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Stadthalle: Auf Parkplatz sollen Wohnungen entstehen

Südstadt Stadthalle: Auf Parkplatz sollen Wohnungen entstehen

Im Gegenzug schafft Investor unter der Erde für Hallenbesucher Parkflächen

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Ein Teil des Stadthallenparkplatzes an der Erich-Schlesinger-Straße soll bebaut werden.

Quelle: Fotos: M. Sander, T. Niebuhr, Archiv

Südstadt. Große Baupläne für die Flächen rund um die Stadthalle: Auf der Südseite des Hauptbahnhofes sind eine Sportarena und ein Parkhaus geplant. Und geht es nach der Rostocker CDU, sollen auf dem Parkplatz der Stadthalle an der Erich-Schlesinger-Straße zudem Mehrfamilienhäuser entstehen. „Dort ist eine ordentliche Menge an Wohnungen möglich. Wird auf der anderen Seite der Grote Pohl bebaut, integriert sich das auch gut ins Bild“, sagt Rostocks CDU-Chef Daniel Peters. Er schlägt eine Konzeptausschreibung für diesen Teil des Areals vor: „Als Bedingung dafür, dass ein Investor dort Wohnungen bauen darf, muss er im Gegenzug unterirdisch Parkplätze für die Stadthalle schaffen.“

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Im Gegenzug schafft Investor unter der Erde für Hallenbesucher Parkflächen

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Hintergrund: Die CKS Bau und Projektentwicklung GmbH aus Güstrow hatte bereits erste Entwürfe für eine Bebauung auf dem Parkplatz entwickelt: Die Firma schlug ein siebengeschossiges Multifunktionsgebäude vor – mit Netto Markt, Hotel sowie betreutem und studentischem Wohnen. Die dadurch wegfallenden Parkplätze der Stadthalle sollten durch ein Parkhaus kompensiert werden.

Im Gestaltungsbeirat der Hansestadt sind die CKS-Pläne jedoch abgelehnt worden. Vor allem die Höhe des Multifunktionsgebäudes stieß hier auf Kritik. „Die neue Bebauung sollte nicht als Fortsetzung der Punkthochhäuser begriffen werden, sondern als ein Ensemble. In diesem sollte das neue Gebäude ein Stadtbaustein von vielen sein, sich vor allem der Stadthalle unterordnet“, sagte der Beiratsvorsitzende Klaus-H. Petersen. Cordula Loidl-Reisch ergänzte, dass der Innenhof durch die sieben Geschosse fast komplett dauerhaft verschattet wäre und keine Attraktivität ausstrahle.

Die klare Empfehlung des Gestaltungsbeirates lautete: „Stadthalle und Neubau müssen hinsichtlich Lage, Masse und Höhe ein Ensemble bilden. Die Höhe des Neubaus darf in der Gesamtwirkung die Höhe der Stadthalle nicht überragen.“ Beiratsmitglied Antje Osterwold schätzte, dass die maximale Gebäudehöhe wohl bei fünf Geschossen liegen dürfte. Der CKS-Entwurf wurde daher auf Wiedervorlage zurückgestellt.

CDU-Chef Peters könnte sich nun vorstellen, dass die Parkplätze dann eben unter der Erde gebaut werden. So bliebe in den oberen Geschossen genug Platz für Wohnungen und Versorgungseinrichtungen. „Mit einer Konzeptausschreibung wollen wir das Ganze öffnen und auch anderen Investoren die Möglichkeit geben, Lösungen für dieses Grundstück zu entwickeln“, sagt Peters. Am Ende soll dann das beste Konzept ausgewählt werden. „Wir können doch die für Investoren attraktive Zinslage dafür nutzen, unsere städtebaulichen Ziele zu erreichen“, wirbt der Stadtvertreter für seine Idee.

Aus Peters Sicht könnte eine Konzeptausschreibung auch dabei helfen, den innerstädtischen Frieden zu wahren. Denn Ortsbeirat und Ausschüsse der Bürgerschaft legten bei diesem Vergabeverfahren schon im Vorfeld die Bedingungen fest: Wie viele Parkplätze sollen entstehen? Wie viele Geschosse sind maximal erwünscht? „Viele Konflikte könnten bereits vorher entschärft werden“, sagt Peters.

Laut Stadtsprecher Ulrich Kunze werden große Grundstücke der Hansestadt grundsätzlich über Ausschreibungen verkauft. In den Gremien werde dann abgewogen und entschieden, an welchen Interessenten das Grundstück veräußert werde. „Hier geht es auch um das beste Konzept, die beste Idee und darum, was am besten passt“, so Kunze. Gesetzlich sei die Hansestadt nur stets dazu verpflichtet, Grundstücke zum vollen Wert zu verkaufen.

Ob ein Teil des Parkplatzes an der Stadthalle nun von vornherein mittels Konzeptausschreibung vergeben wird, soll die Rostocker Bürgerschaft im März entscheiden.

Sportarena auf Südseite des Bahnhofs geplant

Auf der Südseite des Rostocker Hauptbahnhofes soll eine neue Sportarena entstehen. Die Halle soll als Wettkampfstätte für Basketball, Handball und Volleyball fungieren. Rund 3000 Zuschauer sollen hier Platz finden. Laut ersten Entwürfen wird die Halle so konzipiert, dass das Training für Handball und Basketball gleichzeitig in der Halle stattfinden kann. Bauherrin ist die Ostsee-Sparkasse. Neben der Arena soll in Richtung Gleise noch ein Parkhaus mit gut 1000 Stellplätzen entstehen. Der Gestaltungsbeirat lobte das Vorhaben.

André Wornowski

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