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Robert Hein greift nach WM-Medaille

Rostock/Lauf an der Pegnitz Robert Hein greift nach WM-Medaille

Der Rostocker ist am Wochenende erstmals bei der Karate-Weltmeisterschaft in Pristina am Start.

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Fokussierter Blick: Robert Hein freut sich auf seine erste Karate-WM, ab Freitag in Pristina.

Quelle: privat

Rostock. Vom Eis auf die Matte — Robert Hein hat in den vergangenen Jahren eine bemerkenswerte sportliche Wandlung vollzogen. Einst als Shorttrack-Talent auf den Kufen unterwegs, ist er heute im Karate erfolgreich. Von Freitag bis Sonntag nimmt der gebürtige Rostocker erstmals an der Weltmeisterschaft nach Version der World Shotokan Karate Union (WSKU) teil.

„Meine Erwartungen an mich selbst sind hoch. Ich rechne mir gute Chancen auf eine Medaille aus“, gibt sich der WM-Debütant selbstbewusst.

Stattfinden wird die Weltmeisterschaft in Pristina. Kurzfristig verlegte der Verband die Wettkämpfe von Istanbul in die Hauptstadt des Kosovo. „Über 2000 Starter aus über 20 Nationen werden an den Start gehen“, erklärt Hein. Er selbst wird in der 75-Kilogramm-Klasse sowie in der offenen Kategorie sein Glück versuchen. Seit Oktober vergangenen Jahres bereitet er sich vor. Betreut wird er von Jürgen Mayer und Almer Klimenta. In den vergangenen Tagen nutzte er die deutschen Meisterschaften in Coburg als Generalprobe. „Es läuft optimal“, verrät Hein. Die WM-Favoriten sind aber andere.

„Richtig gut sind die Starter aus der Türkei und Aserbaidschan. Ich bin selbst gespannt“, sagt der 28-Jährige.

Für den durchtrainierten Hansestädter, der gerade auf der Zielgeraden seines Sportwissenschaftsstudiums ist, soll die WM „der krönende Abschluss der sportlichen Karriere“ werden. Angefangen hatte diese auf dem Eis. Hein zeigte zunächst Talent als Shorttracker für den ESV Turbine Rostock. Im Jahr 2001 war er deutscher Vizemeister, von 1999 bis 2001 jeweils Dritter im Mehrkampf. Er gehörte sogar zum Kader, der auf die olympischen Spiele in Salt Lake City 2002 hintrainierte. „Eine wachstumsbedingte Krankheit hat mich dann zum Aufhören gezwungen“, so Hein. Er wechselte das Lager und fand über Kurse zur Selbstverteidigung den Weg zum Karate. Auch hier ereilten ihn mehrere Rückschläge: „Kreuzbandriss, Kniescheibenbruch, Bänderriss im Sprunggelenk — ich habe gelernt, dass man immer aufstehen muss. Wenn ich Ziele habe, an die ich glaube, bin ich bereit, mit 100 Prozent dafür zu kämpfen“, betont Hein.

Der Karatesport zog ihn über die Jahre in den Süden der Republik. Heute ist Hein im Karateverein Funakoshi in Lauf an der Pegnitz nahe Nürnberg aktiv und gehört mittlerweile sogar zum bayerischen Landeskader. „Die Trainingsmöglichkeiten sind einfach besser. Daher habe ich mich damals entschieden, Rostock zu verlassen“, so Hein.

Ab und zu schaut er aber in der Heimatstadt vorbei und vergisst dann auch nicht seine sportlichen Wurzeln. So bietet der WM-Teilnehmer seit letztem Jahr in Kooperation mit dem ESV Turbine einen Karate-Kurs für die Shorttracker an, die so neue Trainingsinhalte kennenlernen. Doch Heins Zukunft liegt wohl nicht an der Ostsee. „Ich will mein Studium abschließen und mich als Karate-Trainer etablieren. Ich strebe eine Landestrainerstelle an, eventuell in Bayern“, verrät er. Der Fokus liegt aber zunächst fest auf dem kommenden Karriere-Höhepunkt in Pristina: „Darauf habe ich hart hingearbeitet. Ich trainiere vier bis fünf Stunden am Tag. Die Weltmeisterschaft wird nochmal was ganz Besonderes“, weiß Hein.

Wenn ich Ziele habe, an die ich glaube, bin ich bereit, dafür zu kämpfen.“ Karateka Robert Hein (28)

 



Daniel Heidmann

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