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„Versandkostenfrei“ ohne Chance

„Versandkostenfrei“ ohne Chance

Beim DFB-Beachsoccercup in Warnemünde bleibt dem Rostocker Team nur Platz vier. Chemnitz triumphiert.

Beachsoccer — Die Enttäuschung stand den Rostocker Beachkickern vom 1. FC Versandkostenfrei ins Gesicht geschrieben. Nach dem deutlichen 2:8 im ersten Halbfinale gegen das Beach Soccer Team Chemnitz war der Traum von einer Sensation beim DFB-Beachsoccercup am eigenen Strand in Warnemünde schnell ausgeträumt. „Die Köpfe hängen bei den Jungs. Wir haben uns schon ein paar Hoffnungen gemacht“, gab Spieler Tobias Kirschnick nach dem Semifinale am Samstagvormittag zu.

Dabei fing alles so gut an: Kirschnick war derjenige, der die Veranstaltung für den krassen Außenseiter mit einem Knaller startete. Direkt nach dem Anstoß beförderte er das Leder zur Führung präzise in den Winkel. Da konnte auch der deutsche Beachsoccer-Nationaltorhüter Sascha Penke im Chemnitzer Kasten nichts ausrichten. „Ein Start nach Maß. Der Ball ist gleich mal eingeschlagen. Dabei haben meine Knie vor dem Spiel schon gezittert. Ich war total aufgeregt“, schmunzelte „Kirsche“, der sonst für den Verbandsligisten Rostocker FC aktiv ist. Die Sachsen trafen zügig zum 1:1. Danach gestaltete sich das Spiel im restlichen ersten Drittel ausgeglichen. Nach der 2:1-Führung der Chemnitzer glichen die Lokalmatadoren vor gut 300 Zuschauern in der „Active Beach-Arena“ durch Eric Lange aus. „Schade, dass wir nur im ersten Drittel so mithalten konnten“, sagte Versandkostenfrei-Kapitän Christoph Lüth. Danach schwanden bei den Rostockern die Kräfte. Sie waren die Spielzeit von drei Mal zwölf Minuten nicht gewohnt. „Das hat man ab dem zweiten Drittel gemerkt. Schließlich hat Chemnitz auf einem anderen Niveau gespielt und gezeigt, dass sie mehr drauf haben“, stellte Kirschnick fest.

Die erfahrenen Sachsen, die in der German Beach Soccer League antreten, nutzten ihre spielerischen Vorteile immer klarer aus. Allen voran Nationalspieler Sascha Weirauch machte mit den Rostockern, was er wollte. Er traf drei Mal und schoss den Favoriten ins Endspiel. „Das Freizeitteam als Gegner zugelost zu bekommen, ist gefährlich. Da kann man nur verlieren. Wir sind erleichtert, dass wir den Unterschied deutlich machen konnten“, betonte Weirauch.

Der Erfolg vom Sonnabend war für Weirauch und Co. nur ein Vorgeschmack. Am Sonntagnachmittag setzten sie sich auch im Finale gegen die Beach Royals Düsseldorf, die am Vortag Berlin ausschalteten, überraschend deutlich mit 8:3 durch und feierten den Triumph beim ersten offiziellen DFB-Beachsoccercup.

Der 1. FC Versandkostenfrei musste sich am gestrigen Vormittag auch im Spiel um Platz drei geschlagen geben. Sie unterlagen BeachKick Berlin mit 1:3. Dennoch sprach Christoph Lüth „von einem großartigen Erlebnis, bei dem Warnemünde Werbung für eine wiederholte Spielortvergabe machte.“

 

Daniel Heidmann

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