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Täter türmen mit Schmuck

Biestow Täter türmen mit Schmuck

Juwelendiebe erbeuteten Bargeld und Wertsachen in Höhe von 50 000 Euro.

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Michael Ebert (l.), Chef der Polizeiinspektion, und Peter Mainka, Leiter der Kriminalpolizeiinspektion, stellen die Zahlen vor.

Quelle: Anja Levien

Biestow. Juwelenräuber sind in Stadt und Umland unterwegs. Innerhalb von zwei Tagen haben unbekannte Täter in Rostock und Kühlungsborn Schmuck, Goldmünzen und Bargeld in Höhe von 50 000 Euro erbeutet. In Rostock schlugen sie im Ortsteil Biestow am Mittwoch zwischen 16.30 Uhr und Donnerstag 15 Uhr zu.

Wie die Polizei mitteilte, stiegen die Unbekannten in ein Einfamilienhaus über die Terrassentür ein. Im Haus entwendeten sie neben Bargeld auch Goldmünzen und Schmuck. Der Wert nach ersten Schätzungen: 20 000 Euro.

Innerhalb kurzer Zeit meldete die Polizei einen zweiten Einbruch. Am Donnerstag erbeuteten unbekannte Täter am helllichten Tag in Kühlungsborn zwischen 7.30 Uhr und 16.15 Uhr Uhren im Wert von 30

000 Euro. Die Unbekannten gelangten auch hier über die Terrassentür in das Einfamilienhaus am Achterstieg.

Ob es sich bei den Einbrechern um dieselben Täter handelt, konnte die Polizei noch nicht sagen. „Das wird geprüft“, teilte Gert Frahm, Sprecher der Polizeiinspektion Güstrow, mit.

Dass die Täter sich Häuser aussuchten, in denen es Schmuck in so hohem Wert zu erbeuten gibt, scheint kein Zufall zu sein. „Man kann den Wohlstand am Haus und am Auto erkennen“, sagt Isabel Wenzel, Sprecher des Polizeipräsidiums Rostock. „Die Täter machen sich vorher die Mühe und schauen genau, wo sie reingehen“, sagt Wenzel. „Offenbar wird das Umfeld über einen längeren Zeitraum beobachtet, um den Tagesablauf der Bewohner genau auszuloten“, fügt Frahm hinzu.

Um die Fälle möglichst zügig aufklären zu können, bittet die Polizei um Hinweise aus der Bevölkerung. Wer die Einbrüche beobachtet oder Angaben zu den Tätern machen kann, sollte sich beim Polizeipräsidium unter der Nummer ☎ 038 208/888 22 22 oder jeder Polizeidienststelle melden.

Weniger Autoklau — mehr Ladendiebstähle
Die Straftaten in der Stadt sind im Vergleich zum Vorjahr um 4,5 Prozent auf 20 475 Fälle zurückgegangen. Das teilte Michael Ebert, Leiter der Polizeiinspektion Rostock, mit. Jeder zweite Fall habe aufgeklärt werden können. In Mecklenburg-Vorpommern führt Rostock die Statistik an. „In Ballungszentren ist die Kriminalität höher als im ländlichen Räum“, nennt Ebert einen Grund. „Im ländlichen Raum ist die

soziale Kontrolle größer.“

Die meisten Straftaten in Rostock wurden beim Diebstahl verzeichnet. Auch wenn die Zahl insgesamt um 333 gesunken ist, stieg die Zahl der Diebstähle von Fahrrädern um 96 auf 1386.

Auch Ladendiebstähle und solche aus Wohnungen haben zugenommen. Die Zahl der entwendeten Fahrzeuge hingegen fiel um 92 auf 266.

Einen Anstieg um 44 auf 158 Fälle gab es bei den Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung. „Das Anzeigeverhalten hat sich geändert“, begründet Peter Mainka, Leiter der Kriminalpolizeiinspektion, den Anstieg. Die Zahl der Rauschgiftdelikte hat sich ebenfalls erhöht. Sie stieg im vergan-

genen Jahr von 361 auf 494.

al

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