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Südstädter schwärmen von ihrem Viertel

Südstadt Südstädter schwärmen von ihrem Viertel

Anwohner loben Grünanlagen und Verkehrsanbindung. Nur vereinzelt haben sie Verbesserungsvorschläge.

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Altes Laub: Der Randbereich am Brunnen am Südstadtcenter wird nicht gepflegt.

Südstadt. Grüne Anlagen und gute Verkehrsanbindung: Die Südstädter sind mit ihrem Stadtteil mehr als zufrieden. Im Gespräch mit der OSTSEE-ZEITUNG vor dem Südstadtcenter erzählten die Anwohner gestern mit Begeisterung von ihrem Viertel. Nur vereinzelt äußerten sie Kritik. So verkomme beim Brunnen am Südstadtcenter der Randstreifen, und in der Erich-Schlesinger-Straße wachse der Gehweg zu.

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OZ-Redakteurin Anja Levien im Gespräch mit Erwin Konow. Für den 83-Jährigen ist die Südtstadt die beste Gegend in Rostock.

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Renate Schenk fährt täglich mit dem Fahrrad am Brunnen vor dem Südstadtcenter vorbei. Jedes Mal ärgert sie sich maßlos. „Der Brunnen und das Rosenbeet sehen schön aus. Die werden gepflegt. Aber drum herum verkommt alles“, ist die 74-Jährige enttäuscht. „Das Herbstlaub wird einfach nicht weggenommen, und da ist so viel Wildwuchs“, ärgert sie sich. „Niemand fühlt sich zuständig“, sagt sie. Schon öfter habe sie bei Arbeitern, die das Rosenbeet pflegen, nachgefragt und nur gehört, dass das Tiefbauamt zuständig sei. Seit 1965 wohnt sie in der Südstadt und fühlt sich wohl. „Der Stadtteil ist sehr familiär.“

„Das hier ist die beste Gegend von ganz Rostock“, lobt Erwin Konow. Seit 1965 wohnt der 83-Jährige im Viertel. „Es fehlt eigentlich an nichts“, sagt er. Und was hat sich in den vergangenen Jahren verändert? „Die Bäume sind größer geworden“, sagt Konow, lacht und lobt die Grünanlagen im Viertel. Das viele Grün findet auch Martina Deckert gut. Vor dreieinhalb Jahren ist sie aus Quedlinburg mit ihrem Mann an die Ostsee gezogen. „Wir wollten da wohnen, wo andere Urlaub machen“, erklärt die 61-Jährige. „In der Südstadt haben wir ein altersgerechtes Wohnen gefunden, so dass wir hier bleiben können.“ Hier sei alles zentral erreichbar, und die Verkehrsanbindung sei gut.

Was mit dem Gelände passiert, auf dem der Edeka-Markt stand, fragt sich Ruth Fürstenau. Dort soll ein neuer Supermarkt gebaut werden, aber zurzeit passiere nichts. „Ich hoffe, dass das dieses Jahr was wird“, sagt die 82-Jährige.

Sabine Krüger fährt jeden Tag die Erich-Schlesinger-Straße entlang. „Ab Bäcker Sparre, wo ehemals das Dieselmotorenwerk war, da wachsen die Bäume in den Gehweg. Das ist eine Verkehrsbehinderung“, sagt die 48-Jährige.

Auch Hans-Joachim Lange hat einen Wunsch. Dem 87-Jährigen fehlt ein Briefkasten direkt vor der Post am Südstadtcenter. Auf der anderen Seite des Gebäudes steht zwar einer, aber wenn die Geschäfte geschlossen haben, sei der nur schlecht erreichbar.

Horst Degner ist 2007 mit seiner Frau von Lütten Klein in die Südstadt gezogen. „Wir suchten eine Wohnung, wo wir nicht Treppen steigen mussten“, erläutert der 74-Jährige. Jetzt leben sie in einem Neubau mit Fahrstuhl. Ein Pluspunkt für die Südstadt: „Man ist nah dran am Geschehen.“

Termine
Was unterscheidet den Westen vom Osten? Wo tobt das Leben? Die OZ schaut in der Stadtteilserie genau hin: Nächstes Mal am 24. Juli in Biestow. Haben Sie Fragen oder Anregungen zu Ihrem Stadtteil? Dann melden Sie sich bitte bei der OZ-Lokalredaktion, Richard-Wagner-Straße 1a, 18055 Rostock. Oder unter: ☎ 0381 / 36 54 10. Gerne können Sie uns auch eine Mail senden an lokalredaktion.rostock@ostsee-zeitung.de.

 

Anja Levien

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