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Rostock Streit um Stadtgeburtstag: OB dreht am (Riesen-)Rad
Mecklenburg Rostock Streit um Stadtgeburtstag: OB dreht am (Riesen-)Rad
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05:45 12.03.2018
Das Riesenrad auf dem Neuen Markt gehört zu den beliebtesten Attraktionen beim Rostocker Weihnachtsmarkt. Zum Stadtgeburtstag will die Hansestadt nun gleich dieser Fahrgeschäfte aufbauen. Quelle: Frank Söllner
Rostock

Neuer Ärger um das Rostocker Stadtjubiläum? Nach dem Skandal um das mit Schadstoffen belastete Jubiläumskuscheltier „Greifi“, droht nun Zoff um das geplante Riesenradtreffen. Der Vergabeausschuss der Bürgerschaft hat es abgelehnt, fast 140.000 Euro für die Miete der Fahrgeschäfte zur Verfügung zu stellen. Die Bürgerschaft habe den Plänen nie zugestimmt. Oberbürgermeister Roland Methling (UFR) ist das gleich: Methling kündigt bereits an, dass Geld so oder so auszugeben. Das aber könnte ihm juristischen Ärger einbringen.

Sieben Riesenräder - in der ganzen Stadt

Hintergrund des Ganzen: Rund um den 800. Geburtstag am 24. Juni und den Hansetag sollen in Rostock insgesamt sieben Riesenräder aufgebaut werden. Laut den Plänen sollen die Fahrgeschäfte am Gehlsdorfer Ufer, in Warnemünde, auf dem Alten Markt, am Osthafen (Höhe Hotel Warnow) sowie am Stadthafen (Silo, Kabutzenhof und Christinenhafen) stehen. Die stadteigene Großmarkt GmbH soll die Fahrgeschäfte von Schaustellern – auch Rostockern – anmieten. „Am Stadtgeburtstag werden die Fahrten für Bürger in jedem Fall kostenfrei sein“, kündigt Franziska Nagorny, Leiterin des 800-Jahr-Büros der Stadt, an.

Bürgerschaft hat nie zugestimmt

Doch das Organisationsbüro und der OB haben die Rechnung ohne die Bürgerschaft gemacht: Denn aus Sicht der Politik sind noch zu viele Fragen offen, was das Riesenrad treffen angeht. Unter anderem bemängelte Ulrike Jahnel (CDU), dass mit festen Standorten geplant werde. Dabei sei gar nicht klar, ob der Untergrund dort die Riesenräder tragen könne. Und Kristin Schröder (Linke) kritisierte, dass der OB viel Geld ohne Segen der Bürgerschaft ausgeben will. Denn dem Stadtparlament seien die Planungen für das Jubiläum stets nur zur Kenntnis gegeben worden. Entschieden wurde nie.

OB nimmt juristisches Nachspiel in Kauf

OB Methling denkt trotz der Kritik aber gar nicht daran, sich das Riesenradtreffen vermiesen zu lassen: Er werde die 140.000 Euro dennoch freigeben – auch ohne Haushalt, als „unaufschiebbare Ausgabe“. Das jedenfalls kündigt er gegenüber der OZ an. Laut Hauptsatzung der Stadt darf er jedoch nur bis 50.000 Euro allein ausgeben – und auch nur mit Segen des Vergabeausschusses. Er könne das Einvernehmen des Ausschusses aber ersetzen, sagt Stadtsprecher Ulrich Kunze – „wenn das – wie in diesem Fall – dringend erforderlich ist“ Die SPD kritisiert das eigenmächtige Vorgehen Methlings: „Die Riesenräder dürften wohl kaum zu den notwendigen Ausgaben zählen“, sagt SPD-Fraktionsvize Thoralf Sens. Er fordert ein Krisengespräch zwischen Bürgerschaft und Rathaus: „Das Stadtjubiläum ist zu wichtig für politische oder rechtliche Auseinandersetzungen.“ Nach Angaben des 800-Jahr-Büros sollen Sponsoren einen Großteil der Kosten für das Riesenradtreffen übernehmen. Namen oder Summen nennt die Stadt aber nicht. Nach OZ-Informationen soll unter anderem der städtische Vermieter Wiro für Methlings Räder zahlen.

Andreas Meyer

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