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Rostock Tragischer Unfall: Auto erfasst Frau auf Fußweg
Mecklenburg Rostock Tragischer Unfall: Auto erfasst Frau auf Fußweg
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01:32 18.04.2018
Experten bei der Ermittlung der Ursache. Bei einem Verkehrsunfall in Lütten Klein starb eine Frau. Quelle: Foto: Stefan Tretropp
Lütten Klein

Eine Fußgängerin ist bei einem schweren Verkehrsunfall am Dienstagmorgen in Lütten Klein lebensgefährlich verletzt worden. Laut Polizeibericht wurde die 64 Jahre alte Frau auf dem Gehweg an der Kreuzung Warnowallee, Ecke St.-Petersburger-Straße, von einem Auto erfasst. Sie starb wenige Stunden nach dem Unfall im Krankenhaus – nach Polizeiangaben das erste Verkehrsopfer in der Hansestadt in diesem Jahr.

War die Ampel aus? / Erste Verkehrstote in Rostock in diesem Jahr

Mehrere Augenzeugen berichten, dass zum Unfallzeitpunkt die Ampelanlage ausgefallen war. Um 8.23 Uhr sei bei der Stadt eine Fehlermeldung aufgelaufen, erläutert Rathaussprecher Ulrich Kunze. Diese wurde umgehend an die Stadtwerke Rostock AG als zuständiger Dienstleister weitergeleitet. „Die Lichtsignalanlage wurde repariert und ist um 13.04 Uhr wieder in Betrieb gegangen.“

Nach ersten Erkenntnissen war der 51-jährige Fahrer eines Audi aus Lichtenhagen gekommen und hatte die Kreuzung an der Warnowallee in Richtung Evershagen überquert. Der Audi-Fahrer soll einem anderen Auto auf der Kreuzung ausgewichen sein und dabei die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren haben. Ob daran die ausgefallene Ampel schuld gewesen sein könnte, ist Gegenstand der polizeilichen Ermittlung. Der Mann rammte jedenfalls einen Ampelmast und erfasste die davor stehende Fußgängerin. Die Frau prallte mit ihrem Kopf gegen die Windschutzscheibe des Autos und blieb regungslos auf der Fahrbahn liegen. Rettungskräfte reanimierten die 64-Jährige minutenlang, ehe sie in die Notfallaufnahme der Universitätsklinik gebracht wurde. Die Fahrbahn war wegen der Unfallaufnahme durch Sachverständige voll gesperrt, es kam zu Verkehrsbehinderungen.

Der Audi-Fahrer blieb unverletzt. Die Polizei stellte bei dem Mann einen Atemalkoholwert von 0,41 Promille fest. Daraufhin wurde eine Blutprobe genommen, das Ergebnis lag bisher noch nicht vor. Der Führerschein des 51-Jährigen wurde beschlagnahmt, teilt Polizeisprecherin Yvonne Hanske mit. Bis zu einem Alkoholwert 0,5 Promille gebe es keine Probleme, erläutert sie – solange nichts passiert. Wenn ein Fahrer zum Beispiel einen Unfall verursache, müsse er schon ab 0,3 Promille mit Konsequenzen rechnen.

Im vorigen Jahr gab es zwei Unfalltote im Rostocker Stadtgebiet, teilt Yvonne Hanske mit. Beide waren zu Fuß unterwegs. In der Maßmannstraße starb eine Frau in einem Baustellenbereich, als ein Lastwagen rückwärts fuhr. Ende August kam ein 63-jähriger Mann ums Leben, nachdem er in der Langen Straße von einer Straßenbahn erfasst worden war. Die genaue Verkehrsunfallstatistik für 2017 liegt noch nicht vor. Nach den vorläufigen Ergebnissen der Landespolizei ist im Jahr 2017 in Mecklenburg-Vorpommern die Zahl der Verkehrstoten im Vergleich zum Vorjahr deutlich zurückgegangen. Danach starben voriges Jahr auf den Straßen des Landes 78 Menschen und damit elf Verkehrsteilnehmer beziehungsweise 12,4 Prozent weniger als im Jahr 2016.

In Rostock hatte es 2016 genau 6084 Unfälle gegeben. Dabei wurden 705 Menschen leicht und 73 schwer verletzt. Acht starben. An allen tödlichen Unfällen waren laut Polizei Senioren beteiligt. Zusammen mit der Stadt wurden 25 Unfallschwerpunkte ausgemacht. Die Steintor-Kreuzung soll zum Beispiel mit Umbaumaßnahmen sicherer gemacht werden. Auslöser war ein tödlicher Unfall 2011, bei dem eine Frau starb, als sie die Straße überqueren wollte.

2 Verkehrstote gab es nach Polizeiangaben im vergangenen Jahr. Beide Opfer waren zu Fuß unterwegs. Die kompletten Unfallzahlen für 2017 liegen noch nicht vor. Im Jahr 2016 starben acht Menschen auf Rostocks Straßen. 6084 Unfälle hat es 2016 in der Hansestadt gegeben. Dabei wurden 705 Menschen leicht und 73 schwer verletzt. Im Jahr 2014 kam keiner und 2015 ein Mensch bei einem Verkehrsunfall ums Leben.

Stefan Tretropp und Thomas Niebuhr

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