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Rostock Saubere und digitale Schulen: Stadtschülerrat setzt sich ein
Mecklenburg Rostock Saubere und digitale Schulen: Stadtschülerrat setzt sich ein
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15:01 26.10.2018
Neu gewählt: Vorsitzende Caroline Freitag (16, v. l.) und ihre Stellvertreter Katharina Scheyko (17) und Jakob Liebich (15) setzen sich für die Interessen der Rostocker Schüler im Stadtschülerrat ein. Quelle: Lea-Marie Kenzler
Lichtenhagen

Freies Wlan, saubere Schultoiletten, ein Beamer für jedes Klassenzimmer und mehr schulpolitisches Engagement – an den Schulen der Hansestadt soll sich dringend etwas ändern. Dafür setzt sich der Stadtschülerrat, dem tausende Rostocker Schüler vertrauen, aktiv ein. Gestern wurden die Vorstandsmitglieder und ihr Vorsitz neu gewählt: Caroline Freitag (Jenaplanschule) und ihre Stellvertreter Jakob Liebich (Christophorusschule) und Katharina Scheyk0 (Hundertwasser-Gesamtschule) packen nun die Probleme an den Schulen an.

In der Hundertwasser-Gesamtschule wurde am Freitag nicht nur über einen neuen Vorstand entschieden, sondern auch der Zustand der Schulen in der Stadt diskutiert. Die Mitglieder sind an ihren jeweiligen Bildungseinrichtungen bereits als Klassen- oder Schülersprecher aktiv. Im Rat vertreten sie etwa 30 Rostocker Schulen und ihre Schüler.

Bis gestern war Leo Radloff vom Käthe-Kollwitz-Gymnasium noch Vorsitzender des Rostocker Stadtschülerrats. Dieses Amt musste der 18-Jährige nun niederlegen, weil sein Abitur in diesem Schuljahr anstehe, sagt er. Radloff engagiere sich schon seit vielen Jahren als Schülersprecher, im Stadt- und Landesschülerrat, sogar auf Bundesebene ist er aktiv. Um neue Ideen und Impulse zusammenzubringen, traf sich der Rat schon bei einer Tagung am Donnerstag. „Eine finanzielle Unterstützung für unser Treffen gab es seitens der Stadt nicht“, bemängelt Leo Radloff und ergänzt: „Rostock bewegt Traditionsschiffe, braucht etliche Riesenräder zum Stadtgeburtstag, aber schafft es nicht, die Schülerratsarbeit zu fördern. Das ist enttäuschend.“ Auch die neugewählten Mitglieder wünschen sich mehr Unterstützung von den Verantwortlichen der Stadt, schließlich habe Sozial-Senator Steffen Bockhahn (Die Linke) versprochen, in Bildung zu investieren.

Ein weiteres Thema, das den Schülern auf der Seele liegt, ist der Zustand vieler Schultoiletten. „Müllhaufen, fehlende Klobrillen und Seifenspender, Toilettentüren, die nicht schließen und verstopfte Rohre sind einfach nur katastrophal. Bei uns mag man nicht mehr auf die Toilette gehen“, erklärt Katharina Scheyko von der Hundertwasser-Gesamtschule. Und auch Leo Radloff kennt die schlimmen Zustände an vielen Schulen der Stadt. „An der Borwin-Schule befinden sich die Toiletten direkt neben dem Speisesaal. Wenn es dort regnet, steigt das Wasser in den Toiletten. Der Gestank ist kaum zu ertragen“, sagt er. Für mehr Hygiene und Sauberkeit wolle der neue Stadtschülerrat zuerst eintreten.

Auch die Digitalisierung der Schulen liege den Rostocker Schülern am Herzen. Ein Beamer für jedes Klassenzimmer, Wlan, Tablets und Laptops gehören für sie zum zeitgemäßen Unterricht. „Das Thema ist uns genau so wichtig wie die Basisarbeit“, erklärt Jakob Liebich. Damit meint der 16-Jährige Aufklärungsarbeit an Schulen über Gesetze, Rechte und Pflichten. „Wir wollen mehr Schüler motivieren, aktiv zu werden und gute Ideen für eine bessere Schule einzubringen.“

Lea-Marie Kenzler

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