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Rostock Stadthalle Rostock ist jetzt namenlos
Mecklenburg Rostock Stadthalle Rostock ist jetzt namenlos
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00:00 06.05.2017
Der Name „Stadthalle“ ist Geschichte. Wie das 1979 eröffnete Gebäude nach dem derzeitigen Umbau heißen soll, bleibt noch geheim. Quelle: Fotos: Ove Arscholl

Das Dach ist offen, die Fassade nicht mehr da. Saal 7, wo bei Ü 30-Partys die „Clubsounds“ zu hören waren, gibt es nicht mehr. Durch die Nordwand scheint Tageslicht in den großen Saal. Und wo einst im Foyer Currywurst und Bier verkauft wurden, sieht es aus wie im Rohbau. An die Treppe nach unten erinnert nur noch ein großes Loch im Boden. Nach einem Monat Bauarbeiten dominieren in der Stadthalle derzeit noch die Abbrucharbeiten. Chefin Petra Burmeister geht mit einem mulmigen Gefühl durch ihre Halle, in der sie bereits seit den 80er-Jahren arbeitet: „Das geht schon an die Nieren, dass jetzt so viel kaputt gemacht wird“, sagt sie. Erschrocken habe sie sich, als sie in der Eingangshalle die großen Löcher im Boden gesehen hat, die die Bauarbeiter rund um die Säulen machen mussten, die einen Stahlmantel bekommen. „Das ist statisch notwendig, weil die Pfeiler künftig mit dem neuen Nordrang deutlich mehr halten müssen“, erklärt Burmeister.

Der Schriftzug ist ab. Nach dem Umbau soll die Stadthalle einen neuen Namen bekommen. Derzeit laufen Abbrucharbeiten. Künstler treten derweil in der Hansemesse auf.

Im oberen Stockwerk steht man im Freien. Die weißen Wände mit den sogenannten Mundloch-Türen, die zu den Sitzplätzen in den Rängen führen, sind für ein paar Tage Außenwände. Die Glasfassade wird rundum erneuert. „Das war vorher eine einfache Verglasung, die schon klapperte“, erzählt Burmeister. Hier steht mit dem Umbau eine Modernisierung an. Kernstück der Bauarbeiten ist jedoch der Nordrang. Das Gestühl ist hier bereits abgebaut, die Wand dahinter abgerissen. Die knapp 170 Sitzplätze, die es hier gab, werden dort neu geschaffen, wo im Ostrang mal Reporterkabinen waren.

Der Nordrang, mit dem in den nächsten Monaten rund 660 Plätze neu entstehen sollen, wird größer und darum weiter nach hinten ragen – und damit das ehemalige Foyer und den kleinen Saal 7 verdrängen.

Zum Bahnhof hin muss die Halle also verlängert werden. Das neue Foyer entsteht auf dem bisherigen Vorplatz. Für den neuen Vorplatz ist Boden aufgeschüttet und bereits verdichtet worden. „Wir sind im Kosten- und Zeitplan“, sagt Burmeister zufrieden.

In dieser Woche haben die Abreißer den Schriftzug von der Nordfassade entfernt. „Stadthalle“ wird das Gebäude künftig nicht mehr heißen. Welches Unternehmen Namensgeber werden soll, bleibt aber noch Burmeisters Geheimnis.

Künstler in der Hansemesse

Während des Umbaus weichen Künstler und Publikum in die gemütlich hergerichtete Hansemesse aus. Morgen tritt Luke Mockridge auf, am 20. Mai feiert die ungarische Rocklegende Omega ihr 55-jähriges Bestehen und am 2. Juni gibt es ein Wiedersehen mit Foreigner. Karten gibt es im Service-Center der OSTSEE- ZEITUNG. Auch die Vorverkaufskasse in der Stadthalle bleibt geöffnet.

Ove Arscholl

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