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Rostock Stadtparks haben durch Hitze stark gelitten
Mecklenburg Rostock Stadtparks haben durch Hitze stark gelitten
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15:11 07.10.2018
Monika Petersen vom Amt für Stadtgrün gießt im Rosengarten vor allem die Neuanpflanzungen. In diesem heißen Sommer musste zwei mal pro Woche gegossen werden. Quelle: Bernd Wüstneck/dpa
Stralsund/Rostock

Der Sommer mit seiner monatelangen Hitzeperiode hat der Natur massiv geschadet. Dies beweisen aktuelle Meldungen aus der Land- oder Forstwirtschaft. Aber auch ein Blick in die Stadtparks zeigt Schäden auf. Am auffälligsten sind die verbrannten Rasenflächen in den Innenstädten - doch die erholen sich, wie der Sprecher der Hansestadt Stralsund, Peter Koslik, in einer Umfrage der Deutschen Presse-Agentur sagte. Noch seien beim Baumbestand keine größeren Ausfälle zu beobachten. Doch habe der Sturm vor wenigen Tagen gezeigt, dass viele Bäume geschwächt seien und teils große Äste verloren haben. „Unsere Baumkontrolleure sind permanent unterwegs und schauen ganz genau hin“, sagte Koslik. Die Stadt nehme auch jeden Hinweis aus der Bevölkerung auf mögliche Probleme gerne an, fügte er hinzu.

Alle Städte in Mecklenburg-Vorpommern hatten in den Sommermonaten hohe Kosten durch die Bewässerung ihrer Grünanlagen. So auch in Rostock, wo sich teilweise sogar die Feuerwehr um das Wohl vor allem der Jungpflanzen kümmerte, wie Renate Behrmann vom Amt für Stadtgrün berichtete. Zwar hätten sich die Parks durch die jüngsten Regenfälle erholt, aber der Hitzestress sei überall zu beobachten. Die Arbeiter müssten viel Verwelktes aus Bäumen und Sträucher schneiden. Noch sei unklar, ob die angeschlagenen Bäume nun anfälliger für mögliche Krankheitserreger seien.

„Eine richtige Schadensbilanz ist erst im Frühjahr möglich, wenn die neue Wachstumsphase ansteht“, sagte die Stadtsprecherin von Neubrandenburg, Anett Seidel. In der Vier-Tore-Stadt sind viele Bäume jetzt schon in herbstlichem Braun. Die Experten gingen davon aus, dass sich die Gesamtfläche der geschädigten Bäume zunächst auf mehr als einen Hektar beschränkt. „Wir hoffen, dass jetzt nicht noch mehr Niederschläge ausfallen, das würde die Bäume noch weiter schwächen.“ Die Pflanzen bräuchten jeden Tropfen Wasser. Schon im Sommer seien die Einwohner gebeten worden, sich vor allem um die Jungpflanzen zu kümmern und sie mit Wasser zu versorgen.

„In Greifswald grünt es nach der Sommerhitze wieder“, betonte Stadtsprecherin Andrea Reimann. Nach Einschätzung des Grünflächenamtes gebe es keine nennenswerten Ausfälle durch die Trockenheit. „Lediglich der Samen für unsere Wildblumenwiesen, der Ende Mai entlang einiger Straßen ausgesät worden war, ist erst spät und leider auch nicht komplett aufgegangen – obwohl diese Flächen mehr als sonst gegossen worden sind.“

Die Städte müssten nun auch Vorsorge treffen, denn die monatelange Hitzeperiode werde kein einmaliges Ereignis sein. „Wir beachten dies sehr genau bei der Auswahl der Bäume, die wir neu pflanzen“, sagt Renate Behrmann aus Rostock. Nicht alle heimischen Arten werden bei diesen klimatischen Belastungen funktionieren. Und es werde nicht „den einen Klimabaum“ geben. „Es muss eine gute Durchmischung geben, wir wollen die Vielfalt erhalten.“

Joachim Mangler