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Sportler: Ärger ums neue Vereinsheim

Warnemünde Sportler: Ärger ums neue Vereinsheim

Der Bauausschuss lehnt einen Bauantrag ab. Der Ortsbeirat vertagt seine Entscheidung. Dabei drängt die Zeit.

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Enttäuscht von den Stadtteilvertretern — Klaus-Dieter Bartsch, Vorsitzender des SV Warnemünde Fußball, vor dem derzeitigen Vereinsheim aus Containern.

Quelle: Karsten Wilke

Warnemünde. „Diese Affen haben drei Jahre lang gepennt. Die gehören vom Hof gejagt!“, schimpft Günter Metelmann von der Leichtathletikabteilung des SV Warnemünde. „Ich bin sehr enttäuscht“, sagt auch der Vorsitzende des anderen Sportvereins im Ort, Klaus-Dieter Bartsch vom SV Warnemünde Fußball. Wut und Frust richten sich gegen Ortsbeirat und Bauausschuss des Seebads. Denn der Ortsbeirat hat seine Zustimmung zum geplanten eingeschossigen Bungalow mit Vereinsraum, WCs, Umkleiden und Büros noch nicht erteilt. Hintergrund ist die Ablehnung des Bauantrags durch den Bauausschuss. „Der Gesamtentwurf leidet unter einer kleinlichen Raumaufteilung“, befindet der Chef des Gremiums, Arndt Zindler. Der Standort zwischen den Kunstrasenplätzen sei unattraktiv, wirke wie zufällig gewählt. Es scheine, als solle das neue Gebäude versteckt werden. Es werde den Anforderungen nicht gerecht und sei räumlich nicht funktionell. Außerdem fürchtet Zindler eine Verschleppung des Baus der ebenfalls in Planung befindlichen Turnhalle, wenn das Vereinsheim vorher errichtet werde.

Der Ortsbeiratsvorsitzende Alexander Prechtel (CDU) kennt die brisante Situation der Vereine. „Es liegen Fördermittel fürs Vereinsheim bereit“, erklärt er. Angesichts der harschen Kritik aus dem Bauausschuss ließ er eine Entscheidung zum Bauantrag für das Vereinshaus jedoch vertagen. Er will bis zur Sitzung im Mai Gespräche mit allen Beteiligten führen.

„Ich bin sehr erstaunt darüber, dass jetzt geredet werden soll“, sagt Vereinschef Bartsch. Im Januar habe die Kommunale Objektbewirtschaftung und -entwicklung der Hansestadt Rostock (KOE) die Bauvorhaben dem Ortsbeirat auf einer Sitzung vorgestellt. „Wenn man sich dafür interessiert hätte, hätte man da schon diskutieren können“, sagt er.

Die Zustände in den derzeit genutzten Räumen bezeichnet er als katastrophal. „Die Steinbaracke ist uralt. Wir haben sie in den Neunzigerjahren renoviert, und die Container kamen dann am Ende der Neunziger hinzu“, erklärt er. Seither verfielen die Baracken.

Auch beim SV Warnemünde drängt die Zeit nicht nur wegen der Fördermittel. „Wir können froh sein, wenn uns das marode Haus des Sports bis dahin nicht unter dem Hintern wegbricht. Eigentlich wollten wir im Mai mit dem Bau des Vereinsheims anfangen“, sagt Kollege Metelmann. „Wir müssen so früh wie möglich damit beginnen, damit wir das Haus bis zum Winter zu bekommen“, bestätigt Bartsch.

Doppelter SV
Der SV Warnemünde und der SV Warnemünde Fußball sind zwei unterschiedliche Sportvereine. Sie teilen sich jedoch das Sportgelände in der Warnemünder Parkstraße.

Karsten Wilke

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