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Rostock Sturmflutmauer bekommt Fundament
Mecklenburg Rostock Sturmflutmauer bekommt Fundament
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00:15 12.05.2018
Ronny Schmidt auf der Baustelle in Warnemünde. Im Hintergrund der Ponton, von dem aus die Spundbohlen gesetzt werden. Quelle: Foto: Michael Schissler
Warnemünde

Teile der alten Sturmflutschutzmauer am südlichen Ende des Alten Stromes sind abgerissen. „Seit dem Spatenstich für den Neubau am Anfang des Jahres liegen wir im Plan“, sagte gestern Ronny Schmidt, Projektleiter für die Hochwasserschutzmaßnahmen in Rostock beim Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt. „Ein Viertel der Spundbohlen sind schon gesetzt“, erläuterte der Diplomingenieur: „Sie stehen im Wasser und sind mit der Landseite verankert.“

„Diese Spundbohlen werden in den Untergrund gepresst“, erklärte Schmidt. „Das ist ein erschütterungsfreies Verfahren, das wir vor allem da anwenden, wo wir in der Nähe von Wohnbebauung und Tourismus arbeiten.“ Vorher müsse der Mergel ausgebohrt und entsorgt werden, dann würden die Bohlen in Sandlagen gepresst. Diese Arbeiten werden von einem Ponton aus ausgeführt, der auf dem Alten Strom liegt.

Nun wird die Baufirma schrittweise bei dem Projekt weiter vorgehen, das im Sommer des kommenden Jahres abgeschlossen sein soll. „Wir nehmen uns Blöcke von 50 Meter Länge vor“, sagte der Fachmann vom Staatlichen Amt. „Denn wir können den Hochwasserschutz auch während der Bauarbeiten nicht gefährden. Für die 50 Meter Lücken liegen riesige Säcke mit Sand bereit, die dann im Notfall eingesetzt werden“, sagte Schmidt. Im Sommer sei die Gefahr nicht groß, aber die Arbeiten würden sich schließlich auch über den Winter hinziehen. Insgesamt wird die Sturmflutwand auf 500 Meter bis zur Bahnhofsbrücke erneuert. „Wir gehen von Süd nach Nord vor“, sagte Schmidt. In einigen Wochen könnten dann auf der neuen Promenade – Schmidt spricht lieber von der Kai-Tragplatte – die ersten Mauerelemente aufgestellt werden, „die jetzt in einem Betonteilfertigwerk in Kavelstorf entstehen“. Bei den derzeitigen Arbeiten achten das Staatliche Amt und die Baufirma darauf, dass die Transportkapazitäten optimal genutzt werden. „Wir wollen nicht zu viel Lkw-Verkehr“, sagte Ronny Schmidt: „Wagen, die Material anliefern, nehmen Abraum auch gleich wieder mit.“

Eine besondere Aufgabe wartet auf die Leute vom Bau noch, wenn es an das Teilstück mit den Liebeschlössern geht. „Die Ketten mit den Schlössern werden wir abbauen und einlagern“, so Schmidt, wenn alles fertig ist, werden die Stahlpfosten und die Ketten wieder aufgestellt. „Das war ein besonderer Wunsch der Tourismuszentrale“, fügte er hinzu. Die Sturmflutschutzmauer wird für Ronny Schmidt nicht die letzte Aufgabe im Seebad Warnemünde sein. Wenn demnächst der Umbau des Bahnhofs beginnt, ist der Mann vom Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt wieder dabei. Dann geht es darum, den Bahnsteig in Richtung Passagierkai so anzulegen, dass er Wassermassen widerstehen kann und damit dem Hochwasserschutz dient.

Michael Schißler

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