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Rostock Stammtisch: Chronisten gehen online
Mecklenburg Rostock Stammtisch: Chronisten gehen online
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00:01 30.11.2017
Anita Sawitzki (v. l.), Michael Voss und Dieter Westphal vertiefen sich in eine alte Karte ihrer Region. Quelle: Fotos: Jürgen Falkenberg
Vogtshagen

Nach der Wende wurden im Rahmen von Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen (ABM) in vielen Dörfern Ortschronistenstellen geschaffen. Mehr oder weniger eifrig wurde geschichtliches Material gesichtet, zusammengetragen und zur Chronik gestaltet.

Ortsgeschichten werden digitalisiert und im Internetportal zu lesen sein

Vor 20 Jahren trafen private Ortschronisten mit den „ABM-Chronisten“ zum Austausch zusammen. Manfred Labitzke aus Willershagen, von Beginn an dabei, vermerkt: „Es war ein Kennenlernen. Materialien wurden ausgetauscht. Gemeinden, Kirchen und Friedhöfe wurden besucht“. Zu den ersten, die den Chronistenstammtisch bildeten und auch heute noch aktiv sind, gehören Wilfried Steinmüller, Volker Schmidt und Dieter Westphal. Heute sind es 15 Chronisten, die regelmäßig zusammenkommen, um sich auszutauschen, um Neues zu erfahren. „Wir haben den Kreis der Teilnehmer über das Amt Rostocker Heide auf die ganze Region Heide ausgedehnt. Wechsel in einigen Gemeinden waren nicht zu vermeiden“, sagt Wilfried Steinmüller, der auf Grund seiner wissenschaftlichen Arbeit den Mitchronisten zur Arbeit mit der Chronik und zur Archivarbeit wertvolle Hinweise gibt.

In der November-Stammtisch-Runde, wie zumeist bei der Vogtshäger Chronistin und Wirtin des „Krug zur alten Waage“Adelheit Weitzel, wurde ihm Danke für die anleitende und helfende Arbeit gesagt.

Adelheit Weitzel stieß 2010 zum Stammtisch. Zum ersten Mal dabei war Michael Voss, der in vielen Jahren in Rostocker Wulfshagen aus Fundsplittern eine Chronik erarbeitete. „Unbekannte, oft private Quellen, sind noch zu erschließen“, sagt er.

Auch „fertige“ Chroniken, wie die von Rövershagen und Willershagen, erfahren nach dem Erkennen von Querverbindungen zu anderen Orten Ergänzungen. „Man stößt oft auf Erstaunliches“, stellte die Runde fest.

Eine neue Etappe der Chronistenarbeit hat begonnen. „Die Chroniken sollen für jedermann zugänglich sein“, ist die Aussage, auf der das Nutzen des Internetportals beruht. „Wir sind das erste Bundesland, das unter Federführung des Wossidlo-Institutes ein zentrales Portal für Ortschroniken schafft“, sagt Mitorganisator Wilfried Steinmüller. Die ersten Ergebnisse sind unter www.ortschroniken-mv.de zu sehen. Zugang zum Portal haben bisher vier Ortschronisten. So sind auch 50 Seiten der Vogtshäger Chronik bereits digitalisiert. Der Stammtisch hat sich vorgenommen, bei der digitalen Arbeit den Austausch zu verstärken. In der engen Zusammenarbeit mit dem Leiter des Instituts für Volkskunde Christoff Schmitt wurden auch die technischen Voraussetzungen geschaffen.

Jürgen Falkenberg

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