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Sport Rostock Viele Drittligisten machen Miese
Mecklenburg Rostock Sport Rostock Viele Drittligisten machen Miese
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17:23 24.10.2018
Hansa Rostocks Spieler bedanken sich bei ihren Fans, die in großer Zahl zu den Heimspielen kommen. Quelle: Lutz Bongarts
Frankfurt/Main

Die 3. Liga ist für die Fußballklubs mehr denn je eine finanzielle Gratwanderung. In der vergangenen Spielzeit haben viele Vereine schlecht gewirtschaftet, 15 von 20 erzielten 2017/2018 ein negatives Ergebnis: Im Durchschnitt machten sie ein Minus von 662 000 Euro. Dies teilte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) am Mittwoch in Frankfurt/Main in seinem Saisonreport mit.

„Bei einzelnen Vereinen gibt auch ein Umdenken. Es kommt aber sehr stark auf die handelnden Personen an“, sagte Manuel Hartmann, der für das Zulassungsverfahren zuständige DFB-Abteilungsleiter. Offensichtlich würden die bisherigen Maßnahmen gegen Misswirtschaft nicht ausreichen, deshalb beschäftigt sich ein Arbeitskreis damit.

Personalkosten sind gestiegen

In der Spielzeit davor standen noch schwarze Zahlen von durchschnittlich 13 000 Euro pro Mannschaft zu Buche. Die Personalkosten sind aber nach DFB-Angaben um 20 Prozent gestiegen. Im Schnitt verdient ein Profi in der dritthöchsten Spielklasse einen „mittleren vierstelligen Betrag“ im Monat, so Hartmann.

In den vergangenen Jahren hatten Klubs wie Rot-Weiß Erfurt, Chemnitzer FC, FSV Frankfurt und VfR Aalen Insolvenz angemeldet. „Die größte Herausforderung ist es, der 3. Liga zu größerer finanzieller Stabilität zu verhelfen und den Vereinen ein besseres wirtschaftliches Fundament zu bieten“, sagte DFB-Vizepräsident Peter Frymuth im Vorwort zum Saisonreport.

Vorbild 1. FC Magdeburg

Als Vorbild, wie es auch anders laufen kann, nannte der DFB den 1. FC Magdeburg, der einst in die Oberliga abgestürzt war und nach einem Insolvenzverfahren jetzt als Aufsteiger sogar in der 2. Liga spielt.

Zur Stabilisierung hatte der Verband vor dieser Spielzeit ein Financial Fairplay eingeführt. Der Ausschüttungstopf ist mit 550 000 Euro gefüllt. Diese werden an Klubs mit einem positiven Saisonergebnis und entsprechender Planungsqualität verteilt. Zudem gibt es einen neuen Nachwuchsfördertopf mit 2,95 Millionen Euro. Bislang wurden pauschal 50 000 Euro an jeden Verein - außer an zweite Mannschaften - verteilt. Insgesamt bekommen die Drittligisten vom DFB durchschnittlich 1,280 Millionen, vergangenes Jahr waren es 937 000.

Gesamterträge sind zurückgegangen

„Es gibt einige Klubs, die im Frühjahr die neue Saison noch nicht abgesichert haben und den Druck des Zulassungsverfahren brauchen“, erklärte Hartmann. Die negativen Eigenkapitalwerte liegen nach DFB-Angaben bei durchschnittlich 845 000 Euro pro Verein. Die Gesamterträge seien insgesamt um acht Prozent auf 143 Millionen Euro zurückgegangen. 

Der Zuschauerzuspruch könnte nach Einschätzung der DFB-Direktorin Heike Ullrich in der laufenden Runde auf einen Rekord zusteuern, da zugkräftige Traditionsklubs wie der 1. FC Kaiserslautern und TSV 1860 München dazugekommen sind. In den ersten elf Spieltagen kamen im Schnitt 8341 Besucher. 2017/2018 waren es 6132 - insgesamt mehr als 2,3 Millionen.

Ulrike John

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