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Stark wie Sparta, schön wie Diva Donna

Schmarl Stark wie Sparta, schön wie Diva Donna

Bei der Rassehunde-Ausstellung am Wochenende führten mehr als 20 000 Halter ihre vierbeinigen Lieblinge aus.

Schmarl. Die OSTSEE-ZEITUNG sucht ab heute die „Tierischen Lieblinge“ der Leser. Regelmäßig wollen wir über Ihre Katzen, Leguane oder Mäuse berichten.

Bei der zehnten Rassehunde-Ausstellung in der Hanse-Messe am Wochenende konnte das besondere Verhältnis zwischen Hund und Halter bereits gut beobachtet werden. Insgesamt reisten gut 60 Aussteller und 240 Hunderassen aus 17 Ländern an.

Andrea Wienhöft und Ronny sind ein Traumpaar — obwohl sie 35 Jahre älter ist als er. „Ich verbringe meine Nachmittage, Abende und Wochenenden mit ihm und stimme all meine Urlaube auf ihn ab“, erzählt die Güstrowerin. Sie ist ganz verliebt in ihren kleinen, weißen Bologneser mit den großen, dunklen Knopfaugen. Ronny ist das „Kuscheltier“ der Familie.

Bei Familie Purrmann aus Lebbin bei Neubrandenburg gibt es einen ganz anderen Favoriten: Frieda, das Boston Terrier-Weibchen. „Sie ist einfach die Schönste!“, schwärmt Vater Mirko Purrmann (44) für die großen Ohren und die praktisch nicht vorhandene Nase Friedas. „Ihr Zuchtname ist ‘Diva Donna‘ — die Göttlich oder Schöne — das passt zwar zu ihr, war uns aber nichts“, verrät seine Frau Manuela (40). „Außerdem hört sie besser auf ‘Frieda‘“, ergänzt Sohn Max (13).

Das Gegenteil einer Diva wollte Baofeng Wang (23). Für den Studenten der Hochschule für Musik und Theater kamen nur zwei Hunde-Arten in die engere Wahl: die beiden britischen Rassen Golden Retriever oder Labrador Retriever. Vor zwei Monaten fand er dann seinen schlappohrigen Welpen: Sparta. „Er ist so süß und man kann ihm unglaublich viel beibringen — ich wollte schon immer einen Hund haben“, sagt der gebürtige Chinese glücklich. Den Namen habe er ganz bewusst ausgewählt: „Er soll so groß und stark werden wie Sparta — nur nicht so kämpferisch“, erklärt der 23-Jährige.

Die Größe ist für Anju kein Problem. Denn eine Höhe von 60 Zentimetern ist bei den Do-Khyis, oder auch Tibetdoggen, Mindestmaß. Doch Halter Catherina Debo und Thomas Eggert aus Schönberg (Nordwestmecklenburg) sind nicht deswegen von Anju angetan. „Das ist die beste Rasse der Welt: wachsam, souverän, schmusig, sehr unabhängig — einfach fantastisch“, sagt die 50-Jährige. „Sie haben einen ganz eigenen Charakter. Wer einmal einen Do-Khyi hat, der will keinen anderen Hund mehr“, ergänzt Eggert. 2009 hat das Paar die seltene Rasse für sich entdeckt, seit 2011 züchtet es auch.

 

Anne Kubik

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