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Rostock Tessinum glänzt mit Bestnoten in der Pflege
Mecklenburg Rostock Tessinum glänzt mit Bestnoten in der Pflege
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00:00 26.01.2018
Pflegedienstleiterin Ines Ebert (l.) im Gespräch mit Verwaltungsdirektorin Birgit Richter. Quelle: Foto: Doris Deutsch
Tessin

Bestnoten für das Tessinum. Die Qualität der ambulanten Pflege hat der Medizinische Dienst der Krankenkassen (MDK) im Juli 2017 mit 1,0 bewertet und für die stationäre Pflege gab es gerade erst zu Jahresbeginn 2018 eine glatte Eins. „Am 2. Januar standen die Prüfer vor der Tür, da hatte keiner mit dem MDK gerechnet“, erzählt Verwaltungsdirektorin Birgit Richter den Gästen des Neujahrsempfangs vorgestern im Tessinum. „Aber wir haben trotzdem sehr gut bestanden“, betont sie.

Mit „einem hohen Qualitätsanspruch und dem Herz am rechten Fleck“, so die Verwaltungschefin, seien die fast 300 Mitarbeiter in Pflegeheim und Pflegedienst, Reha-Klinik, Psycho- und Ergotherapie sowie betreutem Wohnen Tag für Tag aktiv. Fünf Firmen unterm Dach des Tessinums, die sich um Wohl und Gesundheit vor allem der älteren Menschen sorgen. „Das Tessinum ist ein Heimathafen“, bemerkt Bürgermeisterin Susanne Dräger, „der Menschen in einem bestimmten Lebensabschnitt Geborgenheit gibt und in den sie ihre Geschichten und Erfahrungen einbringen können.“

125 Plätze bietet das Pflegeheim. „Dazu kommen 15 Plätze in der Tagespflege und das Angebot der Kurzzeitpflege“, zählt Verwaltungschefin Richter auf. Der Bedarf in Tessin und Umgebung sei groß. „Ende 2017, kurz vor Weihnachten, haben wir mit der Übergabe von drei neuen Dienstzimmern auch die Arbeitsbedingungen für die Kollegen verbessert“, sagt Richter. „Wir haben kaum Fluktuation“, ist die Verwaltungschefin froh. Neben fairer Bezahlung will die Einrichtung auch mit Gesundheitsangeboten und Klinikrente Personal am Standort halten.

Deutschlandweit fehlt es derzeit an Pflegekräften. „Wir sind jetzt an dem Punkt angelangt, wo wir uns gegenseitig Personal abwerben“, warnt Schwester Ines Ebert. Die Pflegedienstleiterin hat 32 Mitarbeiter im ambulanten Dienst. „Wir versorgen derzeit 223 Patienten in Tessin und den Dörfern drumrum“, erzählt Ebert.

Seit 40 Jahren sei sie Krankenschwester. „Ich kann Ihnen nicht helfen“, diesen Satz wollte Schwester Ines nie gegenüber Betroffenen und Angehörigen äußern. „Nun ist es zum ersten Mal passiert“, sagt die leidenschaftliche Pflegerin. Die personellen Kapazitäten seien ausgereizt. „Es gibt keine Pflegekräfte, der Markt ist leer, und die Politik ist dringend gefordert“, betont Ebert.

Um ihren Pflegerinnen im ambulanten Dienst die Arbeit möglichst zu erleichtern, stellt die Pflegedienstleiterin zum Beispiel sogenannte „Mutti-Touren“ zusammen. Sie koordiniert die Fahrten zu Patienten so, dass junge Eltern Familie und Job leichter unter einen Hut bringen und ihre Kinder zu den üblichen Kita-Öffnungszeiten bringen und abholen können. Das Bemühen der Leitung werde honoriert. „Unsere Mitarbeiter arbeiten gern hier“, ist Schwester Ines überzeugt und lebt dies selbst täglich vor. Und an der Qualität der ambulanten Pflege gibt es offensichtlich auch wenig zu meckern, was das „Sehr gut“ des MDK belegt. Sehr gut sei auch das Essen, berichtet Schwester Ines. Das Tessinum hat eine eigene Küche. „26400 Essen wurden hier 2017 gekocht und verteilt.“

Äußerst zufrieden ist Geschäftsführer Uwe Borchmann auch mit den Ergebnissen der Reha-Klinik im Tessinum. 70 Plätze hat die geriatrische Einrichtung, die sich um die rehabilitative Behandlung alter Menschen nach Schlaganfall und Gelenk-Operationen kümmert. Die Patienten sollen möglichst fit gemacht werden, für ein selbstbestimmtes Leben in der Häuslichkeit. Im vergangenen Jahr war die Reha-Klinik zu fast 90 Prozent ausgelastet. „Das war das beste Ergebnis seit Eröffnung der Klinik 1998“, freut sich Borchmann.

Doris Deutsch

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