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Rostock Südstadt uneins über neuen Namen für Haltestelle „Mensa“
Mecklenburg Rostock Südstadt uneins über neuen Namen für Haltestelle „Mensa“
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00:00 07.02.2018
Fährt die Linie 6 zukünftig zum „Campus Südstadt“ und nicht mehr zur „Mensa“? Die RSAG möchte die Haltestelle umbenennen. Quelle: Foto: Ove Arscholl
Südstadt

Durchaus kontrovers, aber ohne Entscheidung diskutierte der Ortsbeirat Südstadt auf seiner jüngsten Sitzung einen Antrag zur Umbenennung der Straßenbahnhaltestelle „Mensa“. Die soll zukünftig „Campus Südstadt“ heißen. In diesem Fall ging die Initiative von der Rostocker Straßenbahn AG aus, berichtet Heiko Tiburtius, Leiter des städtischen Amts für Verkehrsanlagen.

Die in Rostock festgelegten Regularien zu den Bezeichnungen für Haltestellen sehen vor, dass der zuständige Ortsbeirat sein Votum abgeben muss, genau wie bei der Vergabe von neuen Straßennamen. „Das ist zwingend vorgesehen“, erklärt Tiburtius. Beiratsmitglied Fred Mrotzek (CDU) sprach sich im Konkreten gegen eine Umbenennung aus. „Der Name Mensa hat sich eingebürgert. Campus kann alles sein.“

„Zu unspezifisch und keinen wirklichen Bezug zur Uni“ nannte auch Sybille Bachmann (Rostoker Bund) den Vorschlag. Andere Stadtteilvertreter, wie Horst Patzwahl (Linke), können sich dagegen mit der Namensänderung durchaus anfreunden. Der Ortsbeirat folgte dann der Vorsitzenden Kristin Schröder (Linke), die empfahl, die Entscheidung erst einmal zu vertagen und nicht abzustimmen. So könnte es sinnvoll sein auf den nächsten Fahrplanwechsel zu warten, um Kosten zu sparen, zum Beispiel durch die Aushänge an den Haltestellen.

In der März-Sitzung soll das Thema noch einmal auf die Tagesordnung im Ortsbeirat Südstadt. Bis dahin sollen die Mitglieder überlegen, ob sie „Mensa“ behalten wollen, den RSAG-Vorschlag akzeptieren oder sogar noch einen eigenen machen. Dann müssen sich Ortsbeirat und Antragsteller, in diesem Fall die RSAG, einigen. Gelingt das nicht, wäre dann eben von städtischer Seite zu entscheiden, so Tiburtius.

In der Südstadt steht in der nächsten Zeit ohnehin die Benennung von Haltestellen auf der Tagesordnung. In der sanierten Albert-Einstein Straße sind bereits die Voraussetzungen für den Bau von Busstopps geschaffen.Geplant ist die Einrichtung einer Campus-Linie zwischen Mensa, Albert-Einstein-Straße, Ulmenstraße, Maßmannstraße und Holbeinplatz, die die verschiedenen universitären Standorte verbindet. Der Start ist noch völlig offen, zumal Heiko Tiburtius derzeit prüft, inwieweit auch die Uniklinik über die Ernst-Heydemann-Straße in die Linie integriert werden kann.

Wünsche, die Namen von Haltestellen im öffentlichen Nahverkehr neu zu benennen, gibt es übrigens immer wieder. So trägt die Haltestelle Blockmacherring in der Nähe des nördlichen Eingangs bald den Zusatz „Iga-Park“, um die Nähe zu zeigen. Die offizielle Umbenennung der Haltestelle erfolgt laut RSAG zum Fahrplanwechsel am 17. März. Zuletzt wünschten sich die Fans des FC Hansa, die Haltestelle vor der Arena wieder „Ostseestadion“ zu nennen. Der Wunsch wurde erfüllt. Auch die bisherigen Haltestellen in der Tiergartenallee wurden in „Thierfelder Straße“ umbenannt, die Haltestellen im Bereich der Einmündung Ernst-Heydemann-Straße haben die Bezeichnung „Platz der Jugend“ bekommen.

Busse und Bahnen fahren 565 Haltestellen an

141 Haltestellen fahren die Bahnen in der Stadt nach Angaben der Rostocker Straßenbahn AG an. Der Abstand zwischen Stopps beträgt auf den sechs Linien durchschnittlich 537 Meter, das Streckennetz ist 35,6 Kilomter lang. Zwischen Bushaltestellen sind das im 169,7 Kilometer langen Netz im Durchschnitt 681 Meter. Die RSAG betreibt 26 Buslinien, die 424 Haltestellen anfahren. 24 von den insgesamt 565 Stopps werden von beiden Verkehrsmitteln bedient. Etwa 40 Millionen Fahrgäste befördert die RSAG jährlich.

Thomas Niebuhr

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