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Pokal: Bentwisch nach Elferkrimi weiter

Pokal Pokal: Bentwisch nach Elferkrimi weiter

Im Viertelfinale bezwingt der Verbandsligist den MSV Pampow. Im Halbfinale wartet Hansa oder Gnoien.

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Halbfinale! Die Bentwischer um Kapitän Christopher Kaminski (2.v.l.) stehen unter den letzten vier Teams im Landespokal.

Quelle: Dietmar Albrecht

Fußball Der FSV Bentwisch steht im Halbfinale des Landespokals! Der Verbandsliga-Zweite gewann am Mittwochabend beim MSV Pampow mit 6:5 nach Elfmeterschießen. „Eine Riesensache für uns. Unter den besten vier Teams des Landes zu stehen, macht uns schon ein wenig stolz“, meinte Trainer Holger Scherz, dessen Team im Semifinale wahrscheinlich auf Hansa Rostock trifft. Der Drittligist muss allerdings am Dienstag erst sein Viertelfinalspiel beim Landesligisten Gnoiener SV gewinnen.

Um zwei Uhr nachts erreichten Scherz und seine Spieler Bentwisch, für eine große Feier fehlte die Kraft. „Wir haben auf der Rückfahrt im Bus noch ein Bierchen getrunken. Mehr gab es nicht. Die Spieler waren fertig und freuten sich auf ihre Betten“, so Scherz.

Der FSV lieferte beim Verbandsliga-Konkurrenten einen echten Pokalfight. Im ersten Durchgang gingen beide Teams hohes Tempo und die Bentwischer durch Enrico Karg (20.) und Kapitän Christopher Kaminski (44.) mit 2:0 in Führung. Doch nach dem Seitenwechsel mussten die Gäste zunächst den Anschlusstreffer durch Peter Waack (57.) hinnehmen und im weiteren Spielverlauf dem hohen Tempo Tribut zollen. Verletzungen zwangen den FSV dreimal zum Wechseln. In der Schlussphase folgten weitere Krämpfe. „Das Team hat sich gewehrt, war aber körperlich total am Ende“, so Scherz. Pampow erzielte in der zweiten Minute der Nachspielzeit doch noch den Ausgleich durch Tobias Krischkowski. Ein Genickschlag für die entkräfteten Bentwischer. „Wir waren eigentlich mausetot“, erklärte der FSV-Coach.

Doch sein Team rettete sich gegen druckvolle Pampower ins Elfmeterschießen.

Die Hausherren begannen und trafen durch Paul Groth. Frank Pustolla glich für Bentwisch aus. Dann verschoss der Pampower Enrico Grewe, während Gordon Grotkopp cool blieb. Auch MSV-Akteur Tobias Witkowski scheiterte. Tony-Glen Siegmund legte für Bentwisch nach. Christoph Hasselmanns Treffer folgte der erste verschossene FSV-Elfer durch Keeper Florian Kirsch. Pampow verkürzte durch Marcel Wulff. Aber Bentwisch-Kapitän Christopher Kaminski behielt beim entscheidenden Elfmeter die Nerven und schoss den FSV ins Halbfinale.

„Ob das jetzt verdient ist, vermag ich nicht zu sagen. Es sind zwei gleichstarke Teams aufeinander getroffen“, so Trainer Scherz. Das sollte eigentlich auch schon am vergangenen Sonnabend passieren, doch das Ligaspiel zwischen beiden Teams war kurzfristig abgesagt worden. Offizieller Grund: Die Gemeinde Pampow sperrte den Rasenplatz nach dem langen Wintereinfluss. Hinter vorgehaltener Hand wurde Pampow Taktiererei vor dem vier Tage später stattfindenden Pokalspiel nachgesagt. „Der Platz war gestern in einem sehr guten Zustand. Super, wenn die Bedingungen innerhalb so kurzer Zeit so sehr umschlagen“, kommentierte Scherz mit ironischem Unterton.

Die Halbfinal-Auslosung nahm gestern Ex-Bundesligatorwart Andreas Reinke vor und bescherte den Bentwischern im Halbfinale das wahrscheinlich schwerste Los. Im zweiten Halbfinale empfängt die TSG Neustrelitz am 1. Mai den Greifswalder SV.

Am Mittwoch waren auch die A-Junioren des FC Hansa im Einsatz. Im Nachholspiel gegen den Spitzenreiter VfL Wolfsburg unterlagen die Hanseaten im Volksstadion mit 1:5. Marc-André Köller traf zum zwischenzeitlichen 1:4.

Ansetzungen am Wochenende: Oberliga: FC Hansa Rostock II — RSV Waltersdorf (So. 14 Uhr). Verbandsliga: FSV Bentwisch — TSV Bützow, Sievershäger SV — Greifswalder SV (Sa. 14 Uhr), FSV Malchin — Rostocker FC (Sa. 14.30 Uhr). Landesliga: SV Hafen Rostock — PSV Wismar, Laager SV - SV Pastow (Sa. 14 Uhr), TSV Graal-Müritz — FSV Kühlungsborn (Sa. 15 Uhr).

Wir waren eigentlich mausetot.“Bentwisch-Trainer Holger Scherz über den Pampower Ausgleichstreffer in der

zweiten Minute der Nachspielzeit

Daniel Heidmann

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