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Rostock Hunderte nutzen Tag der Begegnung
Mecklenburg Rostock Hunderte nutzen Tag der Begegnung
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17:44 27.11.2018
Tobias Viola (v. l.), Bärbel Gertz, Stefanie Pries und Dany Marczynke freuen sich auf eine Fahrt mit der Achterbahn. Die Bewohner der "Lebenshilfe" in Güstrow nutzen den Tag der Begegnung auf dem Rostocker Weihnachtsmarkt. Quelle: Ove Arscholl
Stadtmitte

Für Dany Marczynke aus Güstrow ist der Rostocker Weihnachtsmarkt der beste. Das hat er auch am Dienstag wieder bestätigt. Einen großen Anteil an seiner Begeisterung haben die Rostocker Schausteller, die seit 26 Jahren Menschen mit Behinderung zum „Tag der Begegnung“ einladen. Dany Marczynke ist mit 20 Mitbewohnern und vier Betreuern aus dem Güstrower „Lebenshilfe“-Wohnheim angereist. „Wir sind schon auf dem Neuen Markt Riesenrad gefahren“, erzählt er stolz. „Und Glühwein gab es auch schon!“ Jetzt sind die Fahrgeschäfte an der Fischerbastion dran. Ruckzuck sitzt ein Teil der Gruppe in der Achterbahn. Tickets müssen sie nicht kaufen. Menschen mit Behinderung sind an diesem Tag in den Fahrgeschäften eingeladen. Eine Tatsache, die Rostocks Sozialsenator Steffen Bockhahn begrüßt. „Es ist ein sehr gutes Zeichen, das da von Rostock ausgeht, dass unsere Schausteller auch an die denken, denen es nicht so leicht fällt, den Weihnachtsmarkt zu besuchen“, sagt Bockhahn. Schließlich sei es deutlich schöner, den Weihnachtsmarkt zu sehen, als nur davon zu wissen.

Die Schausteller des Rostocker Weihnachtsmarkts haben am Dienstag zum traditionellen Tag der Begegnung eingeladen. Menschen mit Behinderung dürfen an diesem Tag alle Fahrgeschäfte gratis nutzen. Rostocks Sozialsenator Steffen Bockhahn (l.) unterstützt die Aktion. Quelle: Ove Arscholl

Und der Tag der Begegnung zeigt Wirkung. „Wir hatten im letzten Jahr vorgeschlagen, auch mal die Weihnachtsmärkte in Schwerin oder Berlin zu besuchen“, erzählt Betreuerin Stefanie Arndt von der Güstrower „Lebenshilfe“. „Aber in diesem Jahr wollten alle unbedingt wieder nach Rostock.“ Am Ende eines solchen Ausflugs in die Hansestadt blicke sie auf der Rückfahrt in der S-Bahn immer in sehr glückliche Gesichter.

„Das ist schon etwas Besonderes, was unsere Schausteller hier machen“, lobt Steffen Bockhahn und erklärt, dass so eine Aktion keine Selbstverständlichkeit sei. „Das hat hier ein Ausmaß, das in anderen Städten nicht üblich ist.“ Der Schaustellerverband Mecklenburg-Vorpommern hat knapp 80 Mitglieder – auch aus Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Berlin. „Und es machen immer alle mit“, sagt Verbandsvorsitzende Marlies Urbigkeit. „Wir Schausteller haben ein gutes Herz, deswegen ist das gar keine Frage!“ Mitunter dauere alles ein bisschen länger, denn natürlich nehme man auf die Bedürfnisse und Einschränkungen der Gäste Rücksicht.

Als nächstes wollen Urbigkeit und ihre Kollegen wieder Spenden für einen guten Zweck sammeln. Insgesamt 280 Marktteilnehmer zählt der diesjährige Weihnachtsmarkt. Das von ihnen zusammengetragene Geld soll in drei Wochen übergeben werden – an den Verein „Wohltat“ sowie an die Krebsforschung der Kinderonkologie und Radiologie der Universitätsmedizin Rostock.

Ove Arscholl

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