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Rostock Rostock Seawolves mit zweiter Pleite in Folge
Mecklenburg Rostock Rostock Seawolves mit zweiter Pleite in Folge
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00:06 19.01.2015
Jens Hakanowitz (l.) zieht zum Korb. Der Kapitän erzielte sieben Punkte und holte acht Rebounds für sein Team. Quelle: René Warning

Rostock — Die Enttäuschung stand den Spielern der Rostock Seawolves ins Gesicht geschrieben. Sie mussten sich am Sonnabend in einer hart umkämpften Partie den Dresden Titans mit 69:77 (43:45) geschlagen geben. Erstmals in dieser Spielzeit steckte der Spitzenreiter der 2. Basketball-Bundesliga ProB damit zwei Niederlagen in Folge ein. Eine Woche zuvor waren sie in Oldenburg (68:71) unterlegen gewesen. Das Polster auf Platz zwei beträgt nur noch zwei Punkte. Wedel und Braunschweig sind mit jeweils 20 Zählern die ärgsten Konkurrenten der Seawolves (22).

„Wir haben in der Offensive das Spiel verloren“, meinte Trainer Sebastian Wild und fügte an: „Dresden war einfach abgeklärter, und wir hatten das Pech, dass ihr Kapitän zum Schluss so stark aufdrehte.“ Gemeint war Aufbauspieler Philipp Lieser, der die Gäste mit seinen 23 Punkten zum Sieg führte. Insgesamt punkteten vier Spieler der Sachsen zweistellig.

Dabei hatte die Partie vor 920 Zuschauern in der ausverkauften Ospa-Arena für die dezimierten Hausherren verheißungsvoll begonnen. Trotz der Ausfälle von Tim Vogt und Sven Hellmann bestimmten sie zunächst das Geschehen, führten schnell mit 9:2 (5.). Dresden hatte Anlaufschwierigkeiten, konnte aber bis zum Ende des ersten Viertels den Anschluss herstellen. Mit einer 25:23-Führung für Rostock endeten die ersten zehn Minuten. Ein Viertel später hatte Dresden die Oberhand und führte zur Halbzeitpause mit 45:43 (20.).

Nach 27 Minuten hatten die Wölfe die Chance, das Spiel zu ihren Gunsten vorzuentscheiden. Yannick Anzuluni nutzte einen Ballverlust der Gäste und traf von der Drei-Punkte-Linie zur 55:50-Führung. Die euphorisierten Fans riss es von den Sitzen. Doch die Rostocker konnten den Schwung nicht mitnehmen. Stattdessen kämpfte sich Dresden erneut zurück und blieb dran — 57:55.

Im letzten Spiel-Abschnitt agierte das Heim-Team dann zu hektisch im Abschluss und bekam den aufdrehenden Lieser nicht mehr gehalten.

Ganz bitter: Die Niederlage ist nicht der einzige Wermutstropfen für die Seawolves. Tim Vogt, der sich vergangene Woche in Oldenburg eine Kopfverletzung zugezogen hatte, wird voraussichtlich länger ausfallen, als bisher angenommen wurde. Ihm droht noch eine Auszeit von vier bis sechs Wochen.

Am kommenden Sonnabend reisen die Rostocker zu den Uni-Riesen nach Leipzig. Diese waren das bisher einzige Team gewesen, das an der Ostsee gewinnen konnte — 72:85 hieß es im Hinspiel.

Rostock Seawolves: Anzuluni (19 Punkte/5 Rebounds), Crayton (10/7), Hakanowitz (7/8), Lange (2/0), Lopez Dittert (11/11), Markert (9/0), Owczarek (6/3), Slavchev (5/6).



OZ

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