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Sportschützen rüsten digital auf

Kritzmow Sportschützen rüsten digital auf

Kleinkaliber-Anlage verfügt jetzt über Tablets / Stadtsportbund und Gemeinde steuerten Geld bei

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Die Messrahmen der Firma Meyton vermessen die Einschüsse mit Hunderten Infrarot-Lichtschranken und zeigen das Ergebnis auf einem Tablet an.

Kritzmow. Visiert man das Ziel an, sieht man ein schwarzes Loch. Nicht mehr oder weniger als vorher also – und doch ist irgendwie alles anders. Bereits seit 2015 verfügt die zehn Meter lange Luftdruckschießanlage des Sportschützenvereins Kritzmow über digitale Technik zur Schusserfassung, zuvor gab es hier einen nicht mehr zeitgemäßen Scheibenzug. Auf Tablets kann genau abgelesen werden, was getroffen wurde. Nun wurde auch die 50 Meter lange Kleinkaliber-Anlage auf die neue Technik umgerüstet.

OZ-Bild

Kleinkaliber-Anlage verfügt jetzt über Tablets / Stadtsportbund und Gemeinde steuerten Geld bei

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Die feierliche Eröffnung des Schießstandes begann ganz gemütlich in der Vereinsstube. Uwe Bracker, Vorsitzender des Vereins, hielt eine kurze Rede, in der er den Geldgebern, allen voran dem anwesenden Bürgermeister Leif Kaiser, als Vertreter der Gemeinde, dankte. „Vielen Dank für euer großes Engagement und dafür, mit welchem Einsatz ihr das Vereinsleben aufrecht erhaltet“, gab der Bürgermeister den Dank zurück.

Dann ging es hinaus in die Kälte zum Schießstand. „Ich brauche eine scharfe Schere“, sagt Kaiser während er seine Jacke überwirft. Die anwesenden Vereinsmitglieder, unter ihnen auch Ehrenmitglied Heidi Hofrichter, stehen hinter einer Glasscheibe mit Blick auf den Schießstand. Der Eingang ist zur Feier des Tages mit einem Band in den Farben Rot, Blau, Weiß und Gelb abgesperrt. Dann durchschneidet Bürgermeister Leif Kaiser das bunte Band zur Inbetriebnahme und er darf auch gleich den Eröffnungsschuss absetzen. Wichtig hierbei ist die Einstellung des richtigen Wettbewerbs, all dies funktioniert über das Tablet.

An der Stelle der Zielscheiben befindet sich nun ein schlichtes Loch. Drumherum ist ein Messrahmen, der wiederum Sensoren enthält und die Einschüsse in elektronische Bilder umwandelt. Vor dem Umbau konnten die Schützen die 50 Meter entfernte Zielscheibe aus Pappe mittels eines Monitors in Kniehöhe ablesen. Nun steht ihnen hierfür ein Tablet auf Augenhöhe zur Verfügung – mit weiteren Vorteilen.

„Die neue Schusserfassungsanlage lässt genau erkennen, ob es eine Neun oder Zehn war“, sagt Uwe Bracker. Zudem könnten die Tablets immer wieder weggeräumt werden.

Mit 120 Mitgliedern zählt der Sportschützenverband Kritzmow zu den größten im Bereich der Region Rostock. 15 der aktiven Mitglieder sind Kinder und Jugendliche. „Wir stehen sehr gut da“, sagt Bracker. Und das ist auch nicht verwunderlich. Stets war der Sportschützennachwuchs die Hauptzielgruppe des Vereins. „Wir wollen ja wettbewerbsfähig bleiben“, sagt der Vorsitzende. Die Modernisierungen sollen den Sport auch für die junge Zielgruppe attraktiver machen. Rund 12000 Euro – und viele Arbeitsstunden in Eigenleistung hat der digitale Umbau gekostet. 3000 Euro steuerte der Stadtsportbund bei, 5000 Euro die Gemeinde. Der Rest wurde vom Verein organisiert und durch Freunde gesponsert. Bereits im letzten Sommer begannen die Arbeiten. Es mussten nicht nur die Zielstände gebaut, sondern auch viele Meter Kabel verlegt werden.

Neben der modernisierten Luftdruckhalle und den nun auch digital ausgestatteten Kleinkaliberbahnen verfügt der Verein auch über Pistolenstände. Hier wird die Zielscheibe mittels eines Monitors angezeigt.

Trotz neuer Technik – die alten Bandautomaten, die die Zielscheiben aus Pappe nach Schuss weiterrollen lassen, haben längst nicht ausgedient, sie bleiben parallel neben den neuen Anlagen bestehen.

Die erste reale Probe für die Schützen gibt es dann am 17. März beim traditionellen Osterschießen. Auch Bürgermeister Leif Kaiser will nun öfter vorbeikommen. „Ich will ja zumindest ein bisschen an eure Schießergebnisse rankommen“, sagt er.

Dana Frohbös

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