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Tödliche Croissants

Tatort-Blitzkritik Tödliche Croissants

Die „Tatort“-Folge „Babbeldasch“ aus Ludwigshafen kommt ohne ausformuliertes Drehbuch aus. Dafür wird viel Dialekt gesprochen.

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Lena Odenthal (Ulrike Folkerts, Mi.) ist Peter Beckers (Peter Espeloer) Begleitung bei der Premiere des Amateurtheaters Babbeldasch. Beim Empfang vor der Vorstellung wird Theaterleiterin Sophie Fettèr (Malou Mott, l.) auf sie aufmerksam.

Quelle: Martin Furch/swr/dpa

Ludwigshafen/Rostock. Kein vorhersehbarer Plot, keine schaurigen Szenen, keine kaltblütigen

orde: Es ist ein wirklich ungewöhnlicher „Tatort“, den uns das Ludwigshafener Ermittler-Team um Lena Odenthal (Ulrike Folkerts) bietet. Tödliche Folgen haben hier nur Schoko-Croissants und ein unglücklicher Sturz auf eine Holzkante. Vieles wirkt improvisiert, und das ist kein Zufall. Regisseur Axel Ranisch, der wunderbar skurrile Filme wie „Ich fühl mich Disco“ gemacht hat, lässt das Ensemble des Mundart-Thetaers „Babbeldasch“ frei aufspielen.

Das Theater gibt es wirklich, es heißt im wahren Leben „Hemshofschachtel“. Bei der Premiere eines neuen Stücks kommt die „Mutter“ der Babbeldasch-Gemeinde, Sophie Fetter, ums Leben, gestorben an einem allergischen Schock, weil jemand Mohn ins Schoko-Croissant gespritzt hat. Fortan taucht Sophie der Kommissarin dauernd als Geist in ihren Träumen auf und redet dabei in breitester Mundart auf sie ein, bei der norddeutsche Zuschauer sich dringend Untertitel wünschen.

Immer wieder blitzt der Humor der Regisseurs auf, etwa, wenn Lena Odenthal beim „Tatort“-Gucken in der Hängematte einschläft oder am Schluss im Traum als Königin mit Krönchen in Zeitlupe auf die Bühne schreitet. Oder wenn Johanna Stern (Lisa Bitter), die die Ermittlungen leitet, weil Lena in eine Theaterrolle schlüpft, ihre beiden kleinen Kinder immer wieder erfolgreich Kolleginnen aufdrückt, die dann babysitten müssen.

So originell die Erzählweise auch ist, die Spannung bleibt leider auf der Strecke. Der Versuch, einen „anderen“ Krimi zu drehen, ist aller Ehren wert angesichts der vielen sich ähnelnden Drehbücher in letzter Zeit. Aber fehlende Spannung lässt sich beim „Tatort“ kaum ersetzen.

Michael Zumpe

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