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Rostock Stadtradeln beginnt: Rostocker treten in die Pedale
Mecklenburg Rostock Stadtradeln beginnt: Rostocker treten in die Pedale
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14:30 11.05.2018
Fahrradschloss statt Autoschlüssel: Für den Stadtradel-Star Udo Kragl heißt es 21 Tage autofrei. Der Prorektor der Uni Rostock hat seinen Autoschlüssel am Mittwoch Holger Matthäus zur Verwahrung übergeben. Quelle: Foto: J. Hegermann
Stadtmitte

Es wird wieder geradelt: Der bundesweite Stadtradel-Wettbewerb beginnt auch in Rostock am Sonntag. Auftakt ist die große Warnowtour, die in diesem Jahr zur Sommerrodelbahn nach Bad Doberan führt. Danach zählt jeder Rad-Kilometer – für drei Wochen. „Mein Aufruf an alle: Machen Sie alle Ihr Fahrrad fit und radeln Sie für eine leisere und saubere Stadt“, sagt Rostocks Umweltsenator und Schirmherr der Aktion, Holger Matthäus (Grüne). Er wird für das Team „Die Klima-Retter“ in die Pedale treten.

„Innerhalb von drei Wochen soll so viel wie möglich geradelt werden und die Ergebnisse können dann online eingetragen werden“, erzählt Matthäus. Auf der Internetseite oder per App können sich die Hansestädter beteiligen, einem Team beitreten oder eine neue Gruppe gründen. Derzeit sind bereits mehr als 100 Teams unter www.stadtradeln.de/rostock angemeldet. Claudia Kruse, Koordinatorin der Aktion Stadtradeln, ist zufrieden. „Beim letzten Mal hatten wir 108 Teams. Ich denke, dass wir ein erfolgreiches Jahr haben werden und die Zahlen vom letzten Mal noch übertreffen.“ Wer keine eigene Gruppe gründen wolle, könne dem offenen Team Rostock beitreten. „Es kann jeder mitmachen. Egal, ob jung, ob alt.“ Letztendlich gehe es hier schließlich auch um ein verbessertes Stadtklima.

„Das Fahrradklima hat sich in der Stadt in den vergangenen Jahren extrem verbessert“, sagt Matthäus. Er habe sich als dienstliches Ziel gesetzt, das Radschnellwegenetz noch während seiner Amtszeit aufzubauen. „Das Konzept ist durch. Wir haben schon erste Finanzierungen, aber wir setzen immer auf Fördermittel.“ Daher würde es sich bei der Umsetzung dieses Projekts um solch einen langen Prozess handeln. Der Rückhalt der Stadt sei jedoch sicher. „Es wird mittlerweile mit der Pedale abgestimmt, was die Menschen in Rostock wollen.“

Für zwei Rostocker werden die 21 Tage eine besondere Herausforderung. Sie wollen in der Zeit komplett autofrei leben. Udo Kragl, Prorektor der Uni Rostock, und Frank Ivemeyer, Kanzler der Hochschule für Musik und Theater, übernehmen die Rolle der Stadtradler- Stars. Kragl hat seinen Autoschlüssel bereits am Mittwoch dem Umweltsenator übergeben. Er wird sie in den kommenden Wochen verwahren. Von Kritzmow fährt Kragl schon jetzt täglich mit dem Rad zur Arbeit. „Da ist der ÖPNV nicht ganz so gut. Das Fahrrad ist viel praktischer.“ Mit dem Auto müsse er sich sonst auch vom Verkehr oder der Parkplatzsuche abhängig machen. Allzu schwierig schätzt Kragl seine Aufgabe daher nicht ein. „Ich habe mein Auto das letzte Mal am 30. April bewegt.“ Auch das Wetter macht ihm keine Probleme.

„Dank App kann man die Regenschauer gut abpassen oder einfach eine zweite Hose auf Arbeit lagern“, erklärt er ganz pragmatisch. Selbst finanziell lohne sich das Radfahren. „Allein durchs Spritsparen und durch den Verzicht auf Parkkosten könnte man sich alle zwei Jahre ein neues Rad kaufen“, ist sich Kragl sicher, der im Team „Campus Südstadt“ teilnimmt.

Ab Sonntag beginnt das Kilometer-Zählen. Und das Radfahren soll für die Teilnehmer belohnt werden. „Die aktivsten Teams sollen bei einer Preisverleihung am Klima-Aktionstag im September ausgezeichnet werden“, erzählt Claudia Kruse. Bis dahin wird es dank einer Kooperation mit der Rostocker Bäckerei und Konditorei Nowak drei Aktionen in der Stadt geben, bei denen Radler für ihren Einsatz mit einem Frühstücksbeutel belohnt werden. Die Pakete werden am 16. Mai Am Strande, am 23. Mai am Mühlendamm und am 30. Mai im Lindenpark jeweils in der Zeit von 7.30 Uhr bis 9.30 Uhr an die Radpendler verteilt.

Johanna Hegermann

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