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Studenten riskieren wegen fünf Euro ihre Zukunft

(Un-)freiwilliger Abschied von der Uni Studenten riskieren wegen fünf Euro ihre Zukunft

Hunderte fliegen in MV wegen nicht gezahlter Beiträge von der Hochschule - die meisten davon sogar absichtlich. In Rostock ist die Zahl dieser Zwangsexmatrikulationen in den letzten Jahren deutlich gestiegen.

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Hunderte Studenten zahlen ihre Beiträge nicht oder zu spät - mit teils schlimmen Folgen.

Quelle: OZ

Rostock/Greifswald. Immer mehr Studenten in Rostock fliegen von der Uni. Die Zahl der Zwangsexmatrikulationen, also der Rauswürfe, stieg seit 2014 von 352 pro Semester auf heute 444. Auch an der Uni Greifswald und an den anderen Hochschulen in Mecklenburg-Vorpommern werden Halbjahr für Halbjahr Hunderte Studenten zwangsexmatrikuliert. Ursache sind vor allem nicht vollständig bezahlte Semesterbeiträge.

Keine Toleranz in Rostock

An der Uni Rostock wurden im Sommersemester 280 Studenten exmatrikuliert, die überhaupt nicht gezahlt hatten. Vor drei Jahren waren es noch 232. „Jeder Studierende, der seine Sache ernstnimmt, ist uns herzlich willkommen. Doch jede Institution hat ihre Regeln, auch die Universität Rostock. Und gemäß diesen Regeln müssen wir in einzelnen Fällen zwangsexmatrikulieren“, sagt Rektor Wolfgang Schareck.Einen Toleranzbereich bei ausstehenden Zahlungen gibt es nicht.

Immerhin 5 Euro in Greifswald

In Greifswald droht säumigen Zahlern das gleiche Schicksal: „Der Toleranzbereich an der Universität Greifswald sind fünf Euro, dies entspricht der Verwaltungsgebühr“, sagt Sprecher Jan Meßerschmidt. Vier Studenten wurden wegen dieser fünf Euro zum Wintersemester 2017/18 exmatrikuliert. Das seien aber Einzelfälle, betont Meßerschmidt. In Greifswald wurden in beiden vergangenen Semestern insgesamt 701 Studenten zwangsexmatrikuliert – davon 98 Prozent, weil sie gar keine Beiträge überwiesen hatten. Meist liegt dies allerdings daran, dass sich Studenten den Aufwand der freiwilligen Exmatrikulation sparen wollen.

Axel Büssem

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