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Stürmischer Sonntag bremst die Segler aus

Warnemünder Woche: Windiges Wochenende zum Abschluss Stürmischer Sonntag bremst die Segler aus

Viele Absagen am letzten Wettkampftag. Kite-Surfer haben Spaß mit starken Böen.

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Nutzte den Wind am Sonnabend am besten: Donald Beike segelte in der Klasse A-Cat zum Gesamtsieg.

Quelle: Pepe Hartmann

Warnemünde — Die 76. Warnemünder Woche hat am Wochenende einen stürmischen Abschluss erlebt. Am Sonnabend und Sonntag wehte es so stark wie an keinem anderen Tag zuvor über die Ostsee. Windgeschwindigkeiten von mehr als 34 Knoten wurden erreicht. Des einen Leid, war des anderen Freud. Während am Sonntag viele Segelklassen nicht aufs Wasser durften oder wollten, hatten die Kitesurfer in Warnemünde ihren Spaß mit den kräftigen Böen.

Am Strand lieferten die „Drachen-Surfer“ ihre spektakuläre Show ab. Sie wetteiferten dabei auch um wichtige Punkte, denn die Kitesurf-Trophy in Warnemünde war die zweite Station der insgesamt vier Stopps umfassenden deutschen Meisterschaftstour. In der Renndisziplin bestätigte der Garmisch-Partenkirchener Florian Gruber, amtierender deutscher meister und Weltcup-Zweiter, seine Favoritenstellung mit dem souveränen Gesamtsieg. „Ich will meinen Titel verteidigen. Da war ein Sieg hier Pflicht“, sagte Gruber.

Etwas weiter draußen auf dem Wasser schaukelten dagegen die Segelboote gewaltig hin und her. Am Sonnabend zogen die mehr als zehn verbleibenden Klassen ihre Wettfahrten noch eisern durch. Auch die traditionelle Mecklenburgische Bäderregatta von Warnemünde nach Kühlungsborn und zurück fand wie geplant statt. Die Bedingungen stellten einige auf die Probe. „Wir hatten noch die Restwelle vom Vortag zu spüren bekommen. Vor allem in unseren Kuttern, die nicht die schnellsten sind, sind einige auf dem Wasser seekrank geworden. Da hingen einige Köpfe aus den Booten“, beschrieb Hubert Zisch, der mit seiner Teterower Crew in der ZK 10-Klasse den Gesamtsieg feierte.

Eigentlich sollten am Sonntag dann die letzten Rennen in zwölf Disziplinen durchgeführt werden, doch schon am Vormittag gab es haufenweise Absagen. Die kleineren Bootsklassen erhielten keine Starterlaubnis. Andere blieben aus freien Stücken im Hafen. „Das mit dem Wind war einfach zu kritisch. Wir hatten am Vortag genug Wettfahrten durchgeführt, um ein Gesamtergebnis zu erstellen. Es gab auch viele Segler, die sich schlicht nicht getraut hätten rauszufahren“, erklärte Hauptwettfahrtleiter Uli Finckh. Einzig die Klasse J/24 trotzte gestern dem starken Wind und fuhr raus.

Insgesamt waren in den vergangenen neun Tagen fast 1800 Segler aus 23 Nationen bei der Warnemünder Woche an den Start gegangen. Angezogen hatte das Event im Ostseebad mehr als 750 000 Gäste. „Es ist alles gut abgelaufen“, sagte Gesine Schuer vom Pressebüro. Fünf Mastbrüche und zwei Platzwunden waren die harmlose Unfallbilanz. „Von Flaute, über leichte Brise und perfekten Wind bis hin zu starken Böen waren alle Segelbedingungen dabei“, so Schuer.

Die Warnemünder Woche war gleichzeitig ein guter Probelauf für die Europameisterschaft der Finn-Dinghy-Klasse, die ab Freitag im Ostseebad stattfinden wird.

Da hingen einige Köpfe aus den Booten.“Hubert Zisch, Starter in der ZK 10-Klasse über den Seegang

 

Daniel Heidmann

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