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Warnemünder Frauen feiern Pokalsieg

Hand Warnemünder Frauen feiern Pokalsieg

Final Four: Handballerinnen erkämpfen sich 19:15-Sieg gegen Stavenhagen. Männer scheitern im Halbfinale.

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Warnemündes Claudia Dombrowski (M.) sucht eine Anspielstation am Kreis.

Quelle: Gerd Schramm

HandballEine Riesenstimmung herrschte am Sonntag auf der Rückfahrt vom Final Four im Mannschaftsbus des SV Warnemünde. Die MV-Liga-Handballerinnen aus dem Ostseebad gewannen vor rund 300 Zuschauern in der Peenetalhalle Loitz erstmals in der Vereinsgeschichte den Landespokal. 19:15 für den SVW hieß es nach einem hart umkämpften Finale gegen den Ligarivalen Stavenhagener SV. „Danach entlud sich die ganze Anspannung, denn die Mädels waren superheiß. Es gab eine Sektdusche nach der anderen. Meine Sachen waren durch“, beschrieb Warnemünde-Trainer Jörn Bollbuck (43). „Im Bus wurde lauthals gesungen und gefeiert“, so Bullbock. „Die Warnemünder haben ordentlich Krach gemacht“, verdeutlichte Stefan Stuht vom Ribnitzer HV, der im Männer-Halbfinale ausgeschieden war.

Im Halbfinale hatten die Warnemünderinnen zunächst Probleme, lagen gegen den SV Crivitz schon 0:3, 1:4 und 2:5 zurück. Dann stabilisierte sich die Sieben der Trainer Bollbuck und Torsten Deil (47).

Beim 7:7 gelang erstmals der Ausgleich. Kurz darauf ging Warnemünde in Führung. Halbzeitstand: 9:9. Fortan zahlte sich das harte Vorbereitungstraining aus. „Wir hatten im Vorfeld zwei Wochen lang intensiv am Deckungsverhalten gearbeitet“, erklärte Jörn Bollbuck und betonte: „Die starke Abwehrarbeit war ausschlaggebend für unseren Titelgewinn.“ Nach dem 14:13 gaben die Warnemünderinnen die Führung nicht mehr aus der Hand und zogen verdient ins Endspiel ein. Dort wartete der Stavenhagener SV, der sich im zweiten Semifinale mit 23:20 gegen den HSV Grimmen durchgesetzt hatte.

Hier taten sich beide Seiten schwer. „Die Mädels krochen auf dem Zahnfleisch. Wir haben uns zu wenig bewegt und kaum Druck auf das gegnerische Tor gemacht“, analysierte Jörn Bollbuck. Der Trainer musste schon etwas lauter werden, um seine Schützlinge in die richtige Spur zu bringen. „Über den Kampf haben wir das Spiel dann umgebogen“, freute sich der 43-Jährige. Der Rest war Party. „Die meisten Frauen haben sich Montag frei genommen“, sagte Jörn Bollbuck mit angeschlagener Stimme. Den Siegerpokal überreichten der Loitzer Bürgermeister Michael Sack und Wolf-Dieter Schmidt, Präsident des Handballverbandes Mecklenburg-Vorpommern (HVMV).

Für die Warnemünder Männer lief es dagegen nicht so gut. Sie mussten sich in einem engen Halbfinale der zweiten Mannschaft des HSV Insel Usedom — verstärkt durch einige Akteure aus dem Drittliga-Aufgebot des Vereins — mit 28:29 (13:13) geschlagen geben. „Leider haben wir uns für eine spielerisch ganz starke Leistung nicht belohnt“, haderte Warnemündes Herren-Trainer Mathias Schwarz (37). Michael Köhler verkürzte kurz vor Schluss auf 28:29. Anschließend parierte Torhüter Tibor Hamann zweimal glänzend, so dass Warnemünde noch mal an den Ball kam. 30 Sekunden waren noch zu spielen. Schwarz nahm eine Auszeit. 10 Sekunden vor Schluss kam Florian Holtz frei zum Abschluss, scheiterte aber am Usedomer Schlussmann. „Den Wurf muss er reinmachen“, ärgerte sich Mathias Schwarz.

„Aber kein Vorwurf an Flo, denn ansonsten hat er ein gutes Spiel gemacht. Heute haben Kleinigkeiten gegen uns entschieden“, konstatierte der Trainer des SV Warnemünde.

Im zweiten Halbfinale der Herren besiegte Gastgeber HSV Peenetal Loitz II (Verbandsliga), der beinahe die komplette „Erste“ ran ließ, den Ribnitzer HV (MV-Liga) mit 35:29. Im Männerfinale gab es Angriffshandball pur, sehr zur Freude und Unterhaltung der Zuschauer. Hauchdünn behielt der HSV Peenetal Loitz II gegen den HSV Insel Usedom II mit 40:38 die Oberhand und holte sich den Pokal.

Aufgebote des SV Warnemünde
Frauen: Karolin Finck, Mandy Kunckel — Jennifer Gehls, Julia Gaul, Franziska Schön, Julia Bauer, Judith Eisenberger, Kathleen Wutschke, Claudia Dombrowski, Julia Krause, Kessy Czarschka, Annika Heyder.

Physiotherapeutin: Sophie Goetzke.

Trainer: Torsten Deil und Jörn Bollbuck.

Männer: Tibor Hamann, Andreas Lürken — Karsten Ganschow 11, Ingo Rahtkens, Michael Köhler 5, Nils Zeller, Florian Holtz 5, Julian Hessert, Mirko Richert 4, Michael Meinshausen 1, Ralf Ludwig 1, Florian Lorbeer.

Trainer: Mathias Schwarz.

Betreuer: Christian Stampke, Dustin Stark.

Ausschlag-

gebend war unsere starke Abwehrleistung.“Trainer Jörn Bollbuck (43), SV Warnemünde

Tommy Bastian

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