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Rostock TSV Rostock Süd greift nach dem ersten Meistertitel
Mecklenburg Rostock TSV Rostock Süd greift nach dem ersten Meistertitel
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00:14 18.04.2018
Sie sind optimistisch vor den anstehenden Heimspielen: TSV-Kapitän Mathias Wähner (l.) und Youngster Til Puhlmann Quelle: Foto: Rajko Grawaert
Rostock

Die Rechnung ist einfach: Mit zwei Siegen in den anstehenden letzten beiden Spielen der laufenden Saison kann Tischtennis- Oberligist TSV Rostock Süd am Wochenende den Gewinn der Oberliga-Meisterschaft und den damit verbundenen Aufstieg in die Regionalliga perfekt machen. Das sei das Ziel, meint TSV-Spieler Sven Stürmer: „Die Umsetzung wird allerdings noch einmal eine große Herausforderung für uns.“

Gewinnen die Rostocker um Kapitän Mathias Wähner ihre Duelle gegen die zweite und dritte Vertretung von Hertha BSC, dann würden sie etwas erreichen, was noch keinem Herren-Team aus MV gelungen ist – der Aufstieg in die vierte Liga. „Dort waren wir mal in der Spielzeit 1991/92, als wir nach der Wende dort eingestuft wurden“, erzählt Wähner. „Damals stiegen wir aber sofort wieder ab“, erinnert sich der 45-Jährige. Drei seiner heutigen Mitspieler beim TSV Süd waren da noch gar nicht geboren.

Motiviert sind sowohl die Oldies als auch die jungen Wilden bei den Ostseestädtern. Allerdings haben es die Gegner auf dem Weg zur Erfüllung des Titeltraums in sich. Am Sonnabend (15.00 Uhr, Sporthalle Erich-Schlesinger-Straße) kommt Hertha BSC III nach Rostock. Die Berliner stehen schon als Absteiger fest, haben nichts mehr zu verlieren. „Die jungen Burschen können frei aufspielen und werden attackieren“, warnt Chris Rehberg. Für den Parchimer in TSV-Diensten liest sich das 9:5 im Hinspiel „leichter als es war“.

Die Rostocker können sogar schon morgen Meister werden, sollte Verfolger SV Siek II bei FT Eiche Kiel Punkte liegenlassen. Wenn nicht, fällt die Entscheidung erst am Sonntag (12.00 Uhr, Erich- Schlesinger-Straße) gegen Herthas Zweite. Doch Vorsicht ist geboten: In der Hinserie unterlag der TSV Rostock Süd den Hauptstädtern mit 4:9. „Dann wird es Zeit für die Revanche“, sagt Rostocks Til Puhlmann und denkt dabei auch an sich selbst.

Der jüngste Spieler im TSV- Team verlor damals beide Einzel und das Doppel mit Wähner. Auch wenn der 17-Jährige zurzeit mitten im Abiturstress steckt, fiebert er dem Titel-Showdown „mehr entgegen als meiner ersten Prüfung“. Mental sei beides anspruchsvoll, Abitur und Tischtennis, „aber im Tischtennis bleibt dir kaum Zeit zu überlegen“, meint Puhlmann. Der 23-fache Schüler- und Jugend-Landesmeister spielte bislang eine durchwachsene Saison.

„Das weiß keiner besser als er selbst, aber die Formkurve zeigte zuletzt deutlich nach oben“, meint Abteilungsleiter Ulrich Creuznacher, der ganz auf den Youngster vertraut. Und das zu Recht. Til Puhlmann hatte den TSV jüngst im Spitzenspiel gegen den damaligen Tabellenführer SV Siek II (9:7) vorentscheidend mit 8:7 in Führung gebracht, als er nervenstark agierte und Lenn Laubach trotz 0:2-Satzrückstandes noch mit 3:2 bezwang. Endstand im entscheidenden fünften Satz: 13:11.

„Wir sind Spitzenreiter und zwei Punkte vor Siek. Wir haben ein Heimspiel und werden ein tolles Publikum im Rücken haben. Alle sind heiß – wir steigen auf!“, ist Creuznacher überzeugt. Und sollte es nicht direkt als Erster klappen, hätte der TSV Rostock Süd als Tabellenzweiter in der Relegation eine weitere Aufstiegschance.

TISCHTENNIS

Oberliga Nord-Ost

TSV Rostock Süd – Hertha BSC III Sa., 15.00

SV Friedrichsort – Preetzer TSV Sa., 15.00

SV Siek II – FT Eiche Kiel Sa., 15.00

Bargteheide II – Hertha BSC II Sa., 15.00

SG Geltow – Füchse Berlin II Sa., 17.00

TSV Rostock Süd – Hertha BSC II So., 12.00

Preetzer TSV – Bargteheide II So., 12.00

SV Friedrichsort – FT Eiche Kiel So., 15.00

1.

TSV Rostock Süd

16

130:99

25:7

2.

SV Siek II

17

142:105

25:9

3.

Füchse Berlin II

17

123:111

20:14

4.

Hertha BSC II

16

120:113

19:13

5.

SG Geltow

17

122:100

19:15

6.

Preetzer TSV

16

119:110

17:15

7.

SV Friedrichsort

16

111:113

15:17

8.

FT Eiche Kiel

16

105:113

14:18

9.

TSV Bargteheide II

16

80:134

5:27

10.

Hertha BSC III

17

74:146

3:31

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