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Stromfest ist erwachsen geworden

Rostock-Warnemünde Stromfest ist erwachsen geworden

Bestes Spätsommerwetter beschert dem Seebad Warnemünde nochmals zahlreiche Gäste. Die 20. Auflage des Saisonabschlusses findet trotz einiger Pannen wie geplant statt.

Rostock-Warnemünde. Die Saison in der Touristenhochburg neigt sich dem Ende entgegen: Am Wochenende feierte Warnemünde mit seinen zahlreichen Gästen das 20. Stromfest. Entlang des Alten Stroms boten Händler leckere Fischbrötchen an, und direkt am Strand ließen Enthusiasten traditionell ihre Drachen mit dem Wind spielen. Das Wochenende wurde zudem von kulturellen und optischen Höhepunkten begleitet.

Den Schrecken sah man gestern Organisator Jörg Bludau noch sprichwörtlich im Gesicht an. Was war geschehen? Zum Höhepunkt des Stromfestes am Sonnabend blieb das Auto mit den Musikern der Band „Green Island“ auf der Autobahn liegen. „Die sollten eigentlich auf dem Schoner Skythia singen“, erzählte der Geschäftsführer der Agentur Kongress- und Veranstaltungsservice. Für den Eventmanager eine unerwartete Herausforderung. Hatte die Band doch die komplette Beschallungsanlage für die Lasershow mit im Fahrzeug. Die sollte aber schon längst in Warnemünde zum Einsatz kommen. Doch die Musiker der Gruppe „Breitling“ sprangen ein. Eiligst wurde nach deren Auftritt auf der „Pasewalk“ sämtliches Equipment abgebaut und auf der „Skythia“ wieder aufgebaut. So spielte die Rostocker Shantyband zweimal am Abend. „Wir mussten improvisieren, aber es hat zum Glück alles geklappt“, sagte Bludau erleichtert. Lasershow und Musik begeisterten am späten Abend die Gäste des Stromfestes.

„Man sieht, wie schnell die Jahre ins Land ziehen“, erzählte Bludau weiter. Schon ist aus dem Kind ein Erwachsener geworden, so der geistige Vater der Veranstaltung. Und die hat sich, genau wie die Warnemünder Woche, die Hanse Sail oder das „Stromerwachen“, im Seebad etabliert. Alle Veranstaltungen organisiert der 58-Jährige mit seiner Eventagentur mit.

Zufrieden zeigten sich auch die Händler am Strom und auf der Mittelmole. „Die Geschäfte liefen den ganzen Sommer gut“, sagte Detlef Dietzsch. Das schöne Wetter im Juli und August war für die Händler ausschlaggebend. Und die Saison könnte für ihn so weitergehen. „Doch die hohen Temperaturen gehen zulasten der Fischer. Die holen dann weniger Fang an Land“, weiß Dietzsch zu berichten.

Vom Fest rund um den Alten Strom profitieren auch die Hotel- und Pensionsbesitzer. „Wir sind an diesem Wochenende besonders gut ausgelastet“, bestätigte auch Silke Greven, Sprecherin des Neptun-Hotels. Für die einen ist das Fest im September der letzte Höhepunkt im Jahr, andere hören das gar nicht so gern. „Es war ja früher der klassische Saisonabschluss. Heute geht die Saison eindeutig nach dem Fest weiter“, erklärt Kurdirektor Matthias Fromm. Und Hansi Richert vom Warnemünde Verein erklärt: „Die Saison in Warnemünde beginnt am 1. Januar mit Leuchtturm in Flammen und endet mit der großen Silvesterparty.“

 

 

Marko Luptscho

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