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Traditionsklub Hafen Rostock will den Absturz verhindern

Rostock Traditionsklub Hafen Rostock will den Absturz verhindern

Landesligist benötigt im Kellerduell gegen Trinwillershagen einen Sieg, um im Abstiegskampf nicht den Anschluss zu verlieren / Kapitän Splinter nicht mehr dabei

Rostock. In der Fußball-Landesliga Nord kämpft der SV Hafen Rostock (9 Punkte) gegen den Absturz in die Landesklasse. Nach acht Niederlagen in Folge ist das Schlusslicht morgen um 14.00 Uhr vor heimischer Kulisse im Krisenduell gegen den SV Rot-Weiß Trinwillershagen gefordert. Um den Anschluss an das rettende Ufer, das drei Punkte entfernt ist, nicht zu verlieren, ist ein Heimsieg fast schon Pflicht. „Wir wollen unbedingt den Befreiungsschlag landen. Das Team wird alles reinwerfen, um als Sieger vom Platz zu gehen“, gibt sich Hafen-Trainer Ralf Henninger kämpferisch.

Der 55-jährige Coach hat den Traditionsklub im Februar übernommen. Seitdem gab es in fünf Pflichtspielen noch keinen Punktgewinn für Henninger und den SV Hafen. „Ich habe vollstes Vertrauen in die Jungs. Wir haben uns in den Partien, ausgenommen gegen Tribsees (0:2/d. Red.), stets gut präsentiert. Das macht mir Hoffnung für das Spiel am Sonnabend“, sagt Henninger.

Wie hart der Abstiegskampf sein kann, erfuhr der Trainer bereits vor vier Jahren. Damals machte er mit dem SV Hafen erst am letzten Spieltag durch ein 1:1 gegen den FSV Kühlungsborn den Klassenerhalt perfekt. „Ich hoffe, dass wir in den nächsten Partien die nötigen Punkte einfahren, um vorzeitig die Liga zu sichern. Ich will nicht wieder bis zum letzten Spieltag zittern müssen“, blickt Henninger voraus.

Verzichten muss der Rostocker beim Unternehmen ‘Klassenerhalt‘ fortan auf Defensivakteur Axel Splinter. Der ehemalige Kapitän hat beschlossen, vorerst nicht mehr für die Hafen-Elf aufzulaufen. „Das ist seine persönliche Entscheidung, die ich in der jetzigen Situation nicht nachvollziehen kann“, kritisiert Henninger.

Nicht viel besser als bei Hafen ist die Stimmung bei Ligakontrahent SV Warnemünde. Nach dem 1:10- Debakel bei Spitzenreiter TSV Bützow sitzt der Stachel der Enttäuschung tief. „Wir haben es versäumt, Schadensbegrenzung zu betreiben“, ärgert sich Co-Trainer Toralf Spörk. Die Warnemünder wollen morgen (14.00 Uhr) im Heimspiel gegen Kühlungsborn Wiedergutmachung betreiben.

Eine Etage höher, in der Verbandsliga, hat der FC Förderkader René Schneider ebenfalls etwas wiedergutzumachen. Nach der 0:1-Niederlage in der Vorwoche bei Schlusslicht VFC Anklam empfangen die Rostocker morgen (14.30 Uhr) den Tabellendritten MSV Pampow.

Eine halbe Stunde früher erfolgt der Anpfiff beim Auswärtsspiel des SV Pastow in Boizenburg. Die Rand-Rostocker wollen sich nach ihrem ersten Rückrunden-Sieg in der Vorwoche weiter von den Abstiegsplätzen entfernen.

Unterdessen ist der Rostocker FC am Sonntag (14.00 Uhr) bei Spitzenreiter Greifswalder FC gefordert. Trainer Jan Kistenmacher und sein Team reisen voller Selbstvertrauen zum GFC. „Wir haben die vergangenen vier Spiele gewonnen. Wir brauchen uns auch vor Greifswald nicht zu verstecken“, gibt sich der 42-jährige Coach optimistisch.

Von Johannes Weber

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