass uns in der Offensive Spieler wie Carsten Schmidt und Felix Ernst gefehlt haben“, stellte Seering fest. Beide werden noch etwa drei bis vier Wochen fehlen.

Ribnitz machte seinem Ruf als beste Kontermannschaft der Liga alle Ehre. Lars Bastian umkurvte in der 82. Minute Keeper Ahrens, scheiterte aber aus spitzem Winkel am Pfosten. Nur zwei Minuten später machte er es besser und entschied die Partie nach mustergültiger Vorlage von Adrian Kleinfeldt.

„Das war spielerisch heute nicht gut genug. Ribnitz war einfach kaltschnäuziger. Am Ende ist der Ausgang okay“, musste Sören Hickstein anerkennen.

PSV Wismar — TSV Graal-Müritz 1:2 (1:1). Mike Werner konnte gestern seinen ersten Sieg als Graal-Trainer feiern. Nach Rückstand (29.) drehte seine Mannschaft die Partie durch Treffer von Marcel Fischer (40.) und Hendrik SIevert (68.) noch. „Kein berauschendes Spiel, aber ein enorm wichtiger Sieg. Die Mannschaft hat gezeigt, dass sie das Gewinnen nicht verlernt hat“, so Werner.

Güstrower SC — SV Hafen Rostock 1:1 (0:1). Im Abstiegskampf punktete Hafen beim Tabellendritten. Gunnar Krenth brachte die Rostocker schon nach acht Minuten in Führung. Den Ausgleich musste Hafen nach 76 Spielminuten hinnehmen. Der Vorsprung auf die Abstiegsplätze beträgt nun sechs Zähler.

Verbandsliga: Rostocker FC — FC Schönberg 2:5 (2:2). Nach guter Anfangsphase musste der RFC einen Doppelschlag (14./15.) der Gäste wegstecken. Richard Seidlitz (29.) und Hannes Hojenski (44.) brachten das Team noch vor der Pause zurück. Der RFC agierte nach dem Seitenwechsel weiter mutig, machte aber Fehler, die die Schönberger konsequent nutzten. Ab der 60. Minute mussten die Rostocker mit einem Mann weniger weiterspielen. Kapitän Carl-Friedrich Scharlau sah die Rote Karte.

TSV Bützow — Sievershäger SV 0:3 (0:2). Der Spitzenreiter hatte wenig Mühe mit dem Gegner aus dem Tabellenkeller. „Die Partie spielte sich zu 80 Prozent in deren Hälfte ab. Aus dem Spiel heraus ging aber wenig. Aber dafür sind ja Standards da“, meinte Sievershagens Trainer Jens Hillringhaus. Robert Franke traf nach einer Viertelstunde vom Elfmeterpunkt. Dann bewarb sich Bützows Keeper Christopher Jentzen für das Kuriositätenkabinett. Einer seiner Abschläge prallte an den Hinterkopf eines Mitspielers. Der Ball nahm einen Bogen an die Latte und landete dann vor den Füßen von Franke, der sich bedankte (44.). Schließlich ließ sich der Keeper — zu weit vor dem eigenen Kasten stehend — von Fabian Piepers Freistoß aus 40 Metern überrumpeln (61.). Dass Franke noch einen Elfer verschoss (75.), war Nebensache.

MSV Pampow — FSV Bentwisch abgesagt! Die Gemeinde Pampow sperrte am Freitag alle Naturrasenplätze. Das Landespokal-Viertelfinale zwischen beiden Teams am Mittwoch soll aber wie geplant stattfinden können.

NOFV-Oberliga: SV Altlüdersdorf — FC Hansa Rostock II 1:1 (1:1). Hansas Reserve spielte mehr als eine Halbzeit mit einem Mann weniger. Denis Berger sah wegen Beleidigung des Linienrichters die Rote Karte (44.). „Danach war das eine taktische Meisterleistung. Ein erkämpftes, verdientes Remis, mit dem wir sehr gut leben können“, so Trainer Axel Rietentiet. Zuvor bereitete Berger die frühe Führung durch Darko Anic vor (4.). Doch nach einem Standard bekam Hansa II schnell den Ausgleich (10.).

Ribnitz ist jetzt im Vorteil. Wir müssen auf Ausrutscher hoffen.“Sören Hickstein,

Mittelfeldspieler Pastow

Daniel Heidmann

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