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Rostock Stadt muss bei Parkausweisen passen
Mecklenburg Rostock Stadt muss bei Parkausweisen passen
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00:00 03.03.2018
Würde gern endlich einen eigenen Parkausweis in der Hand halten: Beiratsvorsitzender Karsten Cornelius. Quelle: Foto: Arscholl

Seit Jahren ist das Parkproblem eines der Top-Themen im Hansaviertel. Und das wird es wohl auch noch eine ganze Weile bleiben. Alle Voraussetzungen für die Ausstellung von Anwohnerparkausweisen sind erfüllt, doch erstellt werden können sie nicht. Der Stadt fehlt es an Personal und technischer Ausstattung.

650 Anträge auf Ausweise zum Bewohnerparken werden im Hansaviertel erwartet. Besonderer Bedarf besteht im Bereich der Universitätsmedizin – zwischen Schillingallee und Parkstraße.

Bereits im Jahr 2012 wurde beschlossen, dass das Anwohnerparken für das Hansaviertel kommen soll. Die Voraussetzungen hierfür seien im Stadtviertel längst erfüllt, sagt der Ortsbeiratsvorsitzende Karsten Cornelius (SPD). „Wir haben die angemeldeten Autos gezählt und auch die Stellplätze“, sagt er. Eigentlich könnte es also längst losgehen. Doch es tut sich nichts – und das obwohl die Stadtverwaltung seit einiger Zeit dabei ist, die Einführung eines neuen Bewohnerparkgebietes rund um die Uniklinik vorzubereiten und obwohl die fachliche Prüfung bereits positiv ausfiel. Aus dem Amt für Verkehrsanlagen heißt es in einer etwas sperrigen Stellungnahme: „Für die Einführung des Bewohnerparkens in diesem Gebiet bedarf es aber der Bereitstellung der erforderlichen Ressourcen in den Bereichen Personal und IT-Ausstattung“, zitiert Ulrich Kunze, Pressesprecher der Stadt. Und genau daran fehlt es zurzeit.

Zusätzlich bremst die zur Ausstellung benötigte Computersoftware den Prozess. Da es für das Hansaviertel bisher keine Anwohnerparkausweise gab, müsste für das Gebiet eine neue Lizenz gekauft werden.

Weil aber die vorhandene Software demnächst durch eine neue abgelöst werden soll, würde man Geld in eine alte Software investieren, die sowieso bald ersetzt würde. „Daher setzt die Verwaltung auf die Einführung einer kundenfreundlichen Bewohnerparksoftware, die auch Onlinedienste abbilden kann“, sagt Ulrich Kunze. Die Bewohner werden dann selbst online die entsprechenden Anträge ausfüllen.

Wann die Einführung der Parkausweise schließlich realisiert werden kann, ist derzeit noch völlig offen. Für den Ortsbeirat nicht zu verstehen: „Deswegen kann man das ganze Projekt doch nicht zum Stillstand bringen. Für mich ist das nicht hinnehmbar“, sagt Karsten Cornelius.

Gründe für den Parkplatzmangel im Hansaviertel sieht Cornelius in den umfassenden Modernisierungen und Bauarbeiten der letzten Jahre. Durch den Umbau und die Erweiterung des Klinikums und die Straßensanierungen ist eine große Zahl an Stellplätzen weggefallen. „Für uns Anwohner bleiben immer weniger übrig“, sagt Cornelius. 150 Stellplätze seien ersatzlos verschwunden.

Zudem will die Stadt die Parkmöglichkeiten in der Strempelstraße bewirtschaften und einen Parkautomaten aufstellen. „Bevor die Flächen auch noch weg sind, müssen wir das Bewohnerparken einführen“, sagt Cornelius. „Wir müssen das jetzt endlich anpacken und fordern die politischen Entscheidungsträger auch dazu auf.“

Seit gut zehn Jahren beschäftigt sich der Ortsbeirat noch mit einem weiteren Problem. „Aufgrund des hohen Parkdrucks werden verstärkt auch die Vorgärten zum Parken genutzt“, sagt Karsten Cornelius.

Dies sei nach Meinung des Ortsbeirates und auch nach Meinung der Mehrheit der Bürger nicht hinnehmbar, sagt der Vorsitzende. „Die Vorgärten haben auch geschichtlich einen Status und müssen erhalten bleiben“, sagt Cornelius. Bereits im Jahr 2014 wurde durch die Bürgerschaft eine Satzung beschlossen. Darin ist festgelegt, wie die Vorgärten aussehen sollen, dass sie abgegrenzt sein müssen und welche Art Pflanzen gepflanzt werden dürfen – wobei das Abstellen von Mülltonnen und Rädern sowie die kreative Gestaltung weiterhin möglich sein sollen. Da das Gebiet schon besteht, gibt es hierzu nun einen vereinfachten B-Plan, dessen Entwurf das Amt für Stadtplanung in den nächsten Tagen mit dem Ortsbeirat besprechen will.

Dana Frohbös

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