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Rostock Stadtteilfeste: Heiße Phase für Rostocks Partyplaner
Mecklenburg Rostock Stadtteilfeste: Heiße Phase für Rostocks Partyplaner
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05:55 09.05.2017
Besuchermagnet: Stadtteilfeste locken jedes Jahr tausende Rostocker an. Zu den größten Feten zählte „KTV macht blau“. Der Stadtteil lässt es mittlerweile zwar eine Nummer ruhiger angehen. Doch auch in diesem Sommer wollen es die Veranstalter dort krachen lassen.  Quelle: Arscholl, Ove
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Rostock

Sie bereiten Hunderten Rostockern Freude, doch in diesem Sommer ist Schluss mit lustig: Die Organisatoren des Stadtteilfestes Südstadt/Biestow sagen die Freiluft-Party ab. Spiele, Sport, Musik, Grillwürstchen, Blechkuchen – all das wirds diesen September auf dem Gelände am Kringelgraben nicht geben. „Das Fest liegt mir am Herzen. Deshalb fällt es mir sehr schwer, diese Entscheidung zu treffen“, bedauert die Leiterin des Stadtteil- und Begegnungszentrums (SBZ) „Heizhaus“, Dagmar Dinse. Ihr bleibe jedoch keine Wahl. Bühne, Stände, Unterhaltungsprogramm – all das zu organisieren, koste viel Kraft und Zeit, erklärt Dinse. Sie habe in der Nachbarschaft nach Unterstützern gesucht, die ihr und ihrem Team dabei unter die Arme greifen. Vergeblich. „Offenbar gibt es momentan keinen Bedarf“, bilanziert die SBZ-Leiterin. „Ich habe viele Ideen für das Fest, möchte aber nicht alleine loslaufen. Zuletzt hatte ich das Gefühl, dass ich das muss“, sagt Dinse.

Auf Hochtouren laufen indes die Vorbereitungen für das KTV-Fest. Das Organisatoren-Team stimme gerade die letzten Details ab, sagt Marcus Antonioli, Vorsitzender des KTV-Vereins. „Es sieht gut aus. Wir haben eine sehr aktive Arbeitsgruppe.“ Worauf Besucher sich freuen dürfen, will er noch nicht verraten. Das Festprogramm soll aber noch im Laufe dieser Woche veröffentlicht werden. Die Party in Rostocks größtem Stadtteil steigt am 17. Juni, und zwar mit bewährtem Konzept. Mitmach-Aktionen soll es wieder an vielen verschiedenen Plätzen in der KTV geben. „Es wird ein familienfreundliches Fest, keine feuchtfröhliche Sause“, betont Antonioli.

Riesenrummel erhofft sich Frank Holle. Er stellt mit seiner Eventagentur Goliath das größte Stadtteilfest in Rostocks Nordosten auf die Beine: das Mühlenfest in Dierkow/Toitenwinkel. Drei Tage lang, vom 8. bis 10. September, verwandelt sich die Mühlenwiese in der Hinrichsdorfer Straße zur kunterbunten Partyzone. Das gelinge jedoch nur, weil Ehrenamtler und Profis gemeinsam das Fest planen, betont Holle. „Das ist einzigartig in Rostock.“ Und offenbar erfolgreich: „Das Event hat sich genial entwickelt“, sagt Holle. Inzwischen ziehe die Veranstaltung bis zu 10000 Besucher an. Damit auch in diesem Jahr die Massen auf die Mühlenwiese strömen, hat Holle „auf Highlights gesetzt“. Dazu zähle neben Höhenfeuerwerk und Helene-Fischer-Double die DDR-Band Berluc („No Bomb“, „Die Erde lebt“). Die soll gleich am ersten Abend die Bühne entern. Holle: „Ein Garant für einen vollen Platz.“ Das Wochenende würden dann rund 30 Vereine gestalten. Das Mühlenfest findet zum 13. Mal statt. So rund wie jetzt, lief’s zunächst jedoch nicht. „Zu Beginn haben wir viel Geld reinstecken müssen“, erinnert sich Holle. Inzwischen würden zahlreiche Rostocker Unternehmen das Fest mit großen Beträgen bezuschussen. Nicht zuletzt, weil die Dreitages-Sause eine willkommene Werbeplattform biete. Deshalb sei beim Mühlenfest genug Geld für Technik, Organisation und Security da. Für Halbtags-Events sei es hingegen schwer, Sponsoren und Standbetreiber zu gewinnen, glaubt Holle.

Dagmar Dinse hofft, dass der Aussetzer in der Südstadt ein einmaliger bleibt. „Vielleicht motiviert er andere, sich einzubringen, damit das Fest im nächsten Jahr wieder stattfindet.“ Den Wunsch dürften viele teilen, immerhin hatten im vergangenen Jahr gut 3000 Rostocker das Stadtteilfest besucht. Jenen, die auch in diesem Spätsommer in der Südstadt in großer Runde feiern möchten, unterbreiten der Verband der Gartenfreunde und die Wohnungsgenossenschaft Marienehe ein Alternativangebot. Beim Erntebasar am 23. September im Freizeittreff „Süd-Pol“ seien alle Südstädter und Biestower herzlich willkommen, sagt Christian Seifert vom Kleingartenverband.

OZ

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