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Warnemünde-Cup ist Kult geworden

Rostock Warnemünde-Cup ist Kult geworden

In diesem Jahr gibt es das Handball-Fest zum 30. Mal. Die Turnierserie dauert von Mai bis September an.

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Karsten Ganschow (M.) hat abgezogen. Der Ex-Zweitliga-Spieler spielt für Warnemünde.

Quelle: Tommy Bastian

Rostock. Ob TV Großwallstadt, Frankfurter HC, HC Empor Rostock oder TSG Wismar — der traditionsreiche Warnemünde-Cup hat schon einige bekannte Vereine gesehen. Spätere Bundes- oder Zweitliga-Spielerinnen und Spieler trugen sich in die Torschützenliste ein. Die heutige Nationalspielerin Anne Hubinger (HC Leipzig) dribbelte einst mit ihrem Heimatverein SV Motor Barth auf.

„Kleine Vereine, Oldie-Teams und Kinderteams nutzen die Turnierserie, um die Saison ausklingen zu lassen oder sich für die kommende Spielzeit in Form zu bringen. Das Handball-Fest ist längst zu einer Veranstaltung der Superlative geworden“, meint Mitorganisator Detlef Godomski vom SV Warnemünde. In diesem Jahr feiert der einstige Warnowwerft-Pokal seinen 30. Geburtstag. 19 Turniere sollen von Anfang Mai bis Anfang September ausgetragen werden.

Angefangen hatte alles 1985. „Damals hatte das Turnier noch keine große Bedeutung“, erinnert sich Godomski, Mitglied des elfköpfigen Organisationsteams: „Heute ist der Cup eine in ganz Deutschland bekannte Kultveranstaltung.“ Godomski war 1985 noch Spieler sowie Nachwuchstrainer bei der TSG Bau Rostock und leitete eine Trainingsgruppe am Bezirkstrainingszentrum Rostock. „Die Spiele in der kleinen Fritz-Reuter-Sporthalle waren sehr unangenehm. Warnemünde hatte dort einen großen Heimvorteil. Als Gäste hatten wir oft keine Chance“, sagt der 50-Jährige. Bis 1991 wurde das Traditionsturnier im Ostseebad ausgetragen. Dann stellte die Warnowwerft ihre Unterstützung ein. Aus dem Warnowwerft-Pokal wurde der Warnemünde-Cup. Seither werden die verschiedenen Turniere aller Altersklassen in ganz Rostock gespielt.

Zum Jubiläum will sich der gastgebende SV Warnemünde eine Menge einfallen lassen. Erstmals soll es ein Turniermaskottchen geben. „Das ganze Rahmenprogramm soll professioneller werden, dazu gehören Musik, Moderatoren und neue Pokale“, verspricht Godomski. Die Finalrunden sollen überwiegend in der Sporthalle Gerüstbauerring in Groß Klein stattfinden, der Heimspielstätte des SVW. Am Rande möchte der Verein die DKMS-Stiftung unterstützen, die nach Stammzellspendern für an Blutkrebs erkrankte Menschen sucht, um diesen eine neue Lebenschance zu geben.

Seit Oktober vergangenen Jahres schon laufen die Vorbereitungen auf den Warnemünde-Cup. Die Sporthallen mussten rechtzeitig gebucht werden. „Kaum war der Aufruf zum Jubiläums-Cup ins Netz gestellt, da gingen die Anmeldungen bei mir wie am Fließband ein“, berichtet Cup-Manager Klaus Boos, der für die Meldungen zuständig ist. Der 62-Jährige ist von Beginn an dabei. Bei ihm, Warnemündes Handballchefin Karola Wiegratz und Lisa Godomski laufen alle Fäden zusammen. Etwa zehn Teams können sich pro Turnier dabei sein. Bisher sind 105 Startplätze vergeben. Gerechnet wird mit bis zu 200 Vertretungen. „So viele Anmeldungen wie bisher hatten wir zu diesem Zeitpunkt noch nie“, freut sich Detlef Godomski. Höhepunkt 2014 sollen die Turniere der Damen und Herren bis einschließlich 4.

Liga Ende August werden.

Neben sportlichen Begegnungen und Partys am Abend bringt der Warnemünde-Cup auch Gäste für die Hotels, Pensionen und Restaurants in und um Rostock. „Viele Mannschaften bleiben für ein, zwei Nächte in der Hansestadt. Im Schlepptau haben sie Eltern, Großeltern und Freunde“, sagt Öffentlichkeitswart Godomski.

Zahlen und Fakten
3671 Teams beteiligten sich bisher an den Handball-Turnieren des Warnemünde-Cup.
199108 Treffer wurden in den bisherigen Wettbewerben insgesamt erzielt.
40849 Aktive zeigten in den Turnieren bisher ihr Können.
67 Treffer erzielte die damalige D-Jugendspielerin Levi Schwark (VfL Potsdam) 2010 in einem Turnier.

 



Tommy Bastian

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