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Rostock Strandkorb-Auktion im Ostseebad
Mecklenburg Rostock Strandkorb-Auktion im Ostseebad
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14:24 02.11.2018
Klaus Möller freut sich über jeden versteigerten Strandkorb. 20 Prozent des Erlöses gehen an den Leuchtturmverein. Quelle: Jobst Mehlan
Rostock

Auktion an der „Strandoase“: Am Mittwoch hat die Strandkorbvermietung Treichel 30 Körbe an die Meistbietenden versteigert. Etwa 300 Kaufinteressierte sowie zahlreiche Zuschauer verfolgten das Spektakel bei gutem Wetter.

Es wird gelacht, gefeiert, Glühwein getrunken und es wird geboten. „120, ja. 130 und da höre ich 140 Euro, und da werden sogar 150 Euro für diesen flotten und in blau-weiß gehaltenen Strandkorb geboten. Top in Schuss“, preist der Auktionator Jörg Mandel den Korb der Vermietung Treichel an. Mit seiner unterhaltsamen und lebendigen Art heizt er die Bieter an. „Jawohl: 150 zum Ersten, Zweiten und Dritten. Bitte meine Dame, dieser Strandkorb gehört ihnen. Mein Glückwunsch, Applaus!“ Die Besucher sind begeistert.

„Mit dieser Strandkorbversteigerung hat dieser außerordentlich sonnige Sommer seinen Abschluss gefunden“, sagt Jobst Mehlan. Er ist sich sicher: „Die Veranstaltung ist auf dem besten Weg, eine feste Größe am Warnemünder Strand zu werden.“

Bereits zum dritten Mal haben Mathias und Franziska Treichel die Auktion veranstaltet. Mittlerweile sei es für Warnemünde ein kleines Highlight. „Wir könnten die Körbe theoretisch auch verkaufen, aber die Leute haben Spaß an der Versteigerung gefunden und finden es aufregend“, erzählt die Mit-Inhaberin. Nach etwa fünf Jahren müsse ein Korb aus der Vermietung ausgemustert werden. „Im privaten Gebrauch halten die noch locker zehn Jahre.“

Dabei hatten sie für die erste Versteigerung aus der Not eine Tugend gemacht. „Wir hatten damals etwa 20 Körbe aussortiert“, sagt Franziska Treichel. Sie standen nur im Lager herum und sollten verkauft werden, aber die Nachfrage sei nicht so groß gewesen. Also starteten sie mit der Auktion einen Versuch. Es war ein voller Erfolg.

30 Strandkörbe kamen unter den Hammer

Mittlerweile lockt das Spektakel nicht nur die Warnemünder an. Zulauf gibt es mittlerweile auch von Urlaubern und Interessierten aus ganz Rostock. Zwei der Körbe sollen nun sogar eine längere Reise antreten. Einer wurde erstmals nach Tirol und ein anderer in den Harz versteigert. Insgesamt sollten in diesem Jahr 30 Strandkörbe versteigert werden. Jeder davon hat ein neues Zuhause gefunden und wird in Zukunft wohl Gärten, Balkone, Terrassen und Strandabschnitte beleben.

Die Preisspanne sei ganz unterschiedlich. Der günstigste Korb wurde für 80 Euro ersteigert, das höchste Gebot lag bei einem anderen Strandkorb bei 280 Euro. Die besonderen Auktionsgüter seien vor allem etwas für Bastler. Manch ein Korb müsse neu gestrichen werden, bei anderen sollte auch die Markise oder der Bezug erneuert werden. Doch auch, wenn man noch einmal Hand anlegen muss, sagt Franziska Treichel klar: „Die Qualität der Strandkörbe ist immer noch besser, als wenn man sich einen im Baumarkt holt.“

Teil der Erlöse wird gespendet

Auch der Leiter des Leuchtturmvereins lobt die tolle Stimmung. „In diesem Jahr ist der Zuspruch noch gewachsen. Damit ist es den Treichels gelungen, eine schöne Tradition ins Leben zu rufen, die uns sehr zugutekommt“, sagt Klaus Möller. Ein Teil der Einnahmen soll nämlich gespendet werden. 20 Prozent des Erlöses, und damit in diesem Jahr rund 800 Euro, gehen an den Leuchtturmverein. „Wir freuen uns über das Geld und werden es in die Werterhaltung unseres Leuchtturms einfließen lassen.“

Mit der Auktion feiert die „Strandoase“ symbolisch das Ende der Saison. Noch würden sie jedoch Strandkörbe vermieten. „Wir warten jetzt ab, wie sich das Wetter entwickelt“, sagt Franziska Treichel. Solange es Nachfrage gebe, würden sie auch das Angebot vorhalten. „Aber am 15. November müssen wir komplett verschwunden sein.“

Johanna Hegermann

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