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Rostock Rostocker Stadtautobahn: Verkehr rollt über neue Brücke
Mecklenburg Rostock Rostocker Stadtautobahn: Verkehr rollt über neue Brücke
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20:04 11.02.2019
Warfen am Montag einen Blick auf die freigegebene Brücke und die neue Verkehrsführung: Elli (76) und Siegfried (78) Piechnick aus Evershagen. Quelle: André Wornowski
Rostock

Viele Schaulustige haben sich am Montag auf der neuen Brücke über der Kreuzung Evershagen versammelt. Gegen 10 Uhr ist es dann soweit: Die ersten Autos fahren in luftiger Höhe über die Stadtautobahn. „Sieht gut aus“, sagt ein Passant. Eines der größten Verkehrsbauprojekte in der Hansestadt nimmt Gestalt an.

Erst einmal geht es jedoch nur in eine Richtung – aus Schmarl kommend nach Evershagen. Ende des Jahres wird die neue Brücke laut Plan komplett freigegeben. Das Ziel: Spätestens ab Sommer 2020 soll der gesamte Knotenpunkt im Rostocker Nordwesten ampelfrei passierbar sein. Die Verkehrsplaner versprechen sich davon weniger Staus, weniger Auffahrunfälle, weniger Lärm und weniger Abgase. Bisher gilt die Kreuzung in Evershagen bei der Polizei als „Massenunfallstelle“. 55 000 Autos fahren hier täglich.

Neue Verbindungsstraße Schmarl-Jägerbäk

Umleitung für Kreuzung Evershagen. Quelle: Arno Zill

Bis zur Ampelfreiheit müssen sich die Autofahrer jedoch weiter gedulden – und sich auf Umleitungen einstellen. Seit Montag ist nun der Schmarler Damm gesperrt. Abbieger von der Stadtautobahn werden über die Jägerbäk und eine neue Verbindungsstraße nach Schmarl geleitet. Auch wer aus Evershagen kommt, muss diesen Weg wählen. Viele schauen sich daher an der Brücke zunächst die neue Verkehrsführung an, ehe sie sich ins Auto setzen. „Ich muss morgen zum Arzt und will vorher wissen, wie ich da überhaupt hinkomme“, sagt ein 80-Jähriger aus Evershagen.

Auch der Weg zurück, aus Schmarl kommend, führt zur Stadtautobahn nur noch über die neue Verbindungsstraße an der Jägerbäk. Hier ist dafür extra die Vorfahrt geändert worden – was die Autofahrer am Montag immer wieder vor Probleme stellte. Mehrmals hätte es fast gekracht.

Zusätzliche Lärmbelästigung für Kleingärtner

In der Kleingartenanlage „Schöne Aussicht“ an der Jägerbäk machen sich bereits erste Sorgen breit. „Für uns ist das nicht gut“, sagt Peter Schmidt aus Lichtenhagen. Die Anlage habe schon immer unter der Lärmbelästigung durch die Nähe zur Stadtautobahn gelitten. „Jetzt wird der Verkehr auch noch hierher umgeleitet. Im Sommer könnte das noch für uns zum Problem werden“, sagt der 58-Jährige.

Generell sei der Umbau aber eine gute Sache, so Schmidt. „Die Ampelschaltung haut im Moment nicht 100-prozentig hin“, sagt er. Auch Elli und Siegfried Piechnick aus Evershagen sind von dem Projekt überzeugt. „Im Sommer, wenn die ganzen Urlauber kommen, stand man hier immer ewig. Das dürfte mit der neuen Kreuzung ohne Ampel vorbei sein“, berichtet Siegfried Piechnick. Die Bauarbeiten haben sie bisher nicht gestört. „Trotz der Baustelle sind wir immer gut durch gekommen“, sagt Elli Piechnick.

Insgesamt investieren Bund und Hansestadt rund 13 Millionen Euro in das Projekt.

André Wornowski

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