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Rostock Tonnenschwere Betonbecken schwebten über dem Zoo
Mecklenburg Rostock Tonnenschwere Betonbecken schwebten über dem Zoo
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00:06 08.03.2018
Die großen Becken für das Besucherzentrum des neuen Polariums wurden gestern an ihren Platz gebracht. FOTOS (3): OVE ARSCHOLL
Barnstorfer Wald

Am 4. Mai wird Richtfest für das Polarium gefeiert, kündigt der Zoo an. Einen gewichtigen Baufortschritt auf dem Weg dahin gab es gestern im Barnstorfer Wald. Drei fertige Betonbecken für die Aquarien und Quallenkreisel im Besucherzentrum „Meereswelten“ wurden an ihren Platz gesetzt. Das schwerste hatte ein Gewicht von 22 Tonnen. Auf der neuen Anlage sollen ab September drei Eisbären und mehr als 30 Pinguine ein neues Zuhause finden.

Richtfest für das Polarium am 4. Mai / Fertigstellung für September geplant

Gegenwärtig lägen die Arbeiten im Zeitplan, versichert Zoo-Projektleiter Robert Maaß. Selbst der heftige Wintereinbruch der vergangenen Tage konnte die Bauarbeiter nicht ausbremsen. Auch der Kostenrahmen mit der geplanten Ausgabe von rund 11,5 Millionen Euro hält bisher. Gestern beobachteten alle gespannt, wie das letzte der drei schweren Betonbecken im Schneegestöber zum Platz auf der Sohle des Besucherzentrums einschwebte. „Da geht es um Millimeterarbeit“, sagte Kuratorin Antje Zimmermann. Das Schwierigste im Vorfeld war, den Stellplatz für den schweren Autokran zu finden, erläuterte David Wagenschütz von der Bauüberwachung.

Für Unternehmer Hermann Schuran war das auch kein alltägliches Unterfangen, weshalb er sich persönlich auf den Weg vom Niederrhein an die Ostsee machte. Am Montag startete der Schwerlasttransport mit den Becken in Jülich, erzählt Schuran. „Wir haben sie fix und fertig mit den Anschlüssen bei uns in der Werkstatt hergestellt.“ Das erste Mal, dass seine Firma so arbeitete, berichtet er. Das habe für den Bauherrn auch den Vorteil, keine teuren Monteure auf der Baustelle bezahlen zu müssen. Beim Innenausbau müssen nur noch die Leitungen angeschlossen werden.

„Insgesamt sieben Quallenkreisel sollen künftig im Polarium spannende Einblicke in die Unterwasserwelt der Meere geben, wobei jeder Quallenkreisel ein eigenes Erscheinungsbild erhält“, macht Antje Zimmermann schon einmal neugierig. Dazu kämen sechs Aquarien mit Tierarten, die in den Ozeanen leben. „Alle Quallenkreisel und Aquarien werden thematisch in das Ausstellungskonzept eingeordnet.“

Dabei wird darauf geachtet, dass für jedes Aquarium ein Backstagebereich zur Bewirtschaftung vorhanden ist und mit der erforderlichen Technik ausgestattet wird.“ Licht- und Strömungsverhältnisse werden den Tieren angepasst. Der größte Quallenkreisel fasst 10,5 Kubikmeter Wasser, das größte Aquarium sogar 25.

In den kommenden Tagen sollen die Betonwände gebaut und Decken eingezogen werden, kündigt Robert Maaß an. „Wenn das Wetter das zulässt.“ Der Rohbau des Besucherzentrums soll in wenigen Wochen fertig sein. Parallel wird an den Bruthöhlen der Pinguine, dem Pfleger- und Technikgebäude, im hinteren Bereich der Eisbären und der Rekonstruktion des Grabens gearbeitet. Ausbaugewerke, wie die Wassertechnik, sind sowohl im Pinguintechnikhaus als auch im Keller des Besucherzentrums mit der Installation der Filtertechnik beschäftigt.

Zu den zukünftigen Bewohnern des Polariums, den drei Eisbären, wollte Kuratorin Antje Zimmermann gestern übrigens noch nichts verraten, zum Beispiel woher sie kommen sollen.

Platz für drei Eisbären

1,2 Hektar ist das Gelände groß, auf dem das Polarium im Rostocker Zoo entsteht. Rund ein Hektar soll tatsächlich bebaut werden. Gebaut werden insgesamt drei Gebäudekomplexe – für die zukünftig drei Eisbären, die Pinguine und das Besucherzentrum. Dort sollen die Zoo-Gäste Einblick in das Eisbärengehege haben, einen Ausstellungsraum und Aquarien. Das Polarium soll im September fertig sein. Aktuell liegen die Kosten bei rund 11,5 Millionen Euro, 90 Prozent fördert das Land.

Thomas Niebuhr

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