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Rostock Stadtsportbund: Wachstum bringt Herausforderung
Mecklenburg Rostock Stadtsportbund: Wachstum bringt Herausforderung
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14:04 28.10.2018
Sitzung des Sportrates des Stadtsportbunds Rostock Quelle: Johanna Hegermann
Rostock

Selten habe es so wenig Kritik gegeben. Einmal im Jahr kommt der Sportrat des Stadtsportbunds zusammen, um Rechenschaft abzulegen und um das vergangene Jahr auszuwerten. Dabei gab es für 2017 viel Lob. „Das macht mich skeptisch“, scherzt Rostocks Sportsenator Steffen Bockhahn (Linke). „Es ist ein Beleg dafür, was wir in den vergangenen Monaten geschafft haben“, fügt er hinzu. Bürgerschaft und Verwaltung hätten gut zusammengearbeitet. „In Fragen des Sports gibt es eine überraschend große Einigkeit.“

Das macht sich auch bei den Sportfreunden bemerkbar. „Rostock ist eine Stadt des Sports“, betont Herbert Pankau, Präsident des Stadtsportbunds. „Die Stadt tut viel für die Sportförderung – direkt und indirekt.“ Gerade in der jüngeren Vergangenheit habe der organisierte Sport hier eine Aufwertung erfahren. Das liege nicht zuletzt daran, dass der Sonderfond der Sportförderung auch für den Doppelhaushalt 2018/2019 in Höhe von jeweils 100 000 Euro gesichert wurde. Außerdem hätten die Stadt ein Zeichen gesetzt. Schon ab 2019 werden pro Jahr 91 800 Euro für die Bezahlung der 20 Übungsleiter freigestellt. Auch die Stadttrainerstellen hätten eine Erhöhung von 36 000 Euro auf 40 000 pro Jahr. „Es ist wichtig, dass unsere Trainer ein gutes Gehalt bekommen. Nach Darlegung der Situation hat die Stadt schnell reagiert. Ich war erstaunt, wie fix das ging“, lobt Pankau.

Die Infrastruktur für den Sport verbessere sich zusehends, dennoch stoße man vielerorts an die Kapazitätsgrenze. „Der Sport braucht in Zukunft weitere Hallen.“ Pankau ist sich sicher, wenn Rostock wächst, werde auch die Anzahl der Mitglieder beim Stadtsportbund weiter zunehmen. „Der Verein muss in die Planung der weiteren Infrastruktur mehr denn je einbezogen werden.“ Schon jetzt gebe es mehr als 53 000 Mitglieder. Etwa 25 Prozent der Einwohner sind im organisierten Sport aktiv. „Wenn der Zuwachstrend anhält, gibt es bald weitere 15 000 bis 20 000 Mitglieder im Stadtsportbund“, sagt Pankau und spielt damit auf die Wachstumsprognose Rostocks an, laut der bis 2035 die Einwohnerzahl auf knapp 240 000 steigen soll. Auch die Bundesgartenschau (Buga) sorgt bei den Sportfreunden nicht nur für Freudensprünge. „Der Sport begrüßt Rostocks Bewerbung für die Buga 2025, aber deswegen dürfen andere Großpläne des Sports nicht in Verzug geraten“, mahnt Pankau. Hier nennt er als Beispiel den Bau einer Eis- und Schwimmhalle im Nordwesten. „Vom Oberbürgermeister und vom Finanzsenator gibt es dazu klare Aussagen, das beides möglich ist. Darauf möchte ich mich verlassen“, erklärt Senator Bockhahn. An der Machbarkeitsstudie für eine Kombination aus Schwimm- und Eishalle arbeite man zurzeit noch. „Wir wollen mit dem Bau spätestens 2020 beginnen.“

Wachsende Mitgliederzahlen im organisierten Sport

Der Zuwachs im Stadtsportbund Rostock wurde auch 2017 fortgesetzt. Zum 1. Januar 2017 wurden 51 338 Mitglieder gezählt. Durchschnittlich haben die 201 Mitgliedsvereine damit 255 Mitglieder. Das ist Rekord im Vergleich aller Stadt- und Kreissportbünde in Mecklenburg-Vorpommern.

2018meldeten sich weitere 1674 Mitglieder in Vereinen des Stadtsportbunds Rostock an. Zum 1. Januar gab es damit insgesamt 53 012 Mitglieder.

Er hat weitere gute Nachrichten im Gepäck. „Mit großer Freude kann ich sagen, dass wir den Zuwendungsbescheid bekommen haben, um den Ausbau des Sportplatzes an der Hundertwasserschule in Lichtenhagen fortzusetzen.“ 2019 kann dort gebaut werden. Außerdem soll im kommenden Jahr auch der Sportplatz an der Kopenhagener Straße am Schulcampus erbaut werden. Hier soll zukünftig sogar ein Sportcampus entstehen. Geplant sei dafür auch ein ligataugliches Baseballfeld. „Spätestens 2020 wollen wir dann mit der Sanierung der Hallen anfangen.“

Zur Nachfrage nach der geplanten Sportarena am Bahnhof hat Bockhahn jedoch keine guten Nachrichten. „Vorsichtig formuliert würde ich sagen, da passiert gerade nicht viel.“ Man müsse gucken, wie es weitergeht. Man sei jedoch im Gespräch mit den dortigen Vereinen.

Neben vielen gegenseitigen Danksagungen will Andreas Bluhm, Präsident des Landessportbunds MV, die Ehrenamtlichen nicht vergessen. Sie würden sich darum kümmern, dass sich das Rädchen „Sport“ weiterdrehen könne.

Johanna Hegermann

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