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Strom-Geld für Künstler und Medienmacher

Kröpeliner-Tor-Vorstadt Strom-Geld für Künstler und Medienmacher

Rostocker Stadtwerke verlängern Partnerschaft mit der Frieda 23

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Radiomachen hat viel mit Leidenschaft zu tun: Kristin Schröder von Lohro freut sich über Sponsoring für Küchenkonzerte.

Quelle: Fotos: G. Kleine Wördemann

Kröpeliner-Tor-Vorstadt. . Für wichtige Anlässe macht Sven Ehrecke schon mal eine Ausnahme und trägt Sakko und weißes Hemd. Gestern war wieder mal so eine Gelegenheit für den Vorstand der gemeinnützigen Karo AG, Träger des Kunst- und Medienzentrums Frieda 23, morgens die feineren Sachen aus dem Schrank zu holen.

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Rostocker Stadtwerke verlängern Partnerschaft mit der Frieda 23

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In der Frieda hatte sich Besuch von den Rostocker Stadtwerken angemeldet. Und nicht zum Stromzähler ablesen, sondern im höheren Auftrag: Der kommunale Versorger verlängert seinen Sponsoring-Vertrag mit dem Frieda-Träger. Ehrecke und Stadtwerke-Chefin Ute Römer unterzeichneten den neuen Vertrag, umgeben von Staffeleien und Bildern im Atelier des Kunsthauses.

„Das ist wie Weihnachten, auch wenn die Feiertage gerade vorbei sind“, freute sich der Frieda-Chef. Bereits zum dritten Mal unterstützen die Stadtwerke eine Reihe von Projekten. Zu den Nutznießern gehört das Lokalradio Lohro, das mit dem Geld vom Stromversorger die Reihe „Küchenkonzerte“ weiter ausbauen will. „Das ist eine kleine, nette Veranstaltung“, erklärte Lohro-Geschäftsführerin Kristin Schröder. Weil die Teeküche des Senders größer ist als der Name vermuten lässt, waren „50 bis 60 Leute“ bei den ersten akustischen Küchenkonzerten mit Rostocker Sängern und Songschreibern dabei, die 2017 stattfanden. Der Eintritt ist frei. Damit sich die Sache für die Künstler auch materiell ein bisschen lohnt, wird ein Hut umhergereicht. Fördermittel seien wichtig, etwa für Technik, um die Konzerte im Internet streamen zu können.

Weitere Sponsoringmittel gehen an „Frieda’s Atelier“. Das inklusive Programm für Künstlerstipendien nimmt jährlich acht Stipendiaten auf, mit und ohne Behinderung, die ein Jahr lang die Räume nutzen können und Material gestellt bekommen. „Wir geben Künstlern eine Chance, wahrgenommen zu werden“, sagte Inga Luce-Vöpel von der Kunst-Schule Rostock und zuständig für die Stipendien. Ebenfalls unterstützt wird der Zirkus Fantasia. Der ist bei seiner Ausstattung auf Unterstützung von außen angewiesen, erklärt Daniela Mendler von den Zirkusmachern. Hier fließt das Stadtwerke-Geld in anstehende Repararturen der Zirkuswagen.

Zur Gesamthöhe der Unterstützung möchte Stadtwerke-Vorstand Römer keine Angaben machen. Bei der Partnerschaft gehe es nicht nur ums Geld. Auch für die Stadtwerke mache sich das Engagement unter dem Strich bezahlt. „Es ist von beiderseitigem Vorteil, ein Geben und Nehmen“, sagte sie. Konkret profitierte das Unternehmen etwa von einem gemeinsamen Projekt, bei dem Videoclips in der Frieda produziert wurden, die Ausbildungsberufe bei den Stadtwerken vorstellten. Der Versorger unterstützt Karo und Frieda bereits von Anfang an, also seit Eröffnung des Hauses 2014. Die Photovoltaik-Anlage auf dem Dach, deren Strom übrigens nicht ins Netz, sondern in die Ateliers und Werkstätten fließt, stammt natürlich auch aus Marienehe. Ute Römer ist offen für weitere Kooperationen: Vielleicht findet sich ja demnächst unter den jungen Frieda-Künstlern einer der künftigen Stadtwerke-Auszubildenden. „Es ist ja nicht gesagt, dass jemand, der hier Kunst lernt, nicht auch einen einen technischen Beruf erlernt“, meint sie. Künstler müssen ja schließlich auch von etwas leben.

Gerald Kleine Wördemann

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